RONNENBERG. (hpd) Bereits die Vordenker des frühen Christentums haben sich nicht gegen die Logik der antiken Philosophie gewendet, sondern sie durch Scholastik, Apologetik und Sophisterei – also durch Zurechtbiegen der Logik – integriert und zur Theologie ausgeformt. Was damals mit der Philosophie geklappt hat, wird nun auch mit der Biologie und den anderen Wissenschaften ausprobiert. In kleinen aber steten Schritten wird der "Dialog" bemüht, der unüberwindbare Gegensätze zwischen Wissenschaft und Glauben verschmelzen soll.
RONNENBERG. (hpd) Der deutsche Wissenschaftsrat stellte in einem Gutachten fest, dass einige Religionswissenschaftler ihr Fachgebiet als eine Hilfswissenschaft der Theologie ansehen [Wissenschaftsrat 2010]. Denn viele Vertreter der Religionen haben nie aufgehört gegen Wissenschaft und Evolutionstheorie zu Felde zu ziehen. Sie kämpfen heute nur mit anderen Bandagen, nutzen den seriösen Ruf der Wissenschaften selber, um ihre Überzeugungen als Forschungserkenntnisse getarnt unter das Volk zu bringen.
RONNENBERG. (hpd) Welchen Charakter und welch hohe Intelligenz müssen Gott und Allah haben? Nach Ansicht einiger Religionswissenschaftler schmuggeln sie erst den Aberglauben an Götzen und Geister in die Gene, um die Gläubigen dann bei Gebrauch dieser Gene mit dem ewigen Fegefeuer zu bestrafen. Dann schicken sie Jesus und Mohammed auf die Erde um festzustellen, dass sich an diesen Genen nicht nur nichts mehr ändern lässt, sondern dass sich auch noch die falschen Religionen weltweit ausbreiten.
RONNENBERG. (hpd) Früher zogen Theologen gegen die Evolutionstheorie zu Felde. Heute bedienen sich religiös motivierte Forscher der Evolution, um sie als Mittel Gottes für ein höheres Ziel zu verkaufen. Die Argumentation ist simpel, bedarf aber einiger Fachkenntnisse, um die rhetorischen Raffinessen zu bemerken. Der Autor Andreas E. Kilian klärt in einer vierteiligen Serie auf.
Für Philipp Möller ist der Glaube ein Produkt der menschlichen Sozialisation. "Viele Menschen tun Gutes tatsächlich aus der Motivation ihres Glaubens heraus. Ich bin aber überzeugt davon, dass sie es auch täten, wenn sie nicht zum Glauben erzogen wären."
KONSTANZ. (hpd) Der Evangelische Kirchentag in Stuttgart ist zu Ende gegangen. Zehntausende feierten unter dem Motto "…damit wir klug werden!" – und auffällig peinlich wurde auf den meisten Veranstaltungen des großen Glaubensfestes die zweite Hälfte von Psalm 90, Vers 12 ausgeklammert.
BERLIN. (hpd) Der Autor Hamed Abdel-Samad wollte am 5. Juni 2015 vor der Burschenschaft "Germania" in Marburg aus seinem Buch "Der islamische Faschismus" lesen. Dagegen gab es insbesondere in den sozialen Netzwerken erheblichen Protest. Der hpd sprach mit dem Islamkritiker über die geplante Lesung, die Gründe für die Absage und die Demokratie.
BONN. (hpd) Der promovierte Theologe Heinz-Werner Kubitza nimmt in "Der Dogmenwahn. Scheinprobleme der Theologie. Holzwege einer angemaßten Wissenschaft" eine inhaltliche Kritik an dem wissenschaftlichen Anspruch der Theologie vor. Deutlich zeigt er dabei, dass Theologie streng genommen keine Wissenschaft sein kann, verliert sich hierbei aber thematisch etwas im Laufe der Kapitel zu unterschiedlichen Themen.
BERLIN/OBERWESEL. (hpd) In den vergangenen Tagen wurde der Giordano Bruno Stiftung (GBS) unterstellt, Propaganda für den Rassismus zu machen. Auslöser dafür war eine Veranstaltung unter dem Titel "Das hat mit dem Islam nichts zu tun" der Frankfurter Regionalgruppe der GBS, bei der Mina Ahadi und Hartmut Krauss auftraten.
WEIMAR. (hpd) Angelika Stucke war dem Rezensenten bis dato nur als Autorin exzellent erzählter und höchst vergnüglich zu lesender Krimikomödien ein Begriff. Nun hat sie ein schmales Bändchen mit 51 Schnurren von/über ihrem/n Zwergdackel "Alfred vom Hexenkessel" vorgelegt. Und wieder überrascht Angelika Stucke angenehm, denn hierin geht es nicht um die ansonsten üblichen heiteren Tiergeschichten, sondern auch um ein gerüttelt Maß an Kirchen- und Religionskritik.
Der islamistische Mordanschlag auf die Charlie Hebdo-Redaktion und die täglichen Gräueltaten des "Islamischen Staates" haben erneut die Frage aufgeworfen, wie man mit "dem Islam" in Europa umgehen sollte.
BERLIN. (hpd) Nach den Massakern von Paris veröffentlichte Charlie Hebdo eine Mohammed-Karikatur, in der ein weinender Prophet gezeigt wird, der “Je suis Charlie” sagt. Über seinem Kopf ist die Schlagzeile “Alles ist verziehen” zu sehen. Dieses Motiv, allgemein als anrührend und zum Nachdenken inspirierend empfunden, ist sogleich – noch waren nicht alle Terroropfer beigesetzt - wütenden Protesten ausgesetzt gewesen.