Um Menschen zu unterstützen, die unter der schwierigen Situation rund um das Coronavirus leiden, bieten die Freidenkenden Schweiz Gespräche an. Das Angebot ist kostenlos und für alle da.
Weihnachten naht unaufhörlich. Für Christen sind es nach dem Osterfest die zweitwichtigsten Feiertage, an denen der Legende nach ihr Heiland von einer Jungfrau in einem Stall in Bethlehem geboren wurde. Historisch gesehen gibt es jedoch keinerlei Verbindung zwischen dem, was wir heute als Weihnachten feiern und der vermeintlichen Messias-Geburt. Auch die Bräuche, ohne die man sich die Feiertage nicht vorstellen kann, sind zu einem beträchtlichen Teil nicht christlichen Ursprungs.
Warum eigentlich werden Babys von Priestern mit Wasser übergossen? Um sie zu erlösen, ihre Seelen zu retten? Aber sie müssten doch eigentlich noch unschuldig sein! Eben deshalb ist der Erfinder des Babytaufens auch der Erfinder der Erbsünde gewesen ...
Der liebe Gott hat immer ziemlich viel mit Esspapier zu tun. Wie man weiß, werden ja in den Kirchen regelmäßig Oblaten verzehrt, welche aber in der Wahrnehmung der Oblatenesser gar keine Oblaten mehr sind, sondern das Fleisch eines vor zweitausend Jahren Verstorbenen und dann doch nicht Verstorbenen: Der Heiland, der da verspeist wird, hat schließlich ein ewiges Leben. Was natürlich die Frage aufwirft, inwieweit die Mensch gewordene Oblate überhaupt verdaulich ist, und ob die ganze Aufesserei dem Oblatenwandlergott nicht sauer aufstoßen müsste.
BIELEFELD. (hpd) Kann man als Atheist guten Gewissens in eine Kirche gehen, wenn eine Verwandte dort Hochzeit feiern möchte? Der hpd-Leser Walter Stuke verneint das und schreibt der zukünftigen Braut einen langen, aufklärerischen Brief.
BERLIN. (hpd) Rituale besänftigen. Im Tierreich und unter den Menschen. Religiöse Riten entstanden aus Verhaltensmustern, wie sie in Auseinandersetzung um Territorien, in der Klärung von Situationen von Stärke und Schwäche längst vor Aufkommen des Menschen existierten. Das ist die These von Ina Wunn.
TRIER. (hpd) Die Wichtigkeit von Ritualen für Kinder wird oft hervorgehoben. Doch ist eine allgemein gültige Definition von Ritualen schwierig. Was darunter verstanden wird, reicht vom religiösen Ritus bis zu regelmäßigen Banalitäten.
Müssen immer alle Feiertage religiös begründet sein? Muss man sich an religiöse Riten dabei halten? "Nein", sagt Simon Demmelhuber vom Bayerischen Rundfunk.
Rituale beruhen auf Tradition, und Tradition beruht auf Dauer. Deshalb sei es unmöglich, "neue Rituale" zu erfinden. Diese Meinung vertritt Ulrich Greiner in der ZEIT.
Der Arzt und Karbarettist Eckart von Hirschhausen schrieb in einem Stern-Artikel: "Wir brauchen offenbar Rituale, die es uns erlauben, uns dreimal täglich Gutes zu wünschen."