Menschenrechtspreis nach Kamerun

Der 7. Menschenrechtspreis von Amnesty International in Deutschland geht an Alice Nkom und die Organisation Association pour la Défense des Droits des Homosexuel(le)s (ADEFHO) in Kamerun. Die Rechtsanwältin und die von ihr 2003 gegründete Organisation erhalten ihn für ihren Einsatz für die Rechte von Schwulen, Lesben und Transgender in Kamerun.

"In den vergangenen Jahren hat die Verfolgung von Lesben und Schwulen in Afrika dramatisch zugenommen. In insgesamt 36 Ländern südlich der Sahara gelten homosexuelle Handlungen als Straftat. Das kamerunische Strafgesetzbuch sieht für gleichgeschlechtliche sexuelle Handlungen bis zu fünf Jahre Gefängnis und eine Geldstrafe von bis zu 350 US-Dollar vor", meldet Amnesty.

Mit dem Menschenrechtspreis zeichnet die deutsche Sektion von Amnesty International alle zwei Jahre Persönlichkeiten und Organisationen aus, die sich unter schwierigen Bedingungen für die Menschenrechte einsetzen. Ziel des Preises ist es, das Engagement dieser Menschen zu würdigen, sie zu unterstützen und ihre Arbeit in der deutschen Öffentlichkeit bekannter zu machen.

Die festliche Verleihung findet am 18. März 2014 in Berlin statt.