Tugay Saraç

Interview

„Kein CSD bleibt ungestört“

Die queere Community hat viele Feinde, Extemisten aus allen Lagern. Tugay Saraç ist Queerbeauftragter der liberalen Ibn Rushd-Goethe Moschee, schwul und muslimisch. Er war beim Berliner CSD, wo ein islamistischer Attentäter einen Anschlag verübt hat. Im Interview erklärt Saraç, warum es ihn ärgert, dass Islamismus in Deutschland noch immer ignoriert wird.

Symbolbild

Kolumbien: Helikopter-Exorzismus für sündige Stadt geplant

In der westkolumbianischen Stadt Buenaventura sind Armut und Verbrechen weit verbreitet. Nach dem grausamen Mord an einem 10-jährigen Mädchen soll nun mit der Unterstützung des kolumbianischen Militärs eine Gegenmaßnahme ergriffen werden. Jedoch nicht in Form von Gewaltprävention oder Einsätzen gegen den Drogenhandel, sondern mittels Exorzismus, der die Stadt vom Bösen reinigen soll.

Mit dem Beobachtungssystem Icarus können Wissenschaftler die Bewegungen von Tieren rund um den Globus verfolgen

Icarus ist angeschaltet

Das deutsch-russische Beobachtungssystem für Tierbewegungen Icarus ist diese Woche in den Testbetrieb gegangen. Nach Abschluss aller Tests wird Icarus der Wissenschaftsgemeinschaft voraussichtlich im Herbst oder Winter 2019 zur Verfügung stehen.

Dr. Erika Preisig, Basel

Sterbehelferin entkommt Gefängnisstrafe nur knapp

Wer bisher meinte, in der Schweiz sei hinsichtlich ärztlicher Suizidhilfe alles klar, sieht sich getäuscht. Die Ärztin Dr. Erika Preisig (61), Gründerin des dortigen Suizidhilfevereinigung Lifecircle / Eternal Spirit, der sich auch viele Deutsche angeschlossen haben, sah sich vor Gericht schweren Vorwürfen ausgesetzt. Das Urteil wurde vor wenigen Tagen verkündet.

Ausschnitt aus dem Titelblatt der Bertelsmann-Studie

Mehrheit steht zur Demokratie

Mit dem "Religionsmonitor" will die Bertelsmann-Stiftung regelmäßig die Bedeutung von Religion für den gesellschaftlichen Zusammenhalt darstellen. Die aktuelle Ausgabe befasst sich damit, ob und wie sehr religiöse und konfessionslose Menschen demokratisch empfinden.

Frankreich kippt Homöopathie-Erstattung

Schluss mit dem süßen Nichts aus der Solidarkasse: Wie die französische Regierung jetzt bekannt gab, kippt das Land die Erstattung von homöopathischen Mitteln durch die Krankenversicherung. Während die Krankenkassen derzeit noch 30 Prozent der Kosten übernehmen, sinkt der erstattete Anteil ab Anfang nächsten Jahres auf 15 Prozent, 2021 ist dann ganz Schluss mit den Globuli als Kassenleistung.

Mirko Gutjahr

Globuli, Kornkreis und dreimal schwarzer Kater

"Skeptics in the Pub", das bedeutet: Wissenschaft bei Gerstensaft. Wer hätte da nicht Lust auf ein kühles Bier? Serviert in einem Glas, das vor Ihren Augen mit einer Klobürste gereinigt wurde. Nicht? Obwohl Sie zusehen konnten, wie man die Bürste dafür direkt aus der Originalverpackung genommen hat? Wem trotzdem der Appetit auf den Gerstensaft vergangen ist, der reagiert nicht rational. Dennoch lässt sich solch eine Abneigung nicht einfach ausschalten.

Völkische Landnahme

Andrea Röpke und Andreas Speit, beide bekannte Fachjournalisten zum Rechtsextremismus, berichten in ihrem neuen Buch "Völkische Landnahme. Alte Sippen, junge Siedler, rechte Ökos" über die Instrumentalisierung des Naturschutzes und über völkische Siedler.

Hinweis auf eine Autobahnkirche

Wenn die Kirche zu viel Geld hat

Es muss davon ausgegangen werden, so der Freiburger Volkswirt Fabian Peters auf der Evangelischen Landessynode in Württemberg, dass der Mitgliederschwund der Landeskirche weiterhin anhält. Er geht davon aus, dass von den momentan noch rund zwei Millionen Mitgliedern im Jahr 2060 nur eine Million übrig sein würden. Doch im Moment sprudeln noch die Kassen. 

Skeptiker 2-2019 erschienen

Die neue Ausgabe der Zeitschrift "Skeptiker" diskutiert die Debatte um die Gesundheitsgefahr von Feinstaub und Dieselabgasen und geht der Frage nach, wie wirksam Antidepressiva sind. Außerdem berichtet ein ehemaliger Mitarbeiter von "klagemauer.tv" über die Ideologien und Absichten des "alternativen Medienportals".

Cover

Rezension

Fremde Feinde

Verhaftet, angeklagt, hingerichtet. Der Prozess gegen Nicola Sacco und Bartolomeo Vanzetti gilt als einer der unfairsten der amerikanischen Justizgeschichte. Die Beweislage, die den beiden italienischen Einwanderern die Schuld an einem Raubmord gab, war brüchig. Sie mussten am 23. August 1927 sterben – trotz weltweiter Proteste. Waren sie unschuldig?

Weitere Rezensionen

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Das Thermometer zeigt fast 40 Grad

Sorge ums Klima, Zweifel an der Politik

Extreme Wetterereignisse machen die Folgen der Erderwärmung immer deutlicher spürbar, doch die Akzeptanz für staatlichen Klimaschutz sinkt in Deutschland. Das aktuelle „Soziale Nachhaltigkeitsbarometer der Transformation“ zeigt: Während die Klimakrise vielen Menschen Sorge bereitet, betrachten sie Klimaschutz-Maßnahmen dennoch mit Skepsis – aus Angst vor finanzieller Überlastung und fehlendem Vertrauen in die Politik.

Landtag Sachsen-Anhalt

Die Union in der Zwickmühle

Am 6. September könnte Sachsen-Anhalt politisch Geschichte schreiben: Erstmals wäre eine AfD-Alleinregierung möglich und die CDU droht dabei, unabhängig vom Wahlausgang, zum eigentlichen Verlierer zu werden. Gelingt es der AfD nicht, eine absolute Mehrheit zu erringen, steht die Union vor einer kaum lösbaren Zwickmühle zwischen einer Zusammenarbeit mit AfD oder Linken. Welche Konstellation auch immer am Ende entsteht: Für die CDU könnte die Landtagswahl zur innerparteilichen Zerreißprobe werden.

Christus spricht zu den Jüngern

Jesus als Geschäftsmodell

Wenn Jesus vor 2.000 Jahren gewusst hätte, was seine Jünger einst mit seinem Namen anstellen würden, hätte er womöglich seine Mission und sein Wirken überdacht. Der „Sohn Gottes“ ist allerdings entschuldigt, schließlich war er überzeugt, dass er mit seinem Kommen das Ende der Zeit eingeläutet hatte. Doch seine Heilsgeschichte nahm eine andere Entwicklung.

Itamar Ben-Gvir

Kein Beweis für Völkermord, aber ein Warnsignal

Itamar Ben-Gvir fordert die gezielte Tötung von Palästinensern in Gaza und spricht ihnen offen ihre Menschlichkeit ab. Seine Äußerungen sind kein Beweis für einen Völkermord, offenbaren aber eine erschreckende politische Verrohung. Warum gerade diese Unterscheidung zwischen politischer Haltung, Kriegsverbrechen und Genozid entscheidend ist.

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Das Ende vom Ende der bayerischen Homöopathie-Studie

Die mit großem politischem Nachdruck auf den Weg gebrachte bayerische Homöopathiestudie ist endgültig beendet. Während der Start des Projekts noch politisch selbstbewusst mit der (unhaltbaren) Perspektive verbunden war, einen Beitrag zur Bekämpfung von Antibiotikaresistenzen zu leisten, fand sein Ende nahezu unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Der Abschlussbericht wurde im europäischen Studienregister hinterlegt. Auf der Fußmatte der Hintertür sozusagen.

Skeptisch blickende Frau

Das Geschäft mit der „verunreinigten“ Frau

Die Vorstellung, frühere Sexualpartner würden eine Frau dauerhaft prägen, gilt in der modernen Genetik seit über hundert Jahren als widerlegt. Dennoch wird heute im deutschsprachigen Raum mit der Telegonie und ihrer angeblichen „Löschung“ gegen Bezahlung geworben. Eine Recherche über eine pseudowissenschaftliche Lehre, die ein esoterisches Geschäftsmodell mit hoher ideologischer Anschlussfähigkeit geworden ist.

Plakat der Ausstellung „Demokratie und Humor“

Die Demokratie im Spiegel von Wort und Bild

In welchem Verhältnis stehen eigentlich Demokratie und Humor? Gewährleistet Demokratie die Freiheit der komischen Kunst? Oder ist der Humor eine der kontrollierenden Gewalten, die dafür sorgt, dass diese Freiheit nicht verschwindet? Gerade wurde eine Ausstellung eröffnet, deren Werke dazu einladen, über diese Frage nachzudenken. Mit dabei sind auch „Spott sei Dank“-Karikaturen, die beim hpd erschienen sind.

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Steffen Mau hat in seiner Analyse „Die vielen Krisen der Demokratie“ präzise seziert, woran die liberale Demokratie derzeit krankt. Seine Bestandsaufnahme ist zutreffend – aber dennoch unvollständig. Denn sie benennt zwar die Symptome, nicht aber die wohl wichtigste gemeinsame Ursache der gegenwärtigen Verwerfungen.

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Manche gingen leider für immer

In diesem Jahr feiert der Humanistische Pressedienst (hpd) sein 20-jähriges Jubiläum und lässt Ereignisse aus dieser Zeit Revue passieren. Der frühere Chefredakteur Frank Nicolai arbeitet seit Mitte 2009 für den hpd und hat seitdem viele Menschen im Umfeld der Redaktion kommen und gehen sehen. Manche gingen leider für immer. Eine persönliche Rückschau.

Sachbearbeiterin mit Kopftuch

Grundgesetz oder Scharia – beides zusammen geht nicht

Wer Beamtin oder Beamter werden will, muss „die Gewähr dafür bieten, jederzeit für die freiheitliche Grundordnung im Sinne des Grundgesetzes einzutreten“. So sagt es Paragraf 7 des Beamtenstatusgesetzes. Engagiert sich eine Person innerhalb einer Organisation, deren Ziele ganz anders gelagert sind, nämlich eine islamistische Staats- und Gesellschaftsordnung auf Grundlage der Scharia zu errichten, so passt dieses Engagement so gar nicht zu den für Beamte geltenden Vorgaben. Eine solche Person kann daher nicht Beamtin oder Beamter werden. Eben dies entschied das Verwaltungsgericht Karlsruhe in einem Urteil vom 30. Juli 2026 (Aktenzeichen Az. 12 K 8295/25).

Der Vorstand von ISAH Saarland

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Am Montag fand in Saarbrücken die Gründungsversammlung der Initiative „ISAH Saarland“ statt, auf der sich ein bisher informeller Kreis säkularer Humanisten als Verein organisierte. Die „Initiative Säkularität, Aufklärung und Humanismus Saarland“ (ISAH Saarland) hat sich zum Ziel gesetzt, zukünftig die Interessen konfessionsfreier, humanistisch orientierter Menschen im Land öffentlich zu vertreten.

Plakat C2C Congress 2026

Lösungen für eine bessere Zukunft

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Cover

Fremde Feinde

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