Konfessionslosenverband sieht sich im Aufwind

KÖLN. (ibka/hpd) Seine Anliegen verstärkt in die Gesellschaft hineintragen möchte der Internationale Bund der Konfessionslosen und Atheisten (IBKA). Dies war das Hauptthema der Mitgliederversammlung vom 25.-27. September 2009 in Köln.

Steigende Mitgliederzahlen

"Der kontinuierliche Anstieg der Mitgliederzahlen zeigt, dass wir mit unserem Ansatz, nichtreligiöse Menschen politisch zu organisieren, auf dem richtigen Weg sind", sagte René Hartmann, Erster Vorsitzender des IBKA. Die Zahl der Mitglieder nahm innerhalb eines Jahres um über 20% zu. Auch in den Vorjahren konnte der IBKA ähnlich hohe Wachstumsraten verzeichnen.

Vorstand vergrößert

In den neuen Vorstand wurden gewählt: René Hartmann als Erster Vorsitzender, Rudolf Ladwig als Zweiter Vorsitzender, Christian Brücker als Finanzleiter, Ellen Kühl-Murges als Schriftführerin sowie Gabi Bokeloh, Petra Daheim und Thorsten Renner als Beisitzer. Damit vergrößerte sich die Zahl der Vorstandsmitglieder von vier auf sieben.

Sachthemen spielten auf der Versammlung eine wichtige Rolle. Eines davon war die so genannte Vortrauung, d.h. die Frage der Zulässigkeit einer religiösen Trauung vor der zivilen Trauung. Ein weiteres Thema war der Ethikunterricht.

"Mission Statement"

Fragen der Strategie und der konkreten politischen Arbeit wurden ebenfalls diskutiert. Ein „Mission Statement“ wurde beschlossen, das die Vermittlung der Verbandsziele gegenüber Öffentlichkeit, Medien und Politik erleichtern soll:

Im IBKA haben sich nichtreligiöse Menschen zusammengeschlossen, um die allgemeinen Menschenrechte - insbesondere die Weltanschauungsfreiheit - und die konsequente Trennung von Staat und Religion durchzusetzen. Er tritt ein für individuelle Selbstbestimmung, will vernunftgeleites Denken fördern und über die gesellschaftliche Rolle von Religion aufklären.

Der IBKA fordert damit einen konsequent weltanschaulich neutralen Staat und wendet sich unter anderem gegen den staatlichen Einzug der Kirchensteuer, den konfessionellen Religionsunterricht an öffentlichen Schulen und die staatlich finanzierte Theologie an Hochschulen. Damit sieht er sich als Vertreter der Interessen des wachsenden konfessionslosen Bevölkerungsanteils.

Rainer Ponitka