Populärwissenschaftliche Bücher über Albert Einstein besitzen immerwährende Konjunktur, allein bei Amazon sind über 1.000 Titel zu finden und jedes Jahr kommen neue hinzu – dem bekannten Wissenschaftsreporter, Astronomie- und Physik-Redakteur Rüdiger Vaas gelingt es, mit "Einfach Einstein" dieses Genre mit einem Glanzstück zu ergänzen.
Stephen Hawking, der zurecht berühmteste Wissenschaftler unserer Zeit, ist tot. Hier folgt ein persönlicher Nachruf von Rüdiger Vaas, Redakteur für Astronomie und Physik beim populärwissenschaftlichen Monatsmagazin bild der wissenschaft. Er hatte Hawking mehrfach persönlich getroffen und gesprochen, vier Bücher und zahlreiche Artikel über Hawkings Leben und Forschungen geschrieben.
Heute früh verstarb der britische Astrophysiker Stephen Hawking im Alter von 76 Jahren in Cambridge. Der vermutlich bekannteste Wissenschaftler der Welt gehörte unbestritten zu den wenigen zeitgenössischen Genies, die unser Bild von der Welt veränderten.
Hatte die uns bekannte Welt einen Anfang? Wird sie ein Ende haben? Und warum ist sie eigentlich gerade so, dass es uns gibt? Diese und weitere Fragen standen am Anfang des Vortrags von Rüdiger Vaas, der im Rahmen dieses Aufklärungsdienstes einen guten Überblick über die großen kosmologischen Fragen und den Stand der Forschung gegeben hat.
Eine neue Ära der Astrophysik hat begonnen: Erstmals wurden Gravitationswellen von der Annäherung und dem brachialen Zusammenprall zweier Neutronensterne gemessen – und zudem das elektromagnetische Spektakel, das sich anschloss. Dieser Meilenstein in der Erforschung des Universums ist eine Bestätigung von teils Jahrzehnte alten Vorstellungen. Die neuen Erkenntnisse zeigen auch, woher die schwersten Elemente stammen – etwa Gold, Platin und Uran. Und sie erlauben es auf neue Weise, die Allgemeine Relativitätstheorie zu testen und die Ausdehnung des Weltraums zu messen.
Gestern konnte man in den USA ein Jahrhundertereignis bestaunen, nämlich den seltenen Anblick einer totalen Sonnenfinsternis. Falko Pietsch schildert für den hpd seine Gedanken zu diesem faszinierenden Naturschauspiel und macht sich dabei Sorgen um weniger aufgeklärte Artgenossen unserer Spezies.
Dass es der promovierte Astronom Florian Freistetter wie kaum ein Zweiter versteht, Wissenschaft gut verständlich darzustellen und auch komplizierte Sachverhalte einem breiten Publikum zu vermitteln, demonstrierte er bereits mit mehreren Büchern und stellt es auch nahezu täglich mit seinem weitum geschätzten Wissenschaftsblog Astrodicticum simplex unter Beweis; dass er auch kabarettistische Fähigkeiten besitzt, zeigt er als Mitglied der Science Busters; auch, dass er locker, humorvoll-flapsig, formulieren kann, steht außer Frage. Ob er allerdings diesbezüglich beim vorliegenden Buch nicht übers Ziel hinausgeschossen ist, dürfte streitig - und eine Geschmacksfrage - sein.
"Der Zufall ist ein wichtiger Teil unseres Lebens; er hat uns fest in der Hand…." – diese Aussage wissenschaftlich zu untermauern, ist das Ziel des Buches und dem entsprechend lautet auch sein Untertitel "Die Wissenschaft vom Glück": "Leben ist ein riesengroßes Glücksspiel, in dem der Zufall eine alles überragende Bedeutung besitzt".
