WARSCHAU. (hpd) Schon am 2. Januar hat die in Parlament anwesende, oppositionelle Partei "Nowoczesna” in Poznan eine Protestkundgebung organisiert. Die fast 2.000 Teilnehmer hatten dabei große rote Karten, die sie der PiS-Regierung zeigten, in den Händen.
WARSCHAU. (hpd) Das waren die politisch schnellsten Monaten seit der Wende im Jahre 1989, in denen die regierende national-katholische Partei PiS die mühsam erbaute liberale Republik stark geschwächt hat. Am meisten hat die Verfassung gelitten.
WARSCHAU. (hpd) Die erste Solidarność (1980–1981) war die größte Gewerkschaft in Europa, wenn nicht in der Welt, eine massenhafte bürgerliche Bewegung. Die streikenden Arbeiter kämpften um besseres alltäglichen Leben und nur einige ihre Führer und Berater bevorzugten damals politische Ziele. Eine ähnliche Situation scheint sich im heutigen Polen zu wiederholen.
WARSCHAU. (hpd) Die vorher regierende Koalition wollte vor der zwangsläufig kommenden Niederlage bei den herbstlichen Parlamentswahlen sich die Mehrheit der von ihr nominierten Richter im Verfassungsgericht absichern. Aufgrund der hastig geänderten Prozeduren wurden zu den drei Richtern, deren Amtszeit abläuft, im Voraus zwei weitere gewählt. Der Präsident Andrzej Duda verweigerte, die neuen Richter zu vereidigen, obwohl er das laut Gesetz unverzüglich hätte tun müssen.
BERLIN. (hpd) Der designierte polnische Außenminister Witold Waszczykowski will aus syrischen Flüchtlingen eine Armee bilden. Denn die polnische Armee soll nicht nach Syrien entsandt werden, solange die Situation in der Ukraine nicht geklärt wäre.
WARSCHAU. (hpd) Reuters und andere Presseagenturen, namhafte Zeitungen und einige Persönlichkeiten – auch in Deutschland – kommentierten scharf die jüngste Aussage des designierten Ministers für Europäische Angelegenheiten in der neuen nationalistisch-konservativen Regierung, Konrad Szymański.
WARSCHAU. (hpd) Die überraschenden Ergebnisse der Parlamentswahlen in Polen sind bekannt und ausführlich auch in Deutschland kommentiert worden. Fachleute bewerteten sie bereits unter verschiedenen wirtschaftlichen und politischen Gesichtspunkten. Unser Polen-Korrespondent versucht zu klären, ob und was sich für die säkulare Szene des Landes ändern könnte.
WARSCHAU. (hpd) Olga Tokarczuk ist die wohl prominenteste polnische Schriftstellerin. Sie wurde vor einigen Wochen für ihren neuesten Roman "Księgi Jakubowe" ("Die Jakobsbücher") schon zum zweiten Mal mit dem wichtigsten polnischen Literaturpreis "Nike" geehrt. Weil sie jedoch die polnische Gesellschaft an die eigene Vergangenheit erinnerte, wird sie nun massiv angegriffen.
WARSCHAU. (hpd) 150.000 Unterschriften hat die Aktion "Säkulare Schule" (Świecka szkoła) gesammelt. Das ist die erste so große und gelungene Initiative der polnischen Säkularen nach der politischen Wende im Jahre 1989. Die Aktion wurde von Leszek Jażdżewski aus Łódź, Publizist, Politologe, Gründer und Chefredakteur des liberalen Magazins "LIBERTE" gestartet.
WARSCHAU/BERLIN. (hpd) Die polnische Bischofskonferenz teilte kürzlich mit, dass im vergangenen Schuljahr noch rund 90 Prozent der Schüler am Religionsunterricht teilnahmen, in der Oberstufe nur noch 85 Prozent. Manfred Isemeyer befragte dazu in Warschau Andrzej Wendrychowicz, den Gründer und Verantwortlichen der polnischen Internetplattform "Ethik in der Schule".
BERLIN. (hpd) Der deutsche Außenminister Frank-Walter Steinmeier sowie sein polnischer Amtskollege Grzegorz Schetyna gaben gestern die Entscheidung des Preiskomitees zur Verleihung des Deutsch-Polnischen Preises bekannt.
Der ehemalige Priester Wojciech G. ist wegen Kindesmissbrauch zu sieben Jahren Gefängnis verurteilt worden. Zudem muss er rund 37.000 Euro Entschädigung an die Opfer zahlen.
BERLIN/WARSCHAU. (hpd) Polen gilt immer noch als ein erzkatholisches Land. Nach Angaben der römisch-katholischen Kirche sind 95 Prozent der Bevölkerung katholisch. Diese Zahl stützen die kirchlichen Statistiker auf den Anteil der getauften Bevölkerung. Die Realität sieht jedoch anders aus.