Wissenschaft

Aufklärung & Kritik 1/2014 erschienen

NÜRNBERG. (hpd/gkpn) Das erste Heft für das Jahr 2014 von “Aufklärung und Kritik”, der umfangreichen Vierteljahreszeitschrift der Gesellschaft für Kritische Philosophie Nürnberg, ist erschienen. Als Übersicht der vielfältigen Artikel und Themen hat die Redaktion dem hpd wieder das Vorwort zu Verfügung gestellt.

Alles eine Charakterfrage?

BERLIN. (hpd) Lange galt von Charakteren bei nichtmenschlichen Affen zu sprechen als eine unzulässige Vermenschlichung. Schon deshalb, weil wir Charaktere mit Sprache beschreiben. Doch ist das wirklich so, fragte sich Jana Uher, Psychologin an der FU Berlin. Sie sucht nach Möglichkeiten, Charaktere statistisch zu erfassen, und untersucht, inwiefern auch nichtmenschliche Affen eine Persönlichkeit haben.

Praktizierte Menschenwürde

(hpd) “Eine humane Gesellschaft, die diesen Namen verdient, kann nur eine herrschaftsfreie Gesellschaft sein, in der nicht einige wenige sich auf Kosten der vielen bereichern. Nur in einer solchen Gesellschaft gäbe es keine soziale Armut.” (S. 94) Mit dieser Schlußfolgerung faßt der Jurist und Philosoph Thomas Heinrichs seine Betrachtungen über die Humanisierung des Staates zusammen. Und damit wohl auch die Debatte um Humanismus und Humanisierung ganz allgemein."

Problemfall Religionskritik

ZWICKAU. (hpd) Beim Humanistischen Pressedienst sind zwei überwiegend lobende Rezensionen von Achim Pfahl-Traughber und Siegfried R. Krebs des neuen Werkes von Gerhard Czermak “Problemfall Religion” erschienen. In ihnen werden Inhalt wie Gliederung des Buches angemessen vorgestellt und gewürdigt, der eingesetzte Religionsbegriff hingegen wenig problematisiert. Wegen der Bedeutung des wichtigen Buches und des bekannten Autors für die “säkulare Szene” sind aus Sicht der noch jungen Humanistik einige Hinweise nötig.

"Dein Licht, wer kann es rauben?"

(hpd) Dieses Buch war überfällig: ein leicht lesbares, unterschiedliche Wissensgebiete vereinendes, aufklärerisches Grundlagenwerk mit positiver Botschaft und starkem Begeisterungspotenzial für religionsfreie Menschen.

Hubertus Mynareks Kritik an Hans Küng

(hpd) Hubertus Mynarek nimmt in seinem Buch “Warum Hans Küng die Kirche nicht retten kann. Eine Analyse seiner Irrtümer” eine Kritik an den Auffassungen des im Titel genannten Theologen vor, welcher in den Medien als inner-katholischer Kritiker der Kirche gilt. Mynarek kann eine Fülle von bedenkliche Auffassungen und Deutungen Küngs benennen, was indessen auch mit unangemessenen persönlichen und polemischen Formulierungen einhergeht.

Antisemitismus und "Judenemanzipation"

(hpd) Die Historiker Guido Hausmann, Manfred Hettling und Michael G. Müller präsentieren in ihrem Sammelband “Die ‘Judenfrage’ – ein europäisches Phänomen?” 13 Fallstudien zum Bild von und Umgang mit den Juden in europäischen Ländern zwischen Ende des 18. und Beginn des 20. Jahrhunderts. Es handelt sich um gut belegte und recherchierte Fallstudien, wobei die vergleichende Betrachtung leider nur auf die allerdings sehr reflexionswürdige Einleitung beschränkt bleib.

Problemfall Religion – ein Kompendium

(hpd) Gerhard Czermak, promovierter Jurist -Staatskirchenrechtler- im Ruhestand, hat zu Beginn des Jahres 2014 sein neues Buch vorgelegt. Er nennt es kurz und bündig “Problemfall Religion”. Und nach dessen Lektüre kann der Rezensent feststellen, dass der Autor seinem eigenen Anspruch – formuliert im Untertitel – voll und ganz gerecht worden ist.

Ein ethisches Plädoyer für Tiere

(hpd) Die Journalistin und Philosophin Hilal Sezgin erörtert in ihrem Buch “Artgerecht ist nur die Freiheit. Eine Ethik für Tiere oder Warum wir umdenken müssen” Fragen wie “Dürfen wir Tiere quälen?”, “Dürfen wir Tiere töten?” oder “Dürfen wir Tiere nutzen?”. Ihr Plädoyer für einen anderen Umgang mit Tieren ist ethischen gut begründet, lässt aber die gesellschaftliche und politische Seite außen vor.

Die Evolution des Tierschutzes

BERLIN. (hpd/rdn) Jahrhundertelang trugen Religionen viel zum unnötigen Leid von Tieren bei. Die Werke der religiösen Gelehrten und Philosophen – am Denkwürdigsten ist hier Descartes – lehrten die Menschheit, dass Tiere nichts weiter als seelenlose Automaten seien; erneuerbare Ressourcen, mit denen wir nach Belieben tun können, was wir wollen.