WEIMAR. (hpd) Simon Petrus sprach zu ihnen: ‘Mariam soll von uns weggehen! Denn Frauen sind des Lebens nicht würdig.’ Jeschua sprach: ‘Seht, ich werde sie erziehen, um sie männlich zu machen (…) denn jede Frau, die sich männlich macht, wird in das Reich der Himmel eintreten.’ Der Vers 114 des Thomas-Evangeliums war es, der Lena Naumann zum Schreiben veranlasste.
(hpd) Martin Schaad, Historiker und Philosoph, stellvertretender Direktor des Einstein Forums in Potsdam, hat im Februar 2013 einen Vortrag gehalten mit dem Titel “Wie wird man eigentlich Stalinist?” Dazu hat er nun ein Buch veröffentlicht. Es handelt über den Schriftsteller, Kulturfunktionär und Theoretiker des Humanismus Alfred Kurella (1895–1975), dem wohl wichtigsten Kulturfunktionär und -theoretiker der Ulbricht-Zeit (vgl. “Die DDR und der Humanismus”).
WIEN. (hpd) Ein Gastkommentar in der österreichischen Tageszeitung “Die Presse” erregt die säkulare Szene des Landes. Die Autorin versucht dort, Religion mit einem Angriff auf den Atheismus zu verteidigen.
(hpd). Der Historiker Heinrich August Winkler legt mit “Geschichte des Westens. Vom Kalten Krieg zum Mauerfall” den dritten Teil seines monumentalen Werkes zum Thema mit über 1000 informativen Seiten vor. Bei aller Anerkennung für diese enorme Leistung und gelungene Monographie hätte man sich doch eine stärkere Thematisierung des Spannungsverhältnisses von westlichen Normen und westlicher Realpolitik gewünscht.
(hpd) Der Historiker Wolfgang Schieder legt mit “Benito Mussolini” eine kenntnisreiche und knappe politische Biographie des italienischen Diktators vor. Dabei konzentriert er sich stark auf dessen Persönlichkeitsstruktur, wobei andere Aspekte des Einflusses auf seine Politik mitunter nicht immer genügend Aufmerksamkeit finden.
OSTERWITZ (AT). (hpd) “Der Tod ist ein Meister aus Deutschland” heißt es in Paul Celans “Todesfuge”, der renommierte Philosoph, Kulturwissenschaftler, Theologe, Autor und Universitätsprofessor Anton Grabner-Haider widmet das vorliegende Buch der Frage, wie es dazu kommen konnte.
TRIER. (hpd) Die Evolutionären Humanisten Trier bestärken das Vorhaben des Trierer Stadtrates, die Hindenburgstraße in Trier umzubenennen und sprechen sich in einem offenen Brief für eine Namensänderung in “Fritz-Bauer-Straße” aus. Der hpd befragte den Ersten Vorsitzenden, Florian Chefai, über diese Kampagne.
(hpd) Der Historiker Daniel Roos legt mit “Julius Streicher und ‘Der Stürmer’ 1923–1945” eine quellengestützte und umfangreiche Studie zu dem antisemitischen Hetzblatt und seinem Herausgeber vor. Bei allen gut belegten und inhaltlich interessanten Einzelinformationen hätte man sich insgesamt aber noch ein wenig mehr an Analyse und nicht nur die Dokumentation von Zitaten gewünscht.
BERLIN. (hpd) Der kürzliche 70. Jahrestag des Attentats vom 20. Juli auf Adolf Hitler erfuhr in den Medien eine breite Berichterstattung – der hpd bildete hier keine Ausnahme. Natürlich haben andere Nachrichtenseiten eine weit größere Reichweite. Zwei Beiträge auf der Onlinepräsenz der WELT verdienen daher eine kritische Aufmerksamkeit.
Das Christentum - sprich: die Kirchen - waren am Ausbruch des 1. Weltkrieg mitbeteiligt. Denn sie forcierten einen Nationalismus, der in die Katastrophe führte.