BERLIN. (hpd) "Ein faszinierender Aspekt der Evolutionstheorie ist", so Jacques Monod, "dass jeder denkt, er würde sie verstehen." Ein Mensch, der auf die Welt blickt, sieht stets einen Zweck in den Dingen. Die Beine eines Hasen, geschaffen, um zu rennen, die Zähne eines Fuchses, geschaffen um zu zerreißen. Doch was man sieht, entspricht nicht unbedingt dem, was ist…
MAINZ. (mpg) Jedes Jahr sterben weltweit 3,3 Millionen Menschen vorzeitig an den Folgen von Luftverschmutzung. Diese Zahl könnte sich bis 2050 verdoppeln, wenn die Emissionen ähnlich ansteigen wie bisher – das hat die Studie eines Teams um Forscher des Max-Planck-Instituts für Chemie in Mainz ergeben. Die Hauptquellen für schlechte Luft sind überraschenderweise nicht Industrie und Verkehr, sondern häusliche Kleinfeuer und die Landwirtschaft.
NIJMMEGEN/NL. (hpd/mpg) Wenn Menschen miteinander sprechen, kommt es leicht zu Verständnisproblemen. Manchmal hört man einzelne Worte nicht richtig, ein andermal sind die Zusammenhänge unklar. Oder man ist sich nicht sicher, das Wesentliche verstanden zu haben. Ein Team von Wissenschaftlern vom Max-Planck-Institut für Psycholinguistik in Nijmegen hat Mechanismen gefunden, mit denen weltweit Menschen Unklarheiten in Gesprächen aufdecken und die Kommunikation "reparieren".
ELTVILLE-ERBACH / RHODOS. (hpd) Unser Heimatplanet Erde ist von einer relativ dünnen festen Kruste überzogen, auf der wir zu überleben versuchen. Manchmal gelingt dies nicht, weil sich die Krustenteile ('Platten') gegenseitig ruckartig verschieben und verheerende Erdbeben auslösen, so wie 1999 in der NW-Türkei, 2004 im Indik vor Sumatra, 2010 auf Haiti, 2011 vor Japan, seit Ende April 2015 in Nepal und aktuell am 13.9.2015 im Golf von Kalifornien.
BERLIN. (hpd) Jan Lauwereyns gehört einer neuen globalen Cross-over-Schriftstellergeneration an. Der junge Flame ist Neurophysiologe an einem Forschungsinstitut in Tokio und schreibt auf Niederländisch und Englisch: bislang Gedichte. Nun hat er einen Roman, einen Wissenschaftsroman, vorgelegt: "Monkey Business", was auf Englisch soviel wie Unfug bedeutet. Darin erzählt ein Versuchsaffe.
LEIPZIG. (hpd/mpg) Fingerzeig und pantomimisches Spiel sind wichtige Bestandteile der menschlichen Kommunikation. Doch bei Tieren gab es für diese Art der Kommunikation bisher kaum Belege.
BONN. (hpd) Der Philosoph Karl Hepfer arbeitet in seinem Buch "Verschwörungstheorien. Eine philosophische Kritik der Unvernunft" entgegen des Untertitels hauptsächlich die erkenntnistheoretischen Dimensionen von Konspirationsvorstellungen auf. Dies geschieht mitunter ein wenig essayistisch und unsystematisch, bringt aber Analyse und Forschung weiter.
BERLIN. (hpd) Nicht wie Thomas Nagel einst fragte – Wie fühlt es sich an, eine Fledermaus zu sein? - nein, wie fühlt es sich an, ein Habicht zu sein, das ist für Helen Macdonald die Frage. Eine praktische Frage, sie ist Falknerin, und eine literarische, sie ist Dozentin für Wissenschaftsgeschichte in Cambridge und schreibt eine wunderbare Prosa.
LEIPZIG. (hpd/mpg) Anders als bei den meisten Säugetieren gibt es bei männlichen Orang-Utans zwei unterschiedliche morphologische Typen: Einige entwickeln in ihren Gesichtern "Backenwülste", andere nicht. Ein Forscherteam unter der Leitung von Graham L. Banes und Linda Vigilant vom Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie in Leipzig untersuchte den Fortpflanzungserfolg von Kusasi, dem ehemaligen dominanten Männchen in Camp Leakey im Tanjung Puting Nationalpark in Indonesien, und verglich ihn mit dem Erfolg nicht dominanter Männchen ohne Backenwülste.
MÜNCHEN. (hpd/mpg) Traumatische Erfahrungen noch vor der Schwangerschaft führen zu epigenetischen Veränderungen bei den betroffenen Eltern und deren Kindern.
LEIPZIG. (hpd/mpg) Das Sammeln von Kotproben und die Analyse des darin enthaltenen Erbguts brachte ein Forscherteam auf die Spur einer unerwartet großen Schimpansenpopulation: Etwa dreimal so viele Tiere wie erwartet leben in zerstückelten Waldgebieten in der Nähe menschlicher Siedlungen in Uganda. Schimpansen scheinen also, zumindest auf kurze Sicht, besser mit der Lebensraumverschlechterung umgehen zu können als bisher angenommen.
MAINZ. (hpd/mpg) Politische und wirtschaftliche Krisen sowie internationale Konflikte können sich kurzfristig und drastisch auf die Schadstoffemissionen in einer Region auswirken. Das haben Forscher des Max-Planck-Instituts für Chemie am Beispiel des Nahen Ostens herausgefunden.
BERLIN. (hpd) Junge Eltern meinen oft genau zu wissen, warum ihre Säuglinge ihre Pieps-Laute ausstoßen. Warum es die Bonobos im Kongo tun, wissen die Forscher der Universitäten Birmingham und Neuenburg Zanna Clay, Jahmaira Archbold und Klaus Zuberbühler nicht. Die Laute werden von diesen Primaten zu den vielfältigsten Anlässen ausgestoßen, beobachteten sie, und genau deshalb sehen die drei Wissenschaftler in ihnen einen Schritt zur Sprache.
RADOLFZELL. (hpd/mpg) Die Tötung des Löwen Cecil durch einen Großwildjäger in Simbabwe hat weltweit Empörung ausgelöst. Forscher der Universität Oxford hatten das Tier mit einem Senderhalsband ausgestattet, um so sein Verhalten besser beobachten zu können. Nur dank dieses Senders konnte der Tod Cecils aufgeklärt werden.
NÜRNBERG. (hpd) Die Schwerpunktausgabe für das Jahr 2015 zum Thema "Transhumanismus" von "Aufklärung und Kritik", der umfangreichen Vierteljahreszeitschrift der Gesellschaft für Kritische Philosophie Nürnberg, ist erschienen. Als Übersicht der vielfältigen Artikel und Themen hat die Redaktion dem hpd wieder das Vorwort zu Verfügung gestellt.