BERLIN. (hpd) Was sind eigentlich Arten? Warum werden heute so viel mehr entdeckt als früher? Nützt das dem Artenschutz? Mit