"Säkular. Solidarisch. Dialogbereit." – Unter diesem Motto hatte die SPD-Bundestagsfraktion erstmals den Arbeitskreis Säkularität und Humanismus (AKSH) der SPD sowie weitere Interessierte am vergangenen Wochenende in den Marie-Juchacz-Saal des Reichstagsgebäudes eingeladen.
Als Sprecherin der Fraktion für Säkularität und Humanismus erinnerte die Bundestagsabgeordnete Kathrin Michel die rund 60 Teilnehmenden aus allen Bundesländern an die Namensgeberin dieses Raumes, die als sozialdemokratische Abgeordnete maßgeblich am Zustandekommen der Weimarer Reichsverfassung beteiligt gewesen war. Es sei das Verdienst der Weimarer Koalition unter Führung der SPD, dass der Unabhängigkeit der Kirchen vom Staat ein wesentliches Kapitel der Verfassung gewidmet war.
In der Debatte über die Frage, ob es einen neuen Anlauf zur Ablösung der Staatsleistungen geben werde, stand neben einschlägigen Fachleuten auch der Religionspolitiker von Bündnis 90/Die Grünen, Konstantin von Notz (Mitglied des Bundestages), Rede und Antwort. Die Moderation lag bei der Co-Vorsitzenden des Arbeitskreises Carmen Wegge (ebenfalls Abgeordnete im Bundestag). Dieses Thema wurde dann während der anschließenden Tagung im Willy-Brandt-Haus intensiv weiterentwickelt. Ein weiterer Themenkreis befasste sich mit interkulturellem Dialog als Instrument zur Stabilisierung des sozialen Zusammenhalts der Gesellschaft.
Der Eröffnung folgten im Willy-Brandt-Haus zwei Arbeitstage mit intensiver Arbeit in Workshops, die sich zusätzlich mit weltlicher Lebensbegleitung, mit Ethik beziehungsweise Religionskunde als Alternative zum konfessionellen Religionsunterricht, Suizidhilfe sowie mit den regionalen Strukturen des AKSH befassten. Der Arbeitskreis Säkularität und Humanismus bündelt die Interessen der SPD-Mitglieder, die sich als säkular und humanistisch verstehen und bringt deren Sichtweise in die politische Arbeit der SPD ein.
Im Rahmen der Tagung wählten die AKSH-Mitglieder auch einen 16-köpfigen Vorstand mit Sabine Smentek, Staatssekretärin a.D. und dem langjährigen Hamburger Bürgerschaftsmitglied Gerhard Lein als Co-Sprechern an der Spitze des bundesweit verankerten Arbeitskreiseses. Außerdem wurden in der von Kathrin Michel geleiteten Vorstandswahl als Beisitzer gewählt: Johannes Aevermann, Lale Akgün, Oliver Czulo, Ursula Gliss-Dekker, Ridha Kidir, Franz Kruzenbichler, Bruno Osuch, Susanne Petersen, Norbert Reitz, Amardeo Sarma, Jeanin Schollbach, Johannes Schwill, Thomas Stamm-Kuhlmann und Carmen Wegge, die nach ihrer Wahl zur Co-Vorsitzenden der AG Sozialdemokratischer Frauen nicht erneut für die Sprecherfunktion kandidiert hatte.






