In Polen tobt seit einigen Jahren der Kampf darum, ob das Schächten - das rituelle Töten von Tieren - erlaubt sei. Nun hat der Oberster Gerichtshof in Warschau geurteilt: Rituelles Schlachten ist wieder erlaubt.
WARSCHAU. (hpd) Mitte November wählten die Polen ihre Vertreter in den Kommunen und Gemeinden sowie auf Ebene der Wojewodschaften. Durch technische Probleme, den mehrdeutigen Wahlausgang und Anschuldigungen der Opposition im Hinblick auf Wahlfälschung entwickelte sich die Kommunalwahl zu einer veritablen Affäre. Doch gibt es, wenn auch nur kleine, Lichtblicke - besonders für LGBT-Aktivisten und Atheisten.
POLEN. (hpd) Ende Oktober eröffnete das Museum der Geschichte der Polnischen Juden POLIN in Warschau seine Dauerausstellung über die tausendjährige Vergangenheit der polnischen Juden. Damit kehrt nach dem zweiten Weltkrieg und der Judenverfolgung ein Stück mehr Normalität in Europa ein. Doch den düsteren Alltag in Polen sollte man nicht vergessen.
KRAKAU. (hpd) Unter dem Motto “Keine Freiheit ohne Laizismus” fanden vom 25. bis zum 28. September 2014 zum dritten Mal die Laizismus-Tage (Dni Świeckości) in Krakau statt. Dabei handelte es sich um einen Beitrag der polnischen Humanisten zur laufenden Debatte zum Thema 25 Jahre freie Wahlen im Nachkriegspolen.
POLEN. (hpd) Wesolowski vs. Hartman - der erstgenannte hatte Unmengen von kinderpornographischem Material auf seinem Computer, der zweite ist Philosophieprofessor, der die polnische Gesellschaft gerne mal mit schwierigen Fragen konfrontiert. Wie gehen nun polnische Medien mit diesen zwei - zugegeben ungleichen - Fällen um?
WARSCHAU. (hpd) Durch eine intelligente Strategie schaffen Medien Öffentlichkeit und üben großen Druck auf die polnische Regierung aus. Beispielhaft dafür steht der aktuelle Fall eines mutmaßlich pädophilen Priesters. Doch der Kampf ist längst noch nicht gewonnen.
Zum ersten Mal wurde ein Mitgliedstaat der Europäischen Union für schuldig befunden, bei der Überstellung, Folter und illegalen Inhaftierung von mutmasslichen Terroristen durch die USA mitgewirkt zu haben.
Der Chef eines öffentlichen Krankenhauses in Polen ist entlassen worden, weil er einer Frau aus religiösen Gründen die Abtreibung ihres schwer behinderten Fötus verweigerte.
In Polen läuft eine Kampagne katholischer Mediziner mit dem Ziel, ohne öffentliche Debatte und Änderung der Gesetzeslage legale Schwangerschaftsabbrüche in Polen praktisch unmöglich zu machen.