Papst

Blick vom Petersplatz auf den Petersdom

Aus dem Vatikan nichts Neues

Die Konferenz zur Aufarbeitung des Missbrauchsskandals ist zu Ende. Die Erwartungen waren groß, das mediale Interesse auch. Aber am Ende stehen doch nur wieder Relativierungen, Absichtserklärungen und Ankündigungen des Papstes. Jetzt hagelt es Kritik, nicht nur von den Opfern.

Theodore McCarrick, ehemaliger Kardinal und Erzbischof von Washington

McCarrick ist kein Kirchenmann mehr

Im Vorfeld der gestern begonnenen Konferenz im Vatikan, die sich mit dem weltweiten Missbrauchsskandal befassen will, hat die katholische Kirche ein Zeichen gesetzt: Theodore McCarrick hat nach seiner Kardinalswürde auch seine Zugehörigkeit zum Klerikerstand verloren.

Papst: Kirchenkritiker sind Freunde des Teufels

Heute beginnt im Vatikan eine Konferenz, die sich mit dem Missbrauch in der katholischen Kirche beschäftigt. Ein Ende des Schweigens soll sie nach dem Willen von Kirchenfunktionären bringen. Wie ernst es der Kirche damit wirklich ist, wird sich zeigen. Am Tag vor Beginn der Konferenz hatte Papst Franziskus allzu scharfe Kritik an der Kirche jedenfalls verurteilt und jene, die sie ausüben, als Freunde und Verwandte des Teufels bezeichnet.

Bluten für den Papst?

In Großbritannien wurden neue Richtlinien zur Einnahme der Antibabypille veröffentlicht. Eine monatliche Pillenpause samt damit verbundener Blutung wird nicht mehr als notwendig erachtet. Diese bis heute weit verbreitete Pillenpause geht laut einem Professor für Reproduktionsmedizin auf den Versuch zurück, den Papst vor rund 60 Jahren durch Nachahmung eines natürlichen Menstrualzyklus für die Pille zu begeistern. 

Papst nennt Abtreibung "Auftragsmord"

Der Argentinier war wohl zu lange in Italien unterwegs. Ganz im Stile der Mafia bezeichnete er gestern bei einer Generalaudienz als "Auftragsmord", was für aufgeklärte Menschen das letzte Mittel ist, eine ungewollte Schwangerschaft zu beenden.

Mit dem Rosenkranz gegen den Teufel

Haben Sie diesen Monat schon täglich einen Rosenkranz gebetet? Nicht? Dann kann es sehr gut sein, dass Sie Schuld an den dämonischen Einflüssen auf die katholische Kirche haben. Immerhin hatte doch der Papst dazu aufgefordert, im Monat Oktober täglich einen Rosenkranz zu beten, um die Attacken des Teufels zurückzudrängen und die katholische Kirche zu mehr Bewusstsein bezüglich ihrer Fehler zu bringen.

Papst Franziskus im Gewand des populistischen Fundamentalisten

Die katholische Kirche leidet seit Jahren unter einem Imageverlust – zumindest in der westlichen Welt. Die negativen Schlagzeilen reißen nicht ab. Die Wahl des argentinischen Kardinals zum Papst im Jahr 2013 schien einen Wendepunkt zu markieren. Der volksnahe Geistliche mit seinem Herz für die Armen und Minderprivilegierten wurde als Heilsbringer in dreifachem Sinn versehrt: Er sollte die Geister vertreiben, die den Ruf ruinierten, die Kirche vom Pomp entrümpeln und reformieren.