DÜSSELDORF (hpd) Jeanny Passauer, Beirätin der Partei der Humanisten, verteidigt in einem offenen Brief das Recht ihrer Kinder, nicht zu einer religiösen Indoktrinierung gezwungen zu werden. Ihr staatlicher, konfessionsfreier Kindergarten gibt an, die Kinder in jedem Fall christlich zu erziehen. Die Landesverfassung definiert Ehrfurcht vor Gott als oberstes Ziel der Erziehung.
KÖLN. (hpd) Alle Jahre wieder stehen die Schulleiterinnen und Schulleiter von knapp 1.000 öffentlichen Bekenntnisschulen vor der Frage, welche Kinder sie an ihrer Schule aufnehmen dürfen oder müssen. Sie sind diejenigen, die letztlich über diese Frage entscheiden. Man sollte meinen, dass es Gesetze und Verordnungen gibt, die diese Fragen klar beantworten. Doch offenbar verlieren sich die Schulleiter öfter einmal im Dschungel der Gesetze und Verordnungen. Kein Wunder, gibt es doch fast jedes Jahr Änderungen am Schulgesetz und an den einschlägigen Verordnungen.
KÖLN. (hpd) In Deutschland sind Kirche und Staat getrennt. Entsprechend dürften religiöse Kriterien bei der Aufnahme an öffentlichen Schulen keine Rolle spielen. Und doch: Gerade einmal zwei Jahre ist es her, dass die Aufnahme eines Kindes vom Schulleiter einer Grundschule in Paderborn abgelehnt wurde, weil der Junge muslimisch war.
BERLIN. (hpd/press) Die Schüler der krisengeschüttelten "Odenwaldschule" sind am vergangenen Donnerstag in die Ferien gestartet. Die Privatschule stehe nun vor dem endgültigen Aus. Am 16. Juni 2015 stellte die Schule einen Insolvenzantrag. Ob es angesichts der großen Geldprobleme und des eingereichten Insolvenzantrages, ein nächstes Schuljahr geben wird, bleibt ungewiss. Die Odenwaldschule ist international anerkannt und galt als Vorzeigeinternat der Reformpädagogik.
FRANKFURT/BERLIN. (hpd/gew) Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) hat zurückhaltend auf den Gesetzentwurf zur Novellierung des Wissenschaftszeitvertragsgesetzes reagiert, den Bundesbildungsministerin Johanna Wanka (CDU) überraschend vorgelegt hat.
BERLIN. (hpd) Nicht zum ersten Mal werden Waldorfschulen im Zusammenhang von "Rechtsextremismus" auffällig. Erinnert sei hier nur an den "NPD-Waldorflehrer" Andreas Molau. Nun gibt es einen neuen Fall. Und alles bleibt beim Alten.
KONSTANZ. (hpd) Das Kultusministerium Baden-Württemberg verteidigt die mit den Kirchen des Landes getroffene Vereinbarung über die Mitwirkung der Religionsgemeinschaften an der Ganztagesbetreuung an Schulen.
WEIMAR. (hpd) Nur maximal 30 Prozent der Thüringer sind noch Mitglied einer christlichen Kirche. Der Katholikenanteil daran beläuft sich etwa auf ein Viertel; Tendenz bei beiden Konfessionen: weiter abnehmend. Und das Interesse am Religionsunterricht hält sich in Grenzen, besonders augenfällig ist das bei Berufsschülern. Bei letzteren, sie sind ja "religionsmündig", tendiert die Teilnehmerzahl gegen Null.
KONSTANZ. (hpd) Die "Humanistische Alternative Bodensee" (HABO) hat mit scharfen Worten die getroffene Vereinbarung des Kultusministeriums Baden-Württemberg mit den christlichen Kirchen kritisiert, wonach eine Kooperation in Ganztagesschulen angestrebt wird.
BERLIN. (hpd) Die Anthroposophie versucht seit Jahren, Rudolf Steiner ein neues, positives und neutrales Image zu geben: weg vom "verstörenden" Esoteriker Steiner, hin zum bedeutenden Philosophen Steiner. Dass sich ein nach aussen hin renommierter Verlag, der "Frommann-Holzboog Verlag", an dem anthroposophischen Betrug beteiligt, überrascht.
TRIER. (hpd) Die beiden Psychologinnen Karin Weyer und Susanne Stroppel schildern ihre Auseinandersetzung mit einem katholischen Kindergarten und kritisieren die dort stattfindende religiöse Indoktrination.
ERFURT. (hpd) Die Finanzhilfe des Landes Thüringen für die Schulen in "freier Trägerschaft" soll von 133,9 Millionen Euro 2014 auf 146,2 Millionen Euro in diesem Jahr steigen. Das verlautet jetzt aus dem Ministerium für Bildung, Jugend und Sport. Eine solche Erhöhung von 12,3 Millionen Euro sieht der am 31. März 2015 erstmals im Kabinett behandelte Gesetzentwurf für die freien Schulen vor.
BERLIN.(fowid) Im Schuljahr 2014/15 haben sich insgesamt wieder mehr Berliner Schüler und Schülerinnen zum Humanistischen Lebenskundeunterricht angemeldet. Die Teilnehmerzahlen an den beiden großen konfessionellen Unterrichtsangebote haben sich nur geringfügig verändert, während sich ein neuer Trend zu entwickeln scheint. Der Anteil des sonstigen Weltanschauungs- und Religionsunterricht ist deutlich gegenüber dem Vorjahr gestiegen.