Wissenschaft bietet "überzeugendere Erklärung" des Universums

Stephen Hawking negiert Existenz eines "Gottes"

Manchen christlichen Theisten, die an einen allmächtigen Gott glauben, genügt die Geschichte der Schöpfung, wie sie in der Bibel dargestellt wird, als Erklärung für die Entstehung des Universums. Der berühmte Kosmologe Stephen Hawking ist jedoch weniger begeistert von der Vorstellung, die Welt und alles in ihr sei durch das Schnippen allmächtiger Finger entstanden.

Der renommierte britische theoretische Physiker und Bestsellerautor, der für seine Theorie zu Zeit und Raum bekannt ist, sagte, dass die Wissenschaft eine überzeugendere Erklärung für die Entstehung des Universums biete und wies darauf hin, dass wissenschaftliche Fakten sich nicht gut mit den Wundern in Einklang bringen ließen, welche die Religion für wahr hält.

Hawking tätigte diese Aussagen im Zuge eines Exklusivinterviews mit Pablo Jauregui, einem Journalist bei der Zeitung El Mundo, während er sich für das Starmus Festival in Teneriffa, Spanien, aufhielt – ein Astronomie-Festival, bei dem er einen Vortrag über die Entstehung des Universums hielt.

Der Astrophysiker sagte, dass die Entstehung der Welt ein wissenschaftlich erklärbares Phänomen sei und nichts mit "Gott" zu tun habe, wobei er darauf hinwies, dass seine Theorien zur Entstehung des Universums mit der Vorstellung, die Welt sei von einem höheren Wesen erschaffen worden, nicht kompatibel seien.

"Bevor wir die Wissenschaft verstanden, war es selbstverständlich zu glauben, Gott hätte das Universum geschaffen, aber heute bietet die Wissenschaft eine überzeugendere Erklärung", sagte Hawking in einem Video, das El Mundo veröffentlichte.

Kommentare (7)

Hans Trutnau (nicht überprüft)

Fr. 24 Okt 2014 - 03:08

Ich reklamiere nicht, Stephen Hawking in jedem seiner Gedankengänge zu verstehen. Aber dass Evolution und Universum gerade in der NICHT-Annahme eines 'fingerschnippenden' (erklärungsbedürftigen) Schöpfers einen Sinn ergeben, ist schon deshalb vorzuziehen.

Pavlovic (nicht überprüft)

Fr. 24 Okt 2014 - 11:10

In heiligen Schriften wird gerade die Entstehung der Welt mit "fast nichts" an Schrifttum erläutert - die Entstehung der Welt mit wenigen Sätzen "hingeworfen". Völlig inhaltsleer und unglaubwürdig. Um wieviel interessanter ist es da eine Wissenschaftszeitung regelmässig zu lesen, da hier überlegt, geforscht, gesucht wird satt sich "nullkommanichts-Erklärungen" hinzugeben. Um wieviel spannender ist es vielleicht eines Tages die Frage aller Frage von sinnierenden Physikern beantwortet zu bekommen warum überhaupt etwas existiert und nicht vielmehr nichts. Wesenskern monotheistisch orientierter Argumentation ist aber die Niedertracht andere Meinungen aufs schärfste zu verachten und zu verunglimpfen - die Quelle dieses Verhaltens liegt in psychischen Erkrankungen. Zu lesen bei: monotheismus.wordpress.com Wer also seinen Kindern, Enkeln oder sonstigen Verwandten und Bekannten etwas gutes tun will schenkt ihnen ein Abonnement einer Wissenschaftszeitung wie z.B. Bild der Wissenschaft. Für jüngere Kinder ist Geolino gut lesbar (von der Zeitschrift Geo). Für die Herausbildung meiner eigenen wissenschaftlich-orientierten Sicht auf die Welt hat sich das Lesen von P.M. ab dem 9en Lebensjahr als bedeutend herausgestellt. Heute ist diese Zeitung aber nicht mehr zu empfehlen, da darin unkritisch über Esoterik und Religion geschrieben wird.

Joachim Datko (nicht überprüft)

Fr. 24 Okt 2014 - 16:39

Auch die Physik hat einen Anfangsmythos, den "Urknall". An einem Anfangsmythos, der gesetzt wird, kommt man scheinbar nicht vorbei. Anfangsmythen gibt es nicht nur bei Kulturen und Religionen.

Die Naturwissenschaften beschreiben die Phänomene, können die Welt aber nicht als Ganzes erklären, was sie auch nicht intendieren.

Joachim Datko - Physiker, Philosoph
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Jens Herbert (nicht überprüft)

Fr. 24 Okt 2014 - 19:19

Antwort auf von Joachim Datko (nicht überprüft)

Den Urknall "Mythos" zu nennen, das hat schon was... allerdings nichts, was man wirklich ernst nehmen kann. Da hat wohl jemand nicht begriffen, wie Wissenschaft funktioniert...

Joachim Datko (nicht überprüft)

Sa. 25 Okt 2014 - 13:13

Antwort auf von Jens Herbert (nicht überprüft)

Zu "Jens Herbert" Ich weiß nicht, wo ich argumentativ ansetzen kann, um mit Ihnen in eine sachliche Diskussion zu kommen. Was stört Sie an der Aussage, dass der "Urknall" ein Anfangsmythos ist? Für die Physik ist es der Startpunkt der Entwicklung des Universums und damit automatisch ein Anfangsmythos.

Stefan (nicht überprüft)

So. 26 Okt 2014 - 15:15

Antwort auf von Joachim Datko (nicht überprüft)

Der Urknall unterscheidet sich in einem wichtigen Punkt. Er passt in Theorien die an experimentell demonstrieren kann. Das heißt, es gibt viele Experimente die die Theorie unterstützen und klare Beschreibungen unter welchen Bedingungen die Theorie verworfen werden muss. Der biblische Schöpfungsmythos leistet nichts davon. Er ist pure Behauptung.

Joachim Datko (nicht überprüft)

So. 26 Okt 2014 - 17:19

Antwort auf von Stefan (nicht überprüft)

Zu Stefan:
- Zum Urknall gibt es keine Experimente, mit denen man etwas experimentell demonstrieren kann.
- Es gibt keine Experimente, die die Urknall-Theorie experimentell unterstützen.
- Es gibt keine Beschreibungen, zu Bedingungen unter denen die Theorie verworfen werden muss.

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