Wahlen

Das "100-Tage-Programm" des "Team Sebastiani"

Der Richtungsstreit bei den deutschen Skeptikern ist erstmal entschieden

Am vergangenen Samstag um 17:45 Uhr waren die Stimmen ausgezählt und es stand fest, dass die Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften (GWUP) einen neuen Vorstand hat. Mit "Team Sebastiani" hat sich der universalistische Flügel durchgesetzt. Die Mitgliedschaft hofft, dass die inhaltliche Arbeit in der wichtigsten deutschsprachigen Skeptikerorganisation nun wieder in den Vordergrund rückt und sachliche Differenzen konstruktiver ausgetragen werden als in den vergangenen Monaten.

Helsinki

Finnland: Neuer Präsident Stubb für Trennung von Staat und Kirche

Zum 1. März wird Alexander Stubb von der Nationalen Sammlungspartei neuer Präsident Finnlands. Bezüglich der Außenpolitik, besonders im Hinblick auf Russland, werden zur aktuellen Politik seines Vorgängers Niinistö keine großen Veränderungen erwartet. Nachdem Stubb sich in einer Diskussion mit Erzbischof Kari Mäkinen vor einigen Jahren jedoch für eine Trennung von Politik und Religion ausgesprochen hatte, setzen säkulare Menschen Hoffnungen darauf, dass religiöse Einflüsse keinen weiteren Boden in der finnischen Politik gewinnen.

Von der Menge aufgestellter Galgen während des Sturms aufs Kapitol 2021 in Washington, D.C.

Politische Gewalt, QAnon, christlicher Gründungsmythos: Die USA leben in fragmentierten Realitäten

Die Bereitschaft zu politischer Gewalt steigt, während sich QAnon weiter in der politischen Landschaft ausbreitet, zeigt die alljährliche "American Value Survey" des Public Religion Research Institute (PRRI). Mittlerweile sind 25 Prozent der Bevölkerung überzeugt, Regierung, Medien und Bankensystem würden von satanistischen Pädophilen gesteuert – ein Anstieg von 66 Prozent über zwei Jahre. Die Befragung zeigt, dass die US-amerikanische Öffentlichkeit in fundamental verschiedenen Welten zu leben scheint.

Rechtspopulist Geert Wilders (2010)

Warum Wähler zur "Populisten-Keule" greifen

Die Angst der politischen Führung, das eigene Amt bei der nächsten Wahl zu verlieren, ist ein starker Anreiz, Wählerinnen und Wähler zufriedenzustellen. Vor allem wenn die möglichen Nachfolger einer populistischen Partei angehören, zeigen sich die Regierenden zu politischen Kurswechseln bereit. Die Drohung von Wechselwählern, künftig für Populisten zu stimmen, wirkt sich gravierend aus. Das sind Ergebnisse aus dem Diskussionspapier "Shaking Up the System: When Populism Disciplines Elite Politicians" vom EPoS Economic Research Center der Universitäten Bonn und Mannheim. 

Baltimore, Maryland (USA)

USA: Katholische Bischofskonferenz gibt Wahlempfehlung für Präsidentschaftswahl 2024 heraus

Vom 13. bis 16. November traf sich die US-amerikanische Bischofskonferenz in Baltimore im Bundesstaat Maryland. Dort wurde nicht nur gemeinsam gebetet, sondern auch die Besetzung von Posten, über Bücher und Statements abgestimmt. Unter anderem votierte eine Mehrheit der anwesenden Bischöfe für eine katholische Wahlempfehlung zur Präsidentschaftswahl im Jahr 2024. Während drinnen getagt wurde, hielt der vor kurzem gefeuerte Ex-Bischof Strickland mit einer Schar Gläubiger draußen Protestgebete ab.

IBKA wählt neuen Vorstand

Am vergangenen Samstag fand die Mitgliederversammlung des Internationalen Bundes der Konfessionslosen und Atheisten (IBKA) statt. Die Mitglieder wählten einen neuen Vorstand und diskutierten über zukünftige inhaltliche Schwerpunkte der Vereinsarbeit.