Der Facebook-Gründer Mark Zuckerberg hat über die Weihnachtsfeiertage erstmals öffentlich verlauten lassen, dass er sich nicht mehr als Atheist versteht, und trat eine rege Debatte los. Derweil mutmaßt das Wall Street Journal, dass sein Interesse an Spiritualität geschäftliche Gründe haben könnte.
In der Ausgabe 49 von "Ammerbuch Aktuell" erschien unter der Rubrik "Sonstiges" eine kurze Mitteilung der Humanisten Ammerbuch. Der Hinweis der Autoren, dass der Geburtstag Jesu erst im 4. Jahrhundert von der Kirche auf diesen Tag gelegt wurde, wurde dabei allerdings nicht veröffentlicht. Zensorische Hintergründe sind bei der Änderung des Originaltextes nicht ganz auszuschließen.
Pünktlich zum Jahreswechsel warf das ZDF einen Blick auf die Sterne. Dabei handelte es sich nicht um einen informativen Beitrag über Astronomie, sondern um ein Interview mit dem Vorsitzenden des Deutschen Astrologen-Verbandes Klemens Ludwig.
Darf man sich über IS-Sympathisantinnen lustig machen oder gibt es Grenzen des Humors? Mit dieser Frage beschäftigt sich aktuell das britische Fernsehpublikum, nachdem am vergangenen Dienstag die Satire "The Real Housewives of ISIS" ausgestrahlt wurde.
Knapp über zwei Stunden wurde am 4. September, einem Sonntag, die Heiligsprechung der Mutter Theresa aus Rom übertragen. Für die Einen sicherlich ein Quotenkiller, für Andere, insbesondere in den oberen Etagen des ZDF, eine Herzensangelegenheit im Sinne christlicher Missionierung.
Aktuell macht ein einstündiges Radioportrait des Kabarettisten Dieter Nuhr im Internet die Runde. Das Feature beleuchtet Nuhrs Religions- und Kirchenkritik. Der Skandal daran: Kein öffentlich-rechtlicher Sender in Deutschland traute sich an die Produktion des Stoffes heran.
Am vergangenen Samstag wurde der katholische Bischof Franz-Josef Overbeck aus Essen im Deutschlandfunk interviewt. Das angekündigte Thema des Gesprächs: Der Zusammenhang von Religion und Gewalt.
Gestern Abend fuhr ein LKW über den Weihnachtsmarkt an der Gedächtniskirche. Dabei wurden 12 Menschen getötet und rund 50 zum Teil schwer verletzt. Heute Vormittag verdichteten sich die Hinweise, dass es sich dabei um einen terroristischen Akt gehandelt haben könnte. Berlin ist geschockt aber nicht kopflos.
Aiman Mazyek, Vorsitzender des Zentralrats der Muslime in Deutschland, fordert mehr muslimische Vertreter in Rundfunkräten. Die Berichterstattung in Bezug auf den Islam sei "defizitär" und "tendenziös".
Derzeit ist der Begriff des "Wutbürgers" in aller Munde, und jeder demonstrierende oder protestierende Bürger wird als solcher eingestuft. Zwar ist die Bezeichnung im Zusammenhang mit demonstrierenden Pegida-Anhängern zuerst aufgetaucht, aber inzwischen wird der Name auch für linke Demonstranten, die sich gegen CETA oder TTIP wenden, gebraucht. Ein Begriff macht Karriere. Dem Spiegel (Nr. 44 vom 29.10.16) ist es gelungen, sogar Martin Luther als "Wutbürger" zu charakterisieren.
Der Fachjournalist Andreas Speit legt mit "Bürgerliche Scharfmacher. Deutschlands neue rechte Mitte – von AfD bis Pegida" ein Buch über die Entwicklung der im Untertitel genannten Akteure vor. Einerseits beeindruckt es durch die vielen Detailkenntnisse des Autors, andererseits fehlt es ihm an Analyse und Deutung.
Es ist tatsächlich passiert: die Wähler in den USA haben Donald Trump zu ihrem neuen Präsidenten gewählt. Die Reaktionen in den europäischen Hauptstädten reichen von Entsetzen bis zur Begeisterung. Das spiegelt sich auch in den Medien wider.
Rechtsextreme, Fußballfans oder bürgerliche Mitte: "Der Rassismus ist nicht in der Gesellschaft angekommen, er war schon immer da", sagt Sascha Bisley. "Wahrscheinlich wird er auch nie verschwinden." Der Dortmunder Autor und Filmemacher kennt die gewaltbereite Szene. Zuletzt sprach er als Reporter für ZDFinfo mit deutschen Hooligans – mit Zahnärzten und Polizistensöhnen.
"Reporter ohne Grenzen" (ROG) hat gestern die aktuelle Liste der "Feinde der Pressefreiheit" veröffentlicht. Wegen der jüngsten Repressionswelle gegen Journalisten und Medien in der Türkei ist diese auch auf die Liste aufgenommen worden.
Der Journalist Gavin MacFadyen starb am vergangenen Samstag, dem 22. Oktober 2016, in London an Lungenkrebs. "Wir sind sehr traurig, den Tod von Gavin MacFadyen, dem Gründer des Zentrums für investigativen Journalismus (Centre for Investigative Journalism, CIJ) und unseren geliebten Direktor" mitteilen zu müssen schrieb Susan Benn, Mitarbeiterin aus dem Direktionsbereich des Zentrums für investigative Journalismus.