POLEN. (hpd) Lange schwieg die katholische Kirche in Polen zum sexuellen Missbrauch von Minderjährigen durch Priester. Nun gehen Teile dieser Institution in die Offensive: im Juni wurde eine kirchliche Konferenz zu diesem Thema in Krakau veranstaltet. Doch bei genauerem Hinsehen bleibt noch viel Nachholbedarf, vieles glänzt nur vordergründig.
Die katholische Kirche in Polen hat an rund 250 Gerichte im Land Fragebögen verschickt, in denen nach Verurteilungen von Priestern wegen Pädophile gefragt wurde.
POLEN. (hpd) Im April wurde der Initiator des größten Jesus der Welt, Sylwester Zawadzki, in Świebodzin auf einem Friedhof beigesetzt. Laut wurde es um die Beisetzung des Priesters, als sein Herz im Mai am Fuße des Jesus in einer feierlichen Zeremonie begraben wurde. Die Staatsanwaltschaft ermittelt, doch scheinen einige Bewohner noch im tiefsten Mittelalter zu leben.
Der Anführer der linksliberalen kirchenkritischen polnischen Partei "Deine Bewegung", Janusz Palikot, will vier Bischöfe wegen Vertuschung von Kindesmissbrauch anzeigen.
WARSCHAU. (hpd) Bemerkenswertes in Polen aus säkularer Sicht (April 2014). Mitte April wurde der Warschauer Regenbogen auf dem Erlöserplatz in der polnischen Hauptstadt wiedererrichtet. Zuvor wurde er mehrfach von Rechtsradikalen in Brand gesetzt und am Ende zerstört. Jetzt sorgt die Installation wieder für Kontroversen.
WARSCHAU. (hpd/iaft) Aufgrund der Medienberichte konnte man meinen, dass alle Polen anlässlich der Heiligsprechung von Johannes Paul II. in taumelndem Jubel glücklich seien. Das täuscht jedoch, es gibt dort auch andere Auffassungen, die das ganze Geschrei in das Private verweisen.
WARSCHAU. (hpd) Papst Johannes Paul II. und seine Heiligsprechung wurden heute durch das polnische Parlament mit Beschlüssen geehrt. Doch im Vorfeld ist Streit über diese Form der Würdigung der religiösen Autorität aufgekommen. Deswegen konnte der Beschluss im Sejm nicht per Akklamation verabschiedet werden.
POLEN. (hpd) Bemerkenswertes in Polen aus säkularer Sicht (März 2014). Ende März wurden die Tage des Atheismus durchgeführt, die viel Beachtung in der polnischen Öffentlichkeit erhielten. Sie verliefen ohne größere Zwischenfälle und hatten Volksfestcharakter. Doch die Kritik der klerikalen Rechten war scharf.
Weil es in den Lego-Bausätzen auch Vampire, gurgelnde Sumpfmonster und fiese Zombies gibt, hält der polnische katholische Priester Slawomir Kostrzewa diese für "vom Teufel gemacht".
In Polen ist ein legaler Schwangerschaftsabbruch nur in sehr seltenen Fällen möglich. Deshalb bleibt betroffenen Frauen nur ein illegaler Abbruch. Oder aber eine "Reise" ins Ausland...