In der Jüdischen Allgemeinen fordern Eyal Arnon und Rabbiner Andrew Aryeh Steiman, nicht nur über Sterbehilfe zu debattieren, sondern auch an das Leben zu denken.
TRIER. (hpd) Gestern hat sich der Bundestag in einer ersten Orientierungsdebatte mit dem Thema Sterbehilfe befasst. Mehr als vier Stunden lang wurde kontrovers debattiert. Dabei wurde auch klar, dass es vielen Abgeordneten an Sachkenntnis fehlt.
In der Debatte um die Sterbehilfe taucht immer wieder das Argument auf, dass man mit dem Tod Geschäfte machen könnte. Das jedoch ist schon längst der Fall.
BERLIN. (hpd) In dieser Woche haben vierzehn Bundestagsabgeordnete ein Positionspapier veröffentlicht, dass sich deutlich gegen eine Kriminalisierung von Sterbehilfe durch Angehörige, nahestehende Personen, Ärzte und Sterbehilfevereine ausspricht. Die Abgeordneten fordern die Beibehaltung der jetzigen Gesetzeslage, wonach Beihilfe zum Suizid straffrei ist.
BERLIN. (hpd) Die gestrige Orientierungs-Debatte im Bundestag über die Sterbehilfe zeigte die zum Teil sehr voneinander abweichenden Positionen der Abgeordneten quer durch alle Fraktionen auf. Die Präsidentin der Deutschen Gesellschaft für Humanes Sterben (DGHS), Elke Baezner, warnte wiederholt vor einer Verschärfung des Strafrechts.
Auch in Österreich wird über die Sterbehilfe debattiert. Auch dort versuchen die Gegner, mit den immer gleichen Argumenten den Menschen ihr Recht auf Selbstbestimmung abzusprechen.
BERLIN. (hpd) Brittany Maynard, eine unheilbar an Krebs erkrankte junge Frau aus dem US-Bundesstaat Oregon hat - wie von ihr seit einiger Zeit angekündigt - mittels Medikamenten am vergangenen Wochenende ihr Leben beendet. Der Fall der 29-Jährigen fand weltweit Beachtung. Nicht nur in den USA, auch in Deutschland hat ihr Schicksal die Debatte über die Sterbehilfe neu belebt.
BERLIN. (hpd) Wird der Bundestag mit großer Mehrheit die Kriminalisierung von Sterbehilfe beschließen und das Menschenrecht auf Selbstbestimmung über das eigene Sterben beschädigen? Die Befürchtungen über eine solche Entwicklung wachsen mit jedem aus Abgeordnetenkreisen veröffentlichten Positionspapier.
Brittany Maynard war Aktivistin der Gruppe Compassion & Choices (deutsch: Mitgefühl und Wahlmöglichkeiten). Jetzt hat sie selbstbestimmt ihr Leben beendet.