Interview

Arthur Kisitu

Menschen sind nicht nur "Überlebensmaschinen"

BERLIN. (hpd) Arthur Kisitu ist ein Künstler, Aktivist und Pädagoge aus Uganda. Er spricht im hpd-Interview über Kunst, Tanz und Hoffnung von Kampala bis nach Berlin. Seine Arbeit verbindet politisches Bewusstsein und Handeln mit Kreativität und Ästhetik und gibt so vielen Kindern eine Plattform. Kisitu verbindet statt zu Trennen und ist damit ein vorzügliches Beispiel für jene, die glauben, dass Segregation eine Lösung sein kann in unserer globalisierten Zeit.

Beschneidungskampagne - vor dem Bundeskanzleramt

"Beschneidung hat mit dem Islam nichts zu tun"

BERLIN. (hpd) Kaan Göktas lebt in Istanbul, ist Journalist und hat sich in den letzten Jahren vertieft mit der religiös begründeten Genitalverstümmelung von Jungen ("Beschneidung") befasst. Bereits im Jahr 2013 ist in der Türkei sein Buch "Oldu da Bitti Masallah" erschienen, mit dem er dazu ermutigen möchte, auf die Beschneidung Minderjähriger in einem islamischen Land zu verzichten. Der hpd sprach mit dem Autoren.

"Wenn es schlimm wird, ist es schon zu spät"

BERLIN. (hpd) "Mit Frauen und Untertan umzugehen ist äußerst schwierig", diesen Satz von Konfuzius stellte Karen Duve ihrem neuen Roman voran. Am 18. Februar 2016 erschien das Buch und sozusagen zeitgleich Rezensionen. Der Bogen spannt sich dabei von witzig, böse, prophetisch, aktuell, komisch, finster bis zum Wortspiel einer "Poetologie der Hoffnungslosigkeit" – man stritt und debattierte.

Das Sozialkaufhaus SoproRo in Berlin-Reinickendorf

Einbruch in ein Sozialkaufhaus

BERLIN. (hpd) Am vergangenen Wochenende wurde in das Berliner Sozialkaufhaus SoproRO eingebrochen. Das Haus unterstützt bedürftige Familien im Berliner Norden. Der hpd sprach mit Peter Paul Pansing, dem Geschäftsführer des Hauses.

Jonas Hopf

"…auch die Demokratie muss hinterfragt werden"

BERLIN. (hpd) Vor fast genau einem Monat stellte der hpd das (Hör)buch "Eine kurze Geschichte der Aufklärung" von Jonas Hopf vor. Dieser Tage endlich hatte die Redaktion die Gelegenheit, mit dem Autoren ein Interview zu führen. Dabei sprachen wir über das Buch, aber auch über Demokratie, Wirtschaft und Geschichte.

Berliner Großstadt-Fuchs

Seele fühlt man nicht allein – Tiere unter uns

BERLIN. (hpd) Dem Mitfühlen mit allen Lebewesen und entschiedenem Eintreten gegen fabrikmäßiges Erzeugen von Lebewesen wird in dem im Dezember erschienenen Buch der Wiener Philosophin Susanne Magdalena Karr, "Verbundenheit", neues theoretisches Rüstzeug gegeben. Leibniz' Barockphilosophie und die Betrachtung schamanistischer Praktiken werden darin zu einem großen enthusiastischen Panorama verwoben. Die Autorin beantwortet Fragen zu ihrem Werk.

Dr. Michael Schmidt-Salomon

"Die AfD ist die Speerspitze des christlichen Fundamentalismus"

BERLIN. (hpd) Gemessen am Bevölkerungsdurchschnitt sind konfessionsfreie Menschen auf PEGIDA-Demos seltener anzutreffen als Christen, wie hpd-Redakteurin Daniela Wakonigg unlängst darlegte, dennoch ist es befremdlich, wie viele religionsungebundene Menschen auf die Parolen christlicher Rechtspopulisten hereinfallen. Der hpd sprach hierzu mit dem Philosophen Michael Schmidt-Salomon, der die Strategien des rechten christlichen Spektrums als Vorstandssprecher der Giordano-Bruno-Stiftung aufmerksam verfolgt.

Terrorismusforschung: "Wir tappen immer noch im Dunkeln“

BERLIN. (mpg) Carolin Görzig baut seit August 2015 eine Forschungsgruppe am Max-Planck-Institut (MPI) für ethnologische Forschung in Halle auf. Sie will besser verstehen, wie Terrororganisationen aus ihren Fehlern und Erfolgen lernen und welche Auswirkungen dies auf deren taktischen, operativen und strategischen Entscheidungen hat. Das MPI sprach mit ihr über das Forschungsvorhaben, die Feldforschung und die Schwierigkeit, mit Terroristen in Kontakt zu treten.

Ekin Deligöz

Ekin Deligöz wirbt für "aufgeklärten europäischen, deutschen Islam"

BERLIN. (hpd) Nach den Übergriffen auf Frauen in der Silvesternacht in Köln und anderen Großstädten hat die Grünen-Bundestagsabgeordnete Ekin Deligöz die Muslime in Deutschland zu einer "Form des aufgeklärten Islams” aufgerufen. Ihr Wunsch wäre, "dass wir auf einen Islam zusteuern, der deutsch ist”. Dieses "deutsch-muslimische Leben” könne nur auf der Grundlage der deutschen Verfassung und Gesetze stattfinden, betonte Deligöz. Das heiße, dass in keinerlei Weise Gewalt akzeptiert oder gar verherrlicht werden dürfe.

Jan Szyper (l.) und Asif Mohiuddin (r.)

"Bangladesch ist der nächste logische Schritt"

BERLIN. (hpd) Eine Serie brutaler Morde an säkularen Bloggern in Bangladesch löste weltweit Besorgnis über die Menschenrechtslage in Bangladesch aus. Asif Mohiuddin erklärt in einem Interview, dessen ersten Teil der hpd bereits veröffentlichte, dass dies nur die Spitze des Eisbergs sei und die Probleme in seinem Land viel tiefer reichen.