Daniela Wakonigg

Die Autorin ist studierte Philosophin, Theologin und Germanistin. Sie lebt in Münster (Westf.) und arbeitet als freie Autorin und Journalistin für Hörfunk- und Print-Medien. Sie ist u. a. Redakteurin der Zeitschrift MIZ und war von 2016 bis Anfang 2024 stellvertretende Chefredakteurin des hpd.

Artikel der Autorin

Das Kreuz mit den 1000 Kreuzen

Am vergangenen Samstag fand im westfälischen Münster der alljährliche 1000-Kreuze-Marsch christlicher Abtreibungsgegner*innen statt. Begleitet von zahlreichen Gegendemonstrant*innen und geschützt von Hunderten Polizisten.  

Mubarak Bala lebt

Im April wurde der Präsident der Humanistischen Vereinigung von Nigeria im islamischen Norden des Landes verhaftet. Der Vorwurf: Blasphemie. Nachdem monatlang nicht einmal sein Anwalt Kontakt zu Mubarak Bala aufnehmen durfte, verbreitete sich Anfang Oktober die Nachricht, dass Bala tot sei. Doch Bala lebt.

USA: Teenager und Religion

Die meisten US-amerikanischen Jugendlichen sagen von sich, dass sie die Religion oder Weltanschauung ihrer Eltern teilen. Allerdings ist für sie Religion wesentlich weniger wichtig als für ihre Eltern. Dies zeigt eine jüngst veröffentlichte Umfrage im Auftrag des US-amerikanischen Meinungsforschungsinstituts Pew Research Center.

Religiöse Riten wichtiger als Tierschutz?

Ein flämisches Gesetz verbietet die rituelle Schlachtung von Tieren ohne vorherige Betäubung. Gegen das Gesetz klagten jüdische und muslimische Vereinigungen. Der mit dem Verfahren befasste Generalanwalt des Europäischen Gerichtshofs schlägt sich auf ihre Seite. Er hält das flämische Gesetz für unionsrechtswidrig.

"Das war eines Rechtsstaates unwürdig"

Heute vor 20 Jahren wurde Enver Şimşek ermordet. Er war das erste Opfer einer Mordserie des "Nationalsozialistischen Untergrunds" (NSU). Die Ermittler versteiften sich so sehr auf die Hypothese, dass hinter der Serie eine "Türken-Mafia" steht, dass sie rechtsradikalen Terror nicht einmal in Erwägung zogen.

Berliner Justizsenator höhlt Neutralitätsgebot aus

Vergangene Woche gaben die Richter des Bundesarbeitsgerichts der Klage einer kopftuchtragenden muslimischen Lehrerin statt und erklärten, dass sie ein pauschales Verbot des Tragens religiöser und weltanschaulicher Symbole im Unterricht trotz des Berliner Neutralitätsgesetzes für nicht zulässig halten. Eine Einzelfallentscheidung, die der Berliner Justizsenator Dirk Behrendt (Bündnis 90/Die Grünen) nun jedoch umgehend zum Anlass nahm, auch muslimischen Rechtsreferendarinnen das Kopftuch im Gerichtssaal zu erlauben. Die Säkularen Grünen zeigen sich entsetzt über die Entscheidung ihres Parteigenossen.

Zum Prozessauftakt: Charlie Hebdo veröffentlicht Mohammed-Karikaturen

Der tödliche Anschlag auf die Redaktion der französischen Satirezeitschrift Charlie Hebdo schockierte vor fünfeinhalb Jahren die Welt. Gestern hat in Frankreich der Prozess gegen mutmaßliche Komplizen der Attentäter begonnen. Zum Prozessauftakt veröffentlichte Charlie Hebdo erneut jene Mohammed-Karikaturen, die den Islamisten 2015 als Anlass für ihren Anschlag gedient hatten.

Deutliche Mehrheit befürwortet Corona-Maßnahmen

Am Wochenende dominierten Bilder demonstrierender Gegner der Corona-Maßnahmen die Medien. Die starke Berichterstattung gaukelt eine gesellschaftliche Relevanz der "Corona-Rebellen" vor, die sie nicht haben. Sie stellen eine Minderheit dar. Die deutliche Mehrheit der Menschen in Deutschland und weltweit befürwortet die staatlichen Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung vor dem Coronavirus.