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"Genitale Selbstbestimmung und das soziale Umfeld"
Inzwischen sind 14 Jahre vergangen, seitdem das Kölner Landgericht die nicht-therapeutische Vorhautentfernung ("Beschneidung") bei einem Jungen als strafbare Körperverletzung bewertete. Die Politik beendete die öffentliche Debatte um Menschenrechte und Religionsfreiheit des betroffenen Kindes mit dem Paragrafen 1631d Bürgerliches Gesetzbuch und überlässt es seitdem Eltern und Erziehungsberechtigten, über nicht-therapeutische Eingriffe an männlichen Kindergenitalien zu entscheiden. Das internationale Bündnis zum Gedenken an das "Kölner Urteil" ruft indessen weiterhin zum Aktionstag des "Worldwide Day of Genital Autonomy" (WWDOGA) auf und fordert das Recht auf körperliche Unversehrtheit von Kindern aller Geschlechter weltweit.
Internationaler Tag gegen weibliche Genitalverstümmelung
Zum Internationalen Tag gegen weibliche Genitalverstümmelung melden sich die SOS-Kinderdörfer und Terre des Femmes zu Wort. Denn die geächtete Praktik ist keineswegs auf dem Rückzug.
Erfolgreiche Aktion am internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen am 25. November
Am 25. November, dem Internationalen Tag "Nein zu Gewalt an Frauen", legte Terre des Femmes den Fokus in diesem Jahr auf das Thema Partnerschaftsgewalt – und setzte mit einer Aktion am Brandenburger Tor in Berlin ein Zeichen, indem symbolisch ein Netz geknüpft wurde. Reges Interesse für die Aktion kam aus der Politik: Bundestagsabgeordnete von SPD, CDU, CSU, Bündnis 90/Die Grünen waren dabei, drei Ministerien waren vertreten sowie das Abgeordnetenhaus Berlin.
Offener Brief zum Welttag gegen die Todesstrafe
2025 wurden bislang 1.226 Menschen im Iran hingerichtet – rund zweieinhalbmal so viele wie im Vorjahreszeitraum. Seit den jüngsten regionalen Rückschlägen des Regimes, insbesondere nach dem zwölftägigen Krieg zwischen Israel und Iran, hat die Hinrichtungswelle beispiellos zugenommen. Im Schatten der Nachrichtenlage zu Gaza und Ukraine vollzieht sich dieses stillere Massensterben weitgehend unbeachtet. Zum 10. Oktober, dem Welttag gegen die Todesstrafe, hat das "Deutsche Solidaritätskomitee für einen freien Iran" (DSFI) einen Offenen Brief verschickt, den der hpd hier im Wortlaut wiedergibt.
Zum bundesweiten internationalen Safe Abortion Day am 28. September haben sich Aktivist*innen und Organisationen mit mehr als 75 Protestaktionen in rund 50 deutschen Städten beteiligt. Unter dem Motto "Für sichere Schwangerschaftsabbrüche – Jetzt erst recht!" forderten sie, dass der Zugang und die Versorgung beim Schwangerschaftsabbruch in Deutschland verbessert werden muss.