Die Zuwanderungsdebatte macht der Öffentlichkeit bewusst, dass die Zeiten der Vergangenheit angehören, in denen vorwiegend zwei Kirchen mit einem Buch das Wertegerüst unserer Gesellschaft bestimmten oder zu bestimmen meinten. Deutschland ist kulturell vielfältig, nicht nur wegen einer wachsenden Zahl an Flüchtlingen. Die einen begrüßen dies, bei anderen werden Ängste geweckt. Integration ist das Zauberwort, Zergliederung der Gesellschaft in kulturell und schlimmstenfalls auch räumlich getrennte Subkulturen mit Recht ein Schreckgespenst.
WARSCHAU/BERLIN. (hpd) Die polnische Bischofskonferenz teilte kürzlich mit, dass im vergangenen Schuljahr noch rund 90 Prozent der Schüler am Religionsunterricht teilnahmen, in der Oberstufe nur noch 85 Prozent. Manfred Isemeyer befragte dazu in Warschau Andrzej Wendrychowicz, den Gründer und Verantwortlichen der polnischen Internetplattform "Ethik in der Schule".
Der Bildungsminister von Luxemburg, Claude Meisch, hält weiterhin an der geplanten Abschaffung des Religions- und Ethikunterrichts zugunsten eines einheitlichen Werteunterrichtes fest.
BOCHUM. (hpd) Mitglieder der Initiative “Religionsfrei im Revier” (RiR) verteilten an Lehrer und Schüler des Städtischen Marien-Gymnasiums Werl einen Flyer mit dem Titel “Reli adieu! Inklusion: zusammen statt getrennt lernen”. Es gab dabei von keiner Seite Berührungsängste, und die über die Aktion vorab informierte Polizei erledigte ihre Aufgabe mit freundlicher Aufmerksamkeit.
LEIPZIG. (hpd) Das gestrige Urteil des Bundesverwaltungsgericht wird vom IBKA und dem HVD und weiteren Stimmen aus der atheistischen, humanistischen Szene sehr unterschiedlich kommentiert. Kein Wunder, geht es doch bei Ethik- und Lebenskundeunterricht um ganz unterschiedliche Ansätze und juristische Fragen.
LEIPZIG. (hpd) Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig hat heute entschieden (BVerwG 6 C 11.13), dass das Grundgesetz den Verordnungsgeber in Baden-Württemberg nicht verpflichtet, ein Schulfach Ethik für diejenigen Schüler in der Grundschule vorzusehen, die nicht am Religionsunterricht teilnehmen.
Heute entscheidet das Bundesverwaltungsgericht Leipzig über die Klage einer Mutter, die erreichen möchte, dass ihre Kinder im Grundschulalter das Recht haben müssen, an einem Ethikunterricht teilnehmen können.
(hpd) Anton A. Buchers Büchlein – anders kann man diese nach Abzug des Inhaltsverzeichnisses, der Erläuterungen, Leerseiten und grafischen Darstellungen diverser Statistiken, nicht einmal 100 Seiten umfassende Schrift, kaum nennen – ist weder ein Sachbuch noch eine Studie. Es entspricht auch keinem anderen geläufigen Schema. Es ist das erste Beispiel für eine neugegründete Schrift-Gattung, nämlich der Protestnote in Buchform.
BRIG-GLIS. (hpd) Der Bischof von Sitten schickte im letzten Frühjahr eine Ethiklehrerin in die Wüste. Jetzt hat sie einen ersten Teilsieg errungen: Der Walliser Staatsrat hat eine Beschwerde der Ethik- und Religionslehrerin Edith Inderkummen teilweise gutgeheissen und ihr eine nachträgliche Entschädigung für den Lohnausfall zugesprochen.
WIEN. (hpd) Die Diskussion um Ethikunterricht an Österreichs Schulen wird wird in den nächsten Tagen neu entflammen. In seinem neuen Buch fordert der katholische Theologe Anton Bucher, der Unterricht müsse flächendeckend eingeführt werden. Unterstützt von katholischen Medien, die ihn nur allzu gerne missverstehen.
BRIG-GLIS. (hpd) Laut Lehrplan 21 tritt das konfessionsneutrale Fach "Ethik-Religion-Gemeinschaft" (ERG) an die Stelle des bisherigen konfessionellen Religionsunterrichts in der Schweiz.
BRIG-GLIS. (hpd) Nach der Kruzifix-Affäre im Jahr 2010 zeigen die klerikalen und säkularen Kreise im Wallis erneut grosse Mühe mit der verfassungsmässigen Einhaltung der Glaubens- und Gewissensfreiheit. Betroffen ist diesmal die Religions- und Ethiklehrerin Edith Inderkummen, welche an der Orientierungsschule von Brig unterrichtete.
WIEN. (hpd) In Österreich könnte es einen Ethikunterricht für alle geben – oder auch nicht. Die politische Willensbildung ist nicht abgeschlossen. Die Verfechter diverser Konzepte bringen sich vor allem über (Gast-)Kommentare in Zeitungen in Stellung. Mit teils skurrilen Blüten.
WIEN. (hpd) Bald soll er doch kommen, der flächendeckende Ethikunterricht in Österreich. Für die Religionsgemeinschaften zu flächendeckend. Sie protestieren heftig gegen einen Vorschlag aus dem Unterrichtsministerium. Ihre Argumente muten teilweise wirr an.