WEIMAR. (hpd) Fürst Pjotr Kropotkin (1842 – 1921) ist den Nachgeborenen eigentlich nur als einer geistigen Köpfe des politischen Anarchismus bekannt. Dass der an Darwin geschulte Geograph auch Evolutionstheoretiker war, dürfte nur noch wenigen bewusst sein. Völlig unbekannt aber ist wohl heute und hierzulande, dass sich Kropotkin aufgrund seiner wissenschaftlichen Forschungen immer stärker ethischen Fragen zugewandt hatte.
BERLIN. (hpd) Die Sterbehilfe-Debatte nimmt langsam Fahrt auf. Auch der hpd berichtet in den letzten Wochen verstärkt über dieses Thema. Nun ist ein Buch erschienen, das dieser Debatte einen säkularen und humanistischen Blick beifügen wird. Uwe-Christian Arnold hat (gemeinsam mit Michael Schmidt-Salomon) das Buch “Letzte Hilfe” veröffentlicht.
(hpd) Der Islamismus ist ein Faschismus meint der Politikwissenschaftler Hamed Abdel-Samad in einem Aufsehen erregenden Buch, worin er auf eine Fülle von Gemeinsamkeiten verweist. Doch sprechen formale auch für inhaltliche Gemeinsamkeiten? Diese Frage stellt wiederum der Politikwissenschaftler Armin Pfahl-Traughber und verwirft die Rede vom “Islamo-Faschismus”.
(hpd) Die Historikerin Lena Berggren präsentiert in ihrem Buch “Blodets reinhet. En historisk studie av svensk antisemitism” (“Des Blutes Reinheit. Eine historische Studie über den schwedischen Antisemitismus”) zwei Fallstudien zur Entwicklung des Propagandisten Elof Eriksson und der Organisation “Samfundet Manhem”.
(hpd) Der Historiker Wolfgang Schieder legt mit “Benito Mussolini” eine kenntnisreiche und knappe politische Biographie des italienischen Diktators vor. Dabei konzentriert er sich stark auf dessen Persönlichkeitsstruktur, wobei andere Aspekte des Einflusses auf seine Politik mitunter nicht immer genügend Aufmerksamkeit finden.
BERLIN. (hpd) Über eine “Natur modernisiert zum Naherholungsgebiet oder innerstädtischen Grünzonengürtel und zum verglastem Palmengarten oder Büropflanzenhabitat” spottet unverblümt Bazon Brock. Den Theoretikern geht es nicht anders. Je mehr man sie dreht und wendet, umso mehr verflüchtigen sich ihnen Begriffe wie natürliches Gleichgewicht, Landschaft, Naturzustand. Ist gar der Begriff der Natur selbst ein künstlicher?
OSTERWITZ (AT). (hpd) “Der Tod ist ein Meister aus Deutschland” heißt es in Paul Celans “Todesfuge”, der renommierte Philosoph, Kulturwissenschaftler, Theologe, Autor und Universitätsprofessor Anton Grabner-Haider widmet das vorliegende Buch der Frage, wie es dazu kommen konnte.
(hpd) Der Meeresbiologe und Verhaltensforscher macht in seinem Buch “Persönlichkeitsrechte für Tiere - Die nächste Stufe der moralischen Evolution” anhand von eigenen und anderen Forschungen deutlich, dass viele Tiere über Fähigkeiten verfügen, welche man lange Zeit nur als typische menschliche Eigenschaften wahrgenommen hat.
(hpd) Die Journalisten Madeleine Axelsson und Kristian Borg legen mit “Sverigedemokraternas svarta bok” (“Schwarzbuch Schwedendemokraten”) einen (schwedisch-sprachigen) Sammelband zu der rechtsextremistischen Partei bei.
(hpd) Die kurzgefasste Kernaussage dieses Buches von Gerd Kallweit lautet: Illusion verbindet Politiker und dadurch den Staat mit Kirche und Fußball. Abgeordnete des Bundestages und der Landtage lassen sich ebenso wie die Mehrheit der Bevölkerung von dem unwirklichen Gemeinschaftsgefühl bezaubern, das der Fußballbegeisterung zugrunde liegt. Gelegentlich kann diese auch schmerzhaft sein, wenn der Heimatverein des Autors Mainz 05 heißt.
OSTERWITZ (AT). (hpd) Man nehme zwei renommierte Physiker mit ausgeprägtem Sinn für Spaß und Satire und einen ebenfalls renommierten Kabarettisten mit hoher Affinität zu den Naturwissenschaften, verknete deren Wissens- und Humorpotentiale und backe daraus eine überaus vergnügliche, teilweise brennheiße, insgesamt aber gut verdauliche Speisenfolge der Wissensvermittlung!
(hpd) Die beiden Politikwissenschaftler Klaus Hummel und Michail Logvinov legen in ihrem Sammelband “Gefährliche Nähe. Salafismus und Dschihadismus in Deutschland” zehn Beiträge von Experten zu den unterschiedlichsten Aspekten des Themas vor. Zwar entsteht so eher ein fragmentarisches und kein rundes Bild, die Inhalte ermöglichen aber einen differenzierten Blick auf ein komplexes Phänomen mit einem nicht zu unterschätzenden Gefahrenpotential.
(hpd) Die Gefährdung der letzten großen Menschenaffen bewegt jetzt auch die Schriftsteller. In Amerika gibt es schon lange, seit Henry David Thoreau, ein Genre “Literature of Nature”. Kein Wunder, dass von dort auch die ersten Romane kommen, in denen sie zu Protagonisten werden.
BERLIN. (hpd) Jens Berger steuert mit seinem neuen Buch eine gelungene Untersuchung zur Vermögensdebatte bei. Berger klärt über die Verhältnisse in Deutschland auf, anstatt anzuklagen. Er geht in seinem neuesten Buch sehr objektiv und verständlich vor und spart dabei nicht an Beispielen und Vergleichen.
GRAZ. (hpd) Bei der Zeitschrift “Erwägen - Wissen - Ethik” handelt es sich um ein Forum für Erwägungskultur. Günter Kehrer, Professor an der Philosophischen Fakultät, Abteilung Indologie und Vergleichende Religionswissenschaft an der Universität Tübingen, stellt zunächst seine Position zu diesem Thema in einem Hauptartikel zur Diskussion. Hierauf antworten 69 von den Herausgebern als kompetent ausgewählte Wissenschaftler.