Der Publizist Alex Feuerherdt und der Politikwissenschaftler Florian Markl kritisieren in ihrem Buch "Vereinte Nationen gegen Israel. Wie die UNO den jüdischen Staat delegitimiert" die im Titel angesprochene absonderliche Verurteilungspraxis.
Seit 2002 veröffentlicht das Bielefelder Institut für Konflikt- und Gewaltforschung seine Studien zur Verbreitung von "Gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit" in der Mitte der Gesellschaft. In der Ausgabe für 2018/19 findet man wieder beachtenswerte Erkenntnisse über Ausmaß und Verteilung, es sind aber auch kritische Anmerkungen notwendig.
Die beiden Diskursanalytiker Romy Jaster und David Lanius gehen in "Die Wahrheit schafft sich ab. Wie Fake News Politik machen" dem gemeinten Phänomen definitorisch wie wirkungsbezogen nach. Dabei ist ein informativer Band in aufklärerischer Absicht entstanden, wenngleich die Definition nicht so trennscharf wie gemeint ist.
Wikipedia listet ohne Anspruch auf Vollständigkeit für das 20. Jahrhundert sechzig und für das 21. Jahrhundert bereits zehn bedeutende Verschwörungstheorien auf. Der Physiker Holm Gero Hümmler, engagiertes Mitglied der Gesellschaft zur Wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften e. V. (GWUP), beschreibt die dahinterliegenden Phänomene und lotet sie an sechs großen Beispielen aus.
Die britische Journalistin Catrine Clay beschreibt in "Trautmanns Weg. Vom Hitlerjungen zur englischen Fußball-Legende" die Entwicklung eines ehemaligen Weltkriegssoldaten im Land seiner früheren Feinde. Auch wenn die Biographie für sich nicht unbedingt die gelungenste Lebensbeschreibung ist, wird hier doch exemplarisch auch die politische Kraft des Sports deutlich.
Der promovierte Philosoph Jan Skudlarek legt in seinem Buch "Wahrheit und Verschwörung" eine Erörterung zu Fake News und Konspirationsvorstellungen vor. Auch wenn die Arbeit ein wenig zu "cool" formuliert und fragmentarisch angelegt ist, findet man doch einige wichtige Reflexionen, auch und gerade zu den Folgen von "gefühlten Wahrheiten".
Christian Heilbronn, Doron Rabinovici und Natan Sznadier haben einen Sammelband zum "Neuen Antisemitismus" herausgegeben, welcher eine "Fortsetzung einer globalen Debatte" als Neuausgabe mit alten und neuen Texten enthält.
Wer Martin Moder als Science-Slammer, Science Buster und Buchautor ("Treffen sich zwei Moleküle im Labor") kennt, weiß, was ihn erwartet: Seriöse Wissenschaft, locker leicht – nicht seicht! – dargeboten; gekonnt nach alter Medienweisheit: "Humor ist der beste aller Informationsträger".
Das Zentrum für Antisemitismusforschung an der TU Berlin hat seine neue Ausgabe des "Jahrbuchs für Antisemitismusforschung" veröffentlicht. Es enthält wieder eine Fülle von beachtenswerten Fallstudien zu unterschiedlichen Gesichtspunkten der Judenfeindschaft.
Nach "Islam in der Krise" (2017) widmet der Religions- und Politikwissenschaftler Michael Blume sein neuestes Buch den "tiefen Ursachen des Antisemitismus", verbunden mit dem Versuch, "das 'Mysterium' ein wenig zu enthüllen".
Ein fast faustisch anmutendes Projekt unternimmt Christoph Meißelbach mit seinem umfangreichen und ausdifferenzierten Buch "Die Evolution der Kohäsion. Sozialkapital und die Natur des Menschen". Sein Anspruch ist es letztlich eine Brücke zu schlagen von der Philosophie (ontologischer Realismus), über die Gesellschaftswissenschaften zu den Naturwissenschaften (biologische Evolution).
Die "Aktion Unterholz" gab die Broschüre "Mama, dieser Stock auch?" zu den Protesten im Hambacher Forst heraus, worin Selbstermächtigung und ziviler Ungehorsam beschworen werden. Der Blick in den Text macht indessen deutlich, dass nicht wenige Auffassungen zumindest undurchdacht sind und auf eine Legitimation von Gewalt hinauslaufen können.
Der schwedische Journalist Jan Stocklassa legt in seinem Buch "Stieg Larssons Erbe" eine Recherche zum Mord an Olof Palme vor, wobei der die Aufarbeitung des Falls durch Stieg Larsson fortsetzt. Auch wenn dies auf den ersten Blick wie die Fortsetzung eines Krimis mit Konspirationsphantasien klingt, liefert der Autor nachvollziehbare Indizien für eine Erklärung, ohne von der endgültigen Wahrheit zu sprechen.
Der bekannte US-amerikanische Politikwissenschaftler Francis Fukuyama legt mit "Identität. Wie der Verlust der Würde unsere Demokratie gefährdet" seine Stellungnahme zur Legitimationskrise liberaler Demokratien vor. Seine Auffassung, wonach diese an mangelnder Identität und Würde liege, ist nicht neu und wurde auch schon mal besser begründet, gleichwohl ist sicherlich als ein Erklärungsansatz nicht falsch.
Arye Sharuz Schalicar, der es von der Berliner Graffiti-Szene bis zum Direktor in einem israelischen Ministerium gebracht hat, kritisiert in seinem Buch "Der neu-deutsche Antisemit. Gehören Juden heute zu Deutschland?" insbesondere einen israelfeindlichen Antisemitismus.