Thailand

Mann stirbt bei Unsterblichkeitsbeweis

Im thailändischen Chiang Mai hat sich ein Mann bei dem Versuch, seine Unsterblichkeit zu beweisen, selbst erstochen. Es war nicht sein erster Unsterblichkeitsbeweis. Jedoch der erste, der schiefging. Bisher war das Schwert immer ordnungsgemäß abgebrochen.

Nach Berichten des thailändischen Medienportals sanook.com und der International Business Times führte der 25-jährige Theprit Palee Ende April im nordthailändischen Chiang Mai einen traditionellen Tanz zu Ehren der Geister der Vorfahren auf. Palee, der als hellseherisches Medium betrachtet wurde, folgte dieser Tradition bereits seit Jahren.

Auch den Höhepunkt des Tanzes hatte er schon oft erfolgreich gemeistert: Um die eigene Unsterblichkeit zu beweisen wird ein Schwert auf die eigene Brust gesetzt und hineingedrückt. In den Vorjahren war die Klinge des Schwertes bei der Vorführung an Palees Brust regelmäßig zerbrochen. In diesem Jahr jedoch drang sie in seine Brust ein und tötete ihn.

Ob die Geister der Vorfahren verstimmt waren, Palee das Brustmuskeltrainig vernachlässigt hatte oder sein Schwert einfach nicht so gut präpariert war wie in den Vorjahren, ist bislang ungeklärt.

Kommentare (5)

Hans Trutnau (nicht überprüft)

Fr. 5 Mai 2017 - 01:11

Tja - shit happens.

Klaus Bernd (nicht überprüft)

Fr. 5 Mai 2017 - 12:59

Er hätte Bertrand Russel lesen sollen. In seinem Buch "Unpopuläre Betrachtungen" erzählt er von einer Prophetin, die behauptete übers Wasser laufen zu können. Als alle Gläubigen versammelt waren, um das zu sehen, fragte sie theatralisch, ob alle glaubten, dass sie das könne. Die gesamte zu Tausenden versammelte Gemeinde antwortete mit einem einstimmigen "Ja". "Dann brauche ich es euch ja nicht vorzuführen", erklärte daraufhin feierlich die Prophetin und ging - über Land - nach Hause.
Ja, Lesen bildet und kann sogar Leben retten.

awmrkl (nicht überprüft)

Sa. 6 Mai 2017 - 06:14

Darwin-Award - das ist genau die richtige Kategorie!
Wenn nur alle Idioten so konsequent wären ...

Andreas Kyriacou (nicht überprüft)

Sa. 6 Mai 2017 - 18:19

Das Experiment zeigt:
Auch eine Single-Subject-Versuchsanordnung mit AB-Design kann solide Ergebnisse liefern.

Daniela Wakonigg

Die Autorin ist studierte Philosophin, Theologin und Germanistin. Sie lebt in Münster (Westf.) und arbeitet als freie Autorin und Journalistin für Hörfunk- und Print-Medien. Sie ist u. a. Redakteurin der Zeitschrift MIZ und war von 2016 bis Anfang 2024 stellvertretende Chefredakteurin des hpd.

Weitere Artikel der Autorin
Unterstützen Sie uns auf Steady!

Mehr lesen über:

Verwandte Artikel