Am 8. Januar 2017 feiert Stephen Hawking seinen 75. Geburtstag. Das ist zugleich ein medizinischer Rekord, weil ihm Ärzte 1963 eine Lebenserwartung von lediglich zwei Jahren prognostizierten. Doch der britische Physiker und Bestsellerautor ist noch immer sehr aktiv – auch als Religionskritiker. Der hpd gratuliert dem britischen Wissenschaftler und veröffentlicht hier Auszüge aus den Büchern "Hawkings Kosmos" und "Einfach Hawking!" von Rüdiger Vaas. Der Wissenschaftsjournalist, Astronomie-Redakteur des Monatsmagazins bild der wissenschaft und Beirat der Giordano-Bruno-Stiftung hat Hawking mehrfach persönlich gesprochen und vier populärwissenschaftliche Bücher über dessen Leben und faszinierenden Forschungen veröffentlicht.
In letzter Zeit mehren sich die Meldungen, dass erdähnliche Planeten in anderen Sonnensystemen gefunden wurden. Das nährt die Hoffnung, dass wir nicht allein im Kosmos sind. Es könnte sogar sein, dass es in unserer Galaxis nur so von intelligentem Leben wimmelt. Aber wenn das so sein sollte, stellt sich sofort die Frage, warum wir noch keinen Kontakt zu den Außerirdischen bekommen haben. Eine etwas nähere Betrachtung zeigt aber, dass wir uns da keine zu großen Hoffnungen machen sollten.
HANNOVER. (mpg) Den Wissenschaftlern an den beiden amerikanischen LIGO-Detektoren sind erneut Gravitationswellen ins Netz gegangen. Das Signal war bereits am 26. Dezember 2015 aufgezeichnet worden. Es stammt von einem Paar verschmelzender schwarzer Löcher, die mit rund 14 und 8 Sonnenmassen kleiner sind als die am 14. September vergangenen Jahres entdeckten. Auch dieses Mal haben Forscher am Max-Planck-Institut für Gravitationsphysik in Potsdam und Hannover sowie der Leibniz Universität Hannover entscheidend zu dem Fund beigetragen.
HEIDELBERG. (mpg) Im All kommen ständig Sonnen zur Welt. Häufig entstehen auch gleich ganze Sternhaufen auf einmal – und zwar in vergleichsweise kurzer Zeit. Um Letzteres zu erklären, schlagen Amelia Stutz und Andrew Gould vom Max-Planck-Institut für Astronomie in Heidelberg einen neuen Mechanismus vor. Dazu untersuchten die Forscher ein Gas- und Staubfilament, zu dem auch der bekannte Orionnebel gehört.
BERLIN. (hpd) Vor 100 Jahren hatte Albert Einstein die Existenz von Gravitationswellen vorausgesagt, die er aus seinen Feldgleichungen der Allgemeinen Relativitätstheorie ableitete, die er ein Jahr zuvor formuliert hatte. Nun ist es dem amerikanischen LIGO-Detektor gelungen, diese Kräuselungen der Raumzeit erstmals direkt zu messen. Sie stammen von der Kollision zweier Schwarzer Löcher mit der Masse von 29 beziehungsweise 36 Sonnenmassen – aus einer Entfernung von rund 1,3 Milliarden Lichtjahren. Die Entdeckung eröffnet einen neuen Zugang zum Universum und ist ein Triumph für die Theoretische Physik und die Experimentalphysik gleichermaßen.
OBERWESEL. (gbs) Er war der Inbegriff des verrückten (Physik-) Professors: In der Nacht von Montag auf Dienstag starb GBS-Beirat Prof. Dr. Heinz Oberhummer, der nicht nur als Astrophysiker, sondern auch als Sachbuchautor und Kabarettist internationale Anerkennung gefunden hat. Ein Nachruf von Michael Schmidt-Salomon.
TÜBINGEN. (hpd) Vor genau 100 Jahren reichte Albert Einstein einen kurzen Aufsatz "Die Feldgleichungen der Gravitation" bei den "Sitzungsberichten der Preußischen Akademie der Wissenschaften zu Berlin" ein. Der Eingangsstempel des dreieinhalbseitigen Artikels an jenem 25. November 1915 markiert den eigentlichen Geburtstag der Allgemeinen Relativitätstheorie. Nach acht harten Jahren voller Irrungen und Wirrungen hatte Einstein sein Jahrhundertwerk damit zwar noch nicht ganz abgeschlossen, aber im Wesentlichen vollendet.