(hpd) Der Rechts- und Sozialphilosoph Norbert Hoerster legt mit “Wie lässt sich Moral begründen?” die gekürzte und überarbeitete Fassung seines Buches “Ethik und Interesse” vor, worin er für die Begründung von Moralnormen auf der Basis der subjektiven Interesse der Menschen plädiert.
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(hpd) Der Islamwissenschaftler Tilman Seidensticker legt mit “Islamismus. Geschichte, Vordenker, Organisationen” eine knappe Einführung zum Thema mit inhaltlichen Schwerpunkten auf die im Untertitel genannten Aspekte vor. Es handelt sich um eine informative und kenntnisreiche Arbeit, der aber noch Ausführungen zur Einschätzung des Extremismus- und Gefahrenpotentials gut getan hätten.
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WEIMAR. (hpd) Kurt Flasch (geb. 1930 in Mainz) ist emeritierter Philosophiehistoriker mit Spezialisierung auf Spätantike und Mittelalter. Als Lehrstuhlinhaber in Bochum oder als Gastprofessor an der Pariser Sorbonne befasste er sich eingehend u.a. mit den Werken des Augustinus von Hippo. Seine Sicht der intellektuellen Entwicklungen in der europäischen Philosophie faßte er 1994/95 in seinen Abschiedsvorlesungen “Warum ich nicht mehr Christ sein kann” zusammen.
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HAMBURG. (hpd) Das Buch hat weder eine ISBN-Nummer noch einen Preis. Es ist nicht käuflich und doch nicht wohlfeil. Es ist die gedruckte und gebundene Essenz des Ersten Deutschen Humanistentages in Hamburg.
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(hpd) Die beiden Politikwissenschaftler Dana Ionescu und Samuel Salzborn veröffentlichen in ihrem Sammelband “Antisemitismus in deutschen Parteien” Fallstudien, die den Umgang mit Antisemitismus in allen relevanten deutschen Parteien behandeln. Dabei wird auf Basis einer Fülle von Informationen die Ambivalenz des Verhaltens kritisiert, bei der Israelfeindlichkeit aber die Motivation eines nicht-antisemitischen Antiimperialismus ignoriert.
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(hpd) Der Historiker Daniel Roos legt mit “Julius Streicher und ‘Der Stürmer’ 1923–1945” eine quellengestützte und umfangreiche Studie zu dem antisemitischen Hetzblatt und seinem Herausgeber vor. Bei allen gut belegten und inhaltlich interessanten Einzelinformationen hätte man sich insgesamt aber noch ein wenig mehr an Analyse und nicht nur die Dokumentation von Zitaten gewünscht.
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(hpd) Erstmals erschien 1968 mit “Das Elend des Christentums” ein kritisches Werk eines promovierten Theologen, der durch sein Studium zum Atheisten geworden war. Joachim Kahls Klassiker der modernen Christentumskritik liegt jetzt in einer Neuausgabe für eine neue Lesergeneration vor.
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WEIMAR. (hpd) Im öffentlichen Bewusstsein ist heute kaum noch bekannt, dass während der gescheiterten bürgerlichen Revolution von 1848/49 die damals bayerische Pfalz einen besonders herausragenden Platz einnahm. Denn gerade in rückständigeren Gebieten wie der Pfalz waren nicht nur Tausende von Menschen aktiv geworden. Nein, gerade hier fanden die linken und entschiedenen Demokraten den größten Anklang. Auch darauf geht das jetzt erschienene “Lesebuch Pfälzer Volksaufstand 1849” von Wilma Ruth Albrecht ein.
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(hpd) Ein optimistisches Werk mit philosophischem Tiefgang, aber dennoch leicht und flüssig lesbar. Mit seinem nicht nur geisteswissenschaftlichen, sondern auch naturwissenschaftlichen Kenntnisreichtum ist es geeignet, einen Pantheisten positiv zu stimmen und vielleicht manchen Evolutionsbiologen zu verwirren.
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BERLIN. (hpd) Für die einen, vor allem für westdeutsch sozialisierte Menschen, ist die Jugendweihe und deren vitale Existenz noch heute ein Phänomen. Für die anderen, für ostdeutsch sozialisierte Menschen ebenso wie für selbstbewußte Säkulare zwischen Nordsee und Bodensee, sind Jugendweihe bzw. Jugendfeier ein ganz normaler “Passageritus” unter vielen anderen. Trotz aller medialen und klerikalen Beeinflussung steigen die Teilnehmerzahlen in Ost und auch in West sogar an.
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(hpd) Die beiden Politikwissenschaftler Torsten Oppelland und Hendrik Träger analysieren in ihrer Studie “Die Linke. Willensbildung in einer ideologisch zerstrittenen Partei” die internen Auseinandersetzung innerhalb der genannten Partei. Dabei arbeiten sie gut einschlägige Mechanismen heraus, betten aber die Untersuchung nicht stärker in eine besondere erkenntnisleitende Fragestellung ein.
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(hpd) Der Politikwissenschaftler Samuel Salzborn legt mit “Antisemitismus. Geschichte, Theorie, Empirie” den ersten Band der von ihm herausgegebenen Schriftenreihe “Interdisziplinäre Antisemitismusforschung” vor.
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(hpd) Die beiden Politikwissenschaftler Uwe Backes und Steffen Kailitz legen mit dem von ihnen herausgegebenen Sammelband eine wissenschaftliche Bilanz zu Weltanschauungsdiktaturen vor. Darin zeigt sich, dass angesichts des Kontextes von Ideologie und Repression eine in der bisherigen Forschung auszumachende Fixierung der Diktaturforschung auf die Repression die Analyseperspektive zu stark einschränkt.
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(hpd) Manchmal fällt es verdammt schwer, Satire und reales Leben auseinander zu halten. Vor allem dann, wenn die Satire besser wird als das Original. Auch Rolf Cantzen lässt sich manchmal mitreißen und die Grenzen verschwimmen.
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FRIEDBERG. (hpd) Der einem breiten Publikum bekannte liberal-protestantische F.W. Graf, Prof. für Systematische Theologie und Ethik in München, hat neuerdings gleich zwei Bücher publiziert, die sich mit weltweiten Fragen der Religionen befassen. Die aktuellen gesellschaftspolitischen Religionsthemen liegen ihm besonders am Herzen, wie insbesondere das von ihm allein verfasste Buch “Götter global” wieder einmal beweist.
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