Bildung

Ohne Regeln „von oben“ bist du frei

(hpd) Vor fünf Jahren machte das „Ferkelbuch“ gerade Furore. Das Jugendbuch „Gott gibt es wohl nicht“ des schwedischen Autors Patrik Lindenfors geht auch davon aus, dass es Götter nicht gibt und Ungläubigkeit in erster Linie Freiheit bedeutet. Trotzdem dürfte es kaum ins Visier einer wildgewordenen Familienministerin geraten.

Wolgograd heißt wieder Stalingrad

RUSSLAND. (hpd) Auf Beschluss der Stadtduma soll Wolgograd künftig wieder (zeitweilig) nach dem ehemaligen Sowjetdiktator Josef Stalin benannt werden, wie bereits von 1925 bis 1961. Damit erfahren die Veteranen der Roten Armee Würdigung, die der Wehrmacht im Zweiten Weltkrieg eine verheerende Niederlage beibrachten. Am 2. Februar 1943 siegte die Rote Armee in Stalingrad.

Müllers Pogrom

VATIKAN. (hpd) Erzbischof Müller, Ratzingers Nepot und zurzeit Vorstand der Glaubenskongregation, hat am Wochenende in einem Zeitungsinterview eine „Pogromstimmung“ gegenüber der katholischen Kirche in Deutschland ausgemacht. Ich traue meinen Augen und Ohren nicht. Ist der Mann noch bei Verstand? Ein Kommentar von Horst Herrmann

Opus Dei darf Schule in Potsdam eröffnen

BERLIN. (hpd) Das Bundesverwaltungsgericht (BVerwG 6 C 6.12 - Urteil vom 30. Januar 2013) hat für die Einrichtung eines privaten Gymnasiums nur für Jungen im Land Brandenburg den Weg freigemacht. Träger dieser Einrichtung wird eine dem erzkatholischen Opus Dei nahe stehende "Fördergemeinschaft der Schulen in freier Trägerschaft e.V." sein.

Ein Wort zur Beruhigung der Katholiken

BERLIN. (hpd) An diesem 30. Januar jährt sich die Machtergreifung der NSDAP zum 80. Mal. Dennoch war der zum Reichskanzler ernannte Hitler nicht vom ersten Tag seiner Amtszeit an ein Diktator. Zwar hatte er ausreichend viele Wähler hinter sich, um zum Kanzler aufzusteigen, doch längst noch nicht genug Milieus auf sich eingeschworen, um eine totalitäre Diktatur zu errichten. Vor allem viele Katholiken blieben gegenüber der NSDAP kritisch eingestellt.

Die Mädchen vom Zimmer 28

BERLIN. (hpd) Nicht schon wieder eine Ausstellung zur Ur-Schuld der deutschen Nazivergangenheit und deren Gräueltaten... das sind so die ersten Gedanken gewesen, als ich eine Einladung zur Vernissage „Die Mädchen vom Zimmer 28“ erhielt. Trotzdem ging ich in die „Stiftung Erinnerung Verantwortung Zukunft“ ... und das war gut so!

Isch geh Schulhof

FRANKFURT/M. (hpd/sh) Am 18.01.2013 lud die gbs Rhein-Main – Säkulare Humanisten (in Zusammenarbeit mit DiKOM e.V.) erneut zu einer Autorenlesung im Saalbau Gallus ein. Diesmal mit Philipp Möller, dem Pressereferenten der Giordano-Bruno-Stiftung, der sein Erstlingswerk „Isch geh Schulhof“ vorstellte.

Ist das Anthropozän ungerecht?

BERLIN. (hpd) Die in Millionen Jahren entstandene fossile Energie wird binnen kurzer Zeit erschöpft sein. Dabei haben wir wenig bedacht, inwieweit die fossile Energie mit der Idee der menschlichen Freiheit verbunden ist. So Dipesh Chakrabarty, der aus Indien stammt, im Rahmen des Anthropozän-Projektes im Haus der Berliner Kulturen der Welt.

Abkehr von der Opfer-Perspektive

(hpd) Peter Menasse, Chefredakteur des jüdischen Magazins NU in Österreich, formuliert in seinem Essay eine Kritik an der Instrumentalisierung des Antisemitismus-Vorwurfs und des Selbstverständnisses als Opfer. Sein damit einhergehender Appell an eine Neupositionierung jüdischer Identität wird leider beleglos, formal unstrukturiert und inhaltlich zugespitzt – eben essaystisch – vorgetragen.