ZÜRICH. Am 1. August 2012 schlug die Schweizerische Gemeinnützige Gesellschaft (SGG) als Organisatorin der Bundesfeier auf dem Rütli vor, einen Wettbewerb zur Neuvertextung der Schweizer Nationalhymne zu lancieren. Zur Idee eines neuen Textes äußerten sich seither die meisten Personen und Interessengruppen positiv. Zur Frage einer neuen Melodie sind die Reaktionen geteilt.
Die Präambel der Schweizer Bundesverfassung bildet die Textgrundlage für die neue Nationalhymne: „Im Namen Gottes des Allmächtigen! Das Schweizervolk und die Kantone [geben sich folgende Verfassung] - in der Verantwortung gegenüber der Schöpfung, im Bestreben, den Bund zu erneuern, um Freiheit und Demokratie, Unabhängigkeit und Frieden in Solidarität und Offenheit gegenüber der Welt zu stärken, im Willen, in gegenseitiger Rücksichtnahme und Achtung ihre Vielfalt in der Einheit zu leben, im Bewusstsein der gemeinsamen Errungenschaften und der Verantwortung gegenüber den künftigen Generationen, gewiss, dass frei nur ist, wer seine Freiheit gebraucht, und dass die Stärke des Volkes sich misst am Wohl der Schwachen.“
Die Melodie der heutigen Nationalhymne soll im Prinzip in der neuen Hymne wiedererkennbar sein.
Im Herbst 2013 wird das Jury-Präsidium die weiteren rund 20 Jury-Mitglieder wählen. Das definitive Wettbewerbsreglement sowie das Bewerbungsformular für den Wettbewerb werden am 1. Dezember 2013 online aufgeschaltet.
Die britische National Secular Society meldet dazu: „Die Schweiz will eine säkulare Nationalhymne“
Die Schweiz will ihre altmodische "hymnische" Nationalhymne loswerden und sie durch eine moderne, säkulare Version ersetzen.
Nach eigenen Angaben der Schweizer Regierung (bis zum Jahr 2000), beanspruchen nur 16 % der Bevölkerung, dass die Religion "sehr wichtig" für sie war. Darüber hinaus folgten 11 % der Bevölkerung überhaupt keiner Religion. Ein Bericht (von 2006) über den Atheismus auf der ganzen Welt der Impact Labs zeigt den prozentualen Anteil der Schweizer, die sagten, dass sie nicht an Gott glauben, auf 27 % gestiegen war und die Zahl steigt weiter.





