Symbolbild

Warum die kirchlichen Sonderrechte ein Auslaufmodell sind

Privilegien ohne Rückhalt

Kirchensteuer, Staatsleistungen aus Steuermitteln, der Sonderweg beim kirchlichen Arbeitsrecht, der konfessionelle Religionsunterricht an staatlichen Schulen: Eine aktuelle INSA-Umfrage zeigt: 31 Prozent der Bürger befürworten eine Einschränkung dieser Privilegien – ein Trend, der mit 39 Prozent ausgerechnet unter CDU/CSU-Anhängern am stärksten ausgeprägt ist.

Diskursanalysen zum Rechtspopulismus

Die Sprachwissenschaftlerin Ruth Wodak legt in ihrem Buch "Politik mit der Angst. Zur Wirkung rechtspopulistischer Diskurse" Reflexionen zu Ausgrenzung, Identitätsversprechen, Nationalismus und Provokationen durch einschlägige politische Akteure vor. Dabei arbeitet die Autorin eine Fülle von Gemeinsamkeiten heraus, welche anhand von Fallbeispielen ganz unterschiedlicher Populisten in verschiedenen Ländern verdeutlicht werden.

Männlicher naturfarbener Zebrafink (Taeniopygia guttata)

Zebrafinken sind Minimalisten

Was haben ein Computer, ein Kleinkind und ein junger Zebrafink miteinander gemeinsam? Sie analysieren auf ähnliche Weise Wort- beziehungsweise Tonfolgen, fand Richard Hahnloser vom Institut für Neuroinformatik der Universität Zürich zusammen mit seinem Team heraus. Zebrafinken lernen das Singen ähnlich wie Kinder das Sprechen. Kein Wunder, sie verfügen über dasselbe FOXP2-Sprachgen.

"Das Mädchen von der Enghelab-Straße"

Iran: Proteste, aber keine Revolution

Alles begann mit Protesten gegen die soziale Ungerechtigkeit im Land. Inzwischen geht es allerdings um mehr: Von den oppositionellen Demonstranten im Iran wird die Abschaffung des Mullah-Regimes gefordert. Allzuviel Hoffnungen sollte sich jedoch nicht gemacht werden; das Regime hat noch immer viele Anhänger.

Pro Ethikunterricht in NRW

Das "Katholische Büro NRW, Vertretung der Bischöfe in NRW" hat gemeinsam mit dem "Amt des Beauftragten der Evangelischen Kirchen bei Landtag und Landesregierung von NRW, Ev. Büro NRW" zur Landtagsanhörung am 6. Dezember 2017 zum Antrag "Philosophie verleiht Flügel!" der Grünen-Fraktion eine Stellungnahme abgegeben.

Sternsinger

Segensgruß oder Gaunerzinken?

Ein älterer Herr im westfälischen Münster entdeckte Gaunerzinken an seiner Hauswand und rief die Polizei. Die gab Entwarnung und klärte darüber auf, dass es sich bei den vermeintlichen Gaunerzinken um einen Segensgruß der Sternsinger handelt.

Neujahrsansprache der Kanzlerin – überraschend humanistisch

Im Internet ist schon vor der Ausstrahlung eine schriftliche Fassung der Neujahrsansprache der Bundeskanzlerin aufgetaucht. Hier gibt sich die Kanzlerin überraschend humanistisch: Sie lobt die Öffnung der Ehe für alle, mahnt vor einer sich ausbreitenden Wissenschaftsfeindlichkeit und stellt sogar die Aufhebung der Kirchenprivilegien in Aussicht. Ob es sich tatsächlich um die Worte der Kanzlerin handelt, ist jedoch fraglich. Zweifler vermuten, dass es sich um eine dreiste Fälschung von zwei hpd-Autoren handelt.

Initiative "PRO Berliner Neutralitätsgesetz" formiert sich

In Berlin organisiert sich zivilgesellschaftlicher Widerstand gegen die Pläne der Koalitionsfraktionen GRÜNE und LINKE, das bundesweit einzigartige Berliner Neutralitätsgesetz zu beseitigen. Einzigartig ist das Gesetz, weil es sämtliche Religionen und Weltanschauungen im Öffentlichen Dienst gleichbehandelt und keine religiösen Symbole zulässt – ohne Bonus für die christliche Religion. Die Spitzen der beiden Koalitionsparteien wollen – ohne parteiinterne Diskussionen und gegen den anhaltenden Widerstand der SPD – religiöse Symbole bei Lehrerinnen und Lehrern an Allgemeinbildenden Schulen zulassen.

BBC

Religions-Chef der BBC ist Atheist

In einem Radiointerview kurz vor Weihnachten enthüllte James Purnell, Chef des BBC-Radios sowie der Bildungs- und Religionsabteilung des öffentlich-rechtlichen britischen Senders, dass er Atheist ist. Ein Sturm des Entsetzens fegte durch die englische Boulevard-Presse und heizte religiöse Gemüter an.

Cover

Rezension

Fremde Feinde

Verhaftet, angeklagt, hingerichtet. Der Prozess gegen Nicola Sacco und Bartolomeo Vanzetti gilt als einer der unfairsten der amerikanischen Justizgeschichte. Die Beweislage, die den beiden italienischen Einwanderern die Schuld an einem Raubmord gab, war brüchig. Sie mussten am 23. August 1927 sterben – trotz weltweiter Proteste. Waren sie unschuldig?

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In J.R.R. Tolkiens Legendarium sind die „Palantíri“ (Singular: „Palantír“) unzerstörbare Kristallkugeln mit immensen magischen Fähigkeiten. Durch einen Palantír kann man nicht nur in alle Winkel der Welt blicken, sondern auch in die Vergangenheit. Es braucht also nicht viel Fantasie, um sich auszumalen, was Peter Thiel und Alex Karp uns sagen wollten, als sie das Unternehmen „Palantir“ gründeten. Doch die Objektivität der Maschine ist eine Lüge – und Tolkien hat uns gewarnt.

Blick in den Eingangsbereich des Willy-Brandt-Hauses

Die SPD und der Politische Islam: Ein Repräsentationsproblem mit Folgen?

Die SPD verliert seit Jahren an Zustimmung. Besonders dramatisch ist der Bruch mit ihrer klassischen Wählerschaft. Könnte dabei auch ihr Umgang mit konservativ-religiösen muslimischen Verbänden eine Rolle spielen und zugleich säkulare Muslime vor den Kopf stoßen? Der Artikel untersucht, ob hinter dem Niedergang weniger eine „Unterwanderung“ als vielmehr ein politisches Repräsentationsproblem steckt: die Verwechslung organisierter Milieus mit der Vielfalt der Wähler.

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Jesus als Geschäftsmodell

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Radioteleskop

Von Dyson-Sphären, außerirdischen Artefakten und den Folgen des Erstkontakts

Übermorgen ist der Wissenschaftsjournalist und Philosoph Rüdiger Vaas zu Gast im Onlineformat „Sternenklar“, organisiert von Kortizes und der Astronomischen Gesellschaft Nürnberg. Basierend auf seinem neuesten Buch „Der intelligente Kosmos – Außerirdische Zivilisationen und die Zukunft der Menschheit“ wird er vom aktuellen Stand der astronomischen Suche nach außerirdischer Intelligenz erzählen und Vorstellungen von deren womöglich alles Menschenmögliche übertreffenden technologischen Fähigkeiten erläutern.

Blut-Test

Der Pränataltest auf Trisomie 21 im Meinungsstreit

Immer wieder brechen Kontroversen auf, inwieweit es zulässig sein soll, dass Frauen die Schwangerschaft abbrechen, nachdem mithilfe vorgeburtlicher Diagnostik Behinderungen des Fetus festgestellt worden sind. Besonders strittig ist das bei Trisomie 21. Die Einwände gegen solche Abbrüche lassen sich jedoch entkräften. Genauer betrachtet stellen sie keine Diskriminierung von Menschen dar, die mit Behinderungen geboren worden sind. Es gilt, das Selbstbestimmungsrecht der Schwangeren zu respektieren und sie bei ihrer persönlichen Entscheidungsfindung zu unterstützen.

Klassenzimmer

Ein Fortschritt und ein Verfassungsproblem

Der Zentralrat der Konfessionsfreien begrüßt die Einführung des Pflichtfachs „Werte und Normen” an Niedersachsens Grundschulen. Zugleich übt er Kritik am neuen Fach „Christliche Religion”, das zeitgleich die bisher getrennten Fächer Evangelische und Katholische Religion ersetzt. Zudem warnt der Verband dringend davor, die Debatte um den Religionsunterricht in die politisch rechte Ecke zu rücken.

Plakat der Ausstellung „Demokratie und Humor“

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In welchem Verhältnis stehen eigentlich Demokratie und Humor? Gewährleistet Demokratie die Freiheit der komischen Kunst? Oder ist der Humor eine der kontrollierenden Gewalten, die dafür sorgt, dass diese Freiheit nicht verschwindet? Gerade wurde eine Ausstellung eröffnet, deren Werke dazu einladen, über diese Frage nachzudenken. Mit dabei sind auch „Spott sei Dank“-Karikaturen, die beim hpd erschienen sind.

„Brückenfestival“ in Nürnberg

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Ein Toleranz-Biedermeier breitet sich aus und drängt freiheitliche Ideale in den Hintergrund. Ausgerechnet die ideellen Nachfahren von Verfechtern der Freikörperkultur wollen diese nun nicht mehr dulden. Ein Fallbeispiel aus Nürnberg.

Bedrohte Demokratie

Die Demokratie und die Überforderung durch das Netz

Steffen Mau hat in seiner Analyse „Die vielen Krisen der Demokratie“ präzise seziert, woran die liberale Demokratie derzeit krankt. Seine Bestandsaufnahme ist zutreffend – aber dennoch unvollständig. Denn sie benennt zwar die Symptome, nicht aber die wohl wichtigste gemeinsame Ursache der gegenwärtigen Verwerfungen.

Sascha Adamek

„CLAIM“-Zahlen zur Muslimfeindlichkeit dürfen als „unsauber“ bezeichnet werden

Der Investigativjournalist Sascha Adamek bewertete in der ZDF-Sendung „Markus Lanz“ die von „CLAIM“ verbreiteten Zahlen zu antimuslimischen Vorfällen als „eine glatte Fälschung“ und sprach von „Alarmismus“. „CLAIM“ wollte ihm diese Aussagen gerichtlich untersagen lassen. Doch das Landgericht Hamburg erklärte Adameks Äußerungen für zulässig. „CLAIM“ ist dabei kein unbeschriebenes Blatt: Sowohl die Methodik und Verbindungen der Organisation als auch der von ihr verwendete Begriff des „antimuslimischen Rassismus“ stehen seit Jahren in der Kritik.

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