Wie schaffen wir es, als Einzelne und als Gesellschaft vernunftgeleitet zu entscheiden und zu handeln? Was ist überhaupt Rationalität? Und wie lauten die Kriterien, mit deren Hilfe wir rationale von irrationalen Argumentationen unterscheiden können? Mit diesen und anderen Fragen setzte sich der "Virtual Rationality Congress 2020" des Hans-Albert-Instituts und der Giordano-Bruno-Stiftung auseinander.
Er ist der wohl einzige lebende Mensch, dem es gelungen ist, zeitgleich mit den Antipoden Karl Popper und Paul Feyerabend befreundet zu sein: Am heutigen Samstag feiert der große Wissenschaftstheoretiker Hans Albert seinen 99. Geburtstag. Ihm zu Ehren bringt die Giordano-Bruno-Stiftung das Hans-Albert-Institut an den Start, das zu einer Stärkung des kritisch-rationalen, evidenzbasierten Denkens beitragen soll.
BERN. (hpd) Worauf basieren unsere Entscheidungen – die weniger wichtigen, aber insbesondere auch die “grossen” und folgenreichen Entscheidungen? Welche Kriterien evaluieren wir bei Entscheidungsvorgängen, und wie genau gehen wir dabei vor? Üblicherweise gehen wir davon aus, dass unsere Entscheidungen auf den von uns als entscheidungsrelevant wahrgenommenen Aspekten basieren. Weshalb auch nicht?
Intelligenz alleine macht noch nicht rational. Rational zu denken verlangt mentale Fähigkeiten, die einige von uns nicht haben und viele nicht nutzen. Wie kann ein so kluger Mensch so dumm sein? Wir alle haben uns dies schon gefragt, nachdem wir gesehen haben, wie eine äusserst intelligente Freundin oder ein Verwandter sich wie ein Dummkopf verhalten hat.