Bücher

"Ein Humanist ungewöhnlich weiten Horizonts"

Am 8. April jährte sich der Todestag des Streitschriftstellers Karlheinz Deschner. Nachdem er sich zunächst als Literaturkritiker profiliert hatte, erreichten später vor allem seine Werke zur Geschichte des Christentums ein größeres Publikum. Über Deschners weltanschauliche Auffassung sprach der hpd mit dem Philosophen Hermann Josef Schmidt.

Rolf Dietrich Herzberg

"Der Skandal der Skandale"?

Manfred Lütz hat mit "Der Skandal der Skandale – Die geheime Geschichte des Christentums" einen weiteren Bestseller vorgelegt, der die Kirchengeschichte in apologetischer Weise umdeutet. Der bekannte Strafrechtsprofessor Rolf Dietrich Herzberg, der im Beirat der religionskritischen Giordano-Bruno-Stiftung gerne mal den "advocatus dei" spielt und dabei kirchliche Sichtweisen verteidigt, hat nach der Lektüre des Buchs einen "Offenen Brief an Manfred Lütz" verfasst, den der hpd nachfolgend veröffentlicht.

Gunnar Schedel (Alibri Verlag), Herbert Steffen (Gründer der Giordano-Bruno-Stiftung), Helge Nyncke (Illustrator) und Michael Schmidt-Salomon (Autor) feiern 2006 die erfolgreiche Rettung des kleinen Ferkels.

Die Rettung des kleinen Ferkels

Am 6. März 2008 entschied die Bundesprüfstelle über den Antrag des Bundesfamilienministeriums, das religionskritische Kinderbuch "Wo bitte geht’s zu Gott? fragte das kleine Ferkel" auf den "Index für jugendgefährdende Medien" zu setzen. Hätte der ministerielle Antrag Erfolg gehabt, wäre das "kleine Ferkel" als das wohl erste "Kinderbuch ab 18" in die Geschichte eingegangen. Zum 10-jährigen Jubiläum der "Ferkelrettung" erscheint nun im Alibri Verlag ein Buch, das den "großen Streit um das kleine Ferkel" dokumentiert.

Albert Einstein – der Übersetzer des Universums

Einstein hat unser Weltbild revolutioniert wie kein anderer. Ohne seine Forschungen gäbe es so weder die Relativitätstheorie und moderne Kosmologie noch die Quantenphysik. Diese äußerst schwierigen Themen hat der Wissenschaftsreporter und Philosoph Rüdiger Vaas nun geradezu "schwerelos" verständlich gemacht – getreu Einsteins Motto, die Dinge so einfach wie möglich zu erklären, aber nicht einfacher. Der hpd bringt hier einen Auszug seines gerade im Kosmos-Verlag erschienenen Buchs "Einfach Einstein!".

"Frauen dürfen hier nicht träumen"

Rana Ahmad hat dem Islam abgeschworen. Sie ist von Saudi-Arabien nach Deutschland geflohen, um ein Leben in Freiheit zu führen. Am Stiftungssitz der Giordano-Bruno-Stiftung stellte sie ihre bewegende Autobiographie vor, die gerade im btb-Verlag erschienen ist.

Das Oktoberfest – Schauplatz einer neuen kulturellen Praxis?

Die Meinungen zur Mutter aller Bierfeste gehen auseinander: Ist das Oktoberfest nun ein tolles Event oder die unerträglichste Zeit in München? Der hpd sprach mit einem, der es wissen könnte: Rudolf Stumberger hat einen zweibändigen Stadtführer zu Münchens historischen Orten der jüngeren Geschichte verfasst und beobachtet die Entwicklung der bayerischen Landeshauptstadt seit Jahrzehnten. Martin Bauer hat ihm zur Wiesn die Fragen gestellt, die Menschen von nördlich des Weißwurstäquators halt so stellen.

Das Flusspferd auf dem Balkon

Wenn heute Natur – Sonne, Wolken oder Tiere – in der Literatur auftaucht, dann geschieht das auf ganz andere, nachdenklichere Weise als noch vor zehn, zwanzig Jahren. Drei Neuerscheinungen, "Der Atem der Vögel" von Klaus Böldl, "Eine allgemeine Theorie des Vergessens" von José Eduardo Agualusa und Yoko Ogawas "Der Herr der kleinen Vögel", sind dafür beispielhaft. Selbstverständlich ist nichts mehr.

Konfessionslosigkeit aus kirchennaher Sicht

Soeben erschienen ist der dritte Band in der von Horst Groschopp im Alibri Verlag herausgegeben Reihe "Humanismusperspektiven". Nach der Monographie "Pro Humanismus" und dem Sammelband von Thomas Heinrichs "Religion und Weltanschauung im Recht" behandelt der neue Band "Mit Gott fertig?" die Konfessionslosigkeit in Deutschland in ihrem Zusammenhang mit Atheismus und "säkularem Humanismus". Der Autor Dr. Andreas Fincke legt damit die erste kultursoziologische Gesamtbetrachtung der "säkularen Szene" überhaupt vor. Der hpd hat mit dem Autor über einige seiner Einschätzungen gesprochen.

"Die Klischees enthalten einen wahren Kern"

Der Buddhismus hat in der westlichen Welt ein gutes Image. Selbst wenn es zu religiös motivierten gewalttätigen Übergriffen durch Buddhisten kommt, hinterlässt dies keine tiefen Spuren. Während dies vielleicht durch Geschichte und Gegenwart der größeren Weltreligionen Christentum und Islam erklärt werden könnte, ist es schwer, eine Begründung dafür zu finden, warum es bislang keine systematisch-kritische Darstellung der Lehre des Buddhismus gab.

Die große Harari-Ver(w)irrung

Der israelische Historiker Yuval Noah Harari hat mit seinen Büchern "Eine kurze Geschichte der Menschheit" und "Homo deus" internationale Bestseller vorgelegt. Tragischerweise sind ihm in der Analyse haarsträubende Fehler unterlaufen, die nicht unwidersprochen bleiben dürfen. Ein Kommentar von Michael Schmidt-Salomon.