WEIMAR. (hpd) Nur maximal 30 Prozent der Thüringer sind noch Mitglied einer christlichen Kirche. Der Katholikenanteil daran beläuft sich etwa auf ein Viertel; Tendenz bei beiden Konfessionen: weiter abnehmend. Und das Interesse am Religionsunterricht hält sich in Grenzen, besonders augenfällig ist das bei Berufsschülern. Bei letzteren, sie sind ja "religionsmündig", tendiert die Teilnehmerzahl gegen Null.
KONSTANZ. (hpd) Die "Humanistische Alternative Bodensee" (HABO) hat mit scharfen Worten die getroffene Vereinbarung des Kultusministeriums Baden-Württemberg mit den christlichen Kirchen kritisiert, wonach eine Kooperation in Ganztagesschulen angestrebt wird.
BERLIN. (hpd) Die Anthroposophie versucht seit Jahren, Rudolf Steiner ein neues, positives und neutrales Image zu geben: weg vom "verstörenden" Esoteriker Steiner, hin zum bedeutenden Philosophen Steiner. Dass sich ein nach aussen hin renommierter Verlag, der "Frommann-Holzboog Verlag", an dem anthroposophischen Betrug beteiligt, überrascht.
TRIER. (hpd) Die beiden Psychologinnen Karin Weyer und Susanne Stroppel schildern ihre Auseinandersetzung mit einem katholischen Kindergarten und kritisieren die dort stattfindende religiöse Indoktrination.
ERFURT. (hpd) Die Finanzhilfe des Landes Thüringen für die Schulen in "freier Trägerschaft" soll von 133,9 Millionen Euro 2014 auf 146,2 Millionen Euro in diesem Jahr steigen. Das verlautet jetzt aus dem Ministerium für Bildung, Jugend und Sport. Eine solche Erhöhung von 12,3 Millionen Euro sieht der am 31. März 2015 erstmals im Kabinett behandelte Gesetzentwurf für die freien Schulen vor.
BERLIN.(fowid) Im Schuljahr 2014/15 haben sich insgesamt wieder mehr Berliner Schüler und Schülerinnen zum Humanistischen Lebenskundeunterricht angemeldet. Die Teilnehmerzahlen an den beiden großen konfessionellen Unterrichtsangebote haben sich nur geringfügig verändert, während sich ein neuer Trend zu entwickeln scheint. Der Anteil des sonstigen Weltanschauungs- und Religionsunterricht ist deutlich gegenüber dem Vorjahr gestiegen.
BERLIN. (hpd) Durch die "Transparenzoffensive" der katholischen Kirche kommt langsam ans Licht, weshalb sich die Bistümer im Hinblick auf ihre Finanzen bisher eher bedeckt gehalten haben: So nimmt die Kirche in Nordrhein-Westfalen quasi Darlehen bei sich selbst auf – und lässt den Staat die Zinsen zahlen.
MÜNCHEN.(hpd) Zum Thema „Evolutionslehre in der Grundschule“ veranstaltete der Bund für Geistesfreiheit, in Zusammenarbeit mit der LAG Laizismus (DIE LINKE), den Münchner Freidenkern und der Regionalgruppe der Giordano-Bruno-Stiftung ein Symposium. Prof. Dr. Dittmar Graf vom Institut für Biologiedidaktik an der Uni Gießen stellte das Projekt „Evokids“ vor und diskutierte darüber mit den überwiegend pädagogisch qualifizierten Zuhörern.
BONN. (hpd) Am 18. März 2015 wird das 11. Schulrechtsänderungsgesetz in 2. Lesung in den Landtag Nordrhein-Westfalen eingebracht. Die Reform des Schulgesetzes sieht vor, dass staatliche Bekenntnisschulen zukünftig bereits mit 50,1 Prozent der Elternstimmen in Gemeinschaftsgrundschulen umgewandelt werden können. Bislang sind noch 67 Prozent nötig.
AUGSBURG. (hpd) In einem zähen Ringen wurde das bayerische Kultusministerium dazu bewegt, Daten über die unterschiedlichen Staatszuschüsse bei privaten und kommunalen Schulen herauszugeben. Die Auskunft ist allerdings begrenzt auf Realschulen und Gymnasien.
WEIMAR. (hpd) Die Regionalgruppe Mittelthüringen im Förderkreis der Giordano-Bruno-Stiftung (kurz: gbs Mittelthüringen) kritisiert die jüngste Wortmeldung des neuen Erfurter Bischofs Ulrich Neymeyr. Dieser hatte sich in einem Interview gegenüber der Thüringer Allgemeine für die Einführung von islamischem Bekenntnisunterricht an Thüringer Schulen ausgesprochen.
WEIMAR. (hpd) Erst jüngst fuhr der Direktor des Zentrums für Religionspädagogische Bildungsforschung (ZRB) der Theologischen Fakultät an der Friedrich-Schiller-Universität, Prof. Dr. theol. Michael Wermke schwerstes Geschütz auf, als er öffentlich dazu aufforderte, an Berufsschulen den Religionsunterricht verpflichtend einzuführen, denn das Grundgesetz verlange dies und der gegenwärtige Zustand sei deshalb verfassungswidrig. War das nur ein einmaliger Ausrutscher, nur etwas Unredlichkeit?
Ein Schüler der Graf-Stauffenberg-Wirtschaftsschule im bayerischen Bamberg wurde wegen seines Protestes gegen Werbung der Bundeswehr in der Schule gemaßregelt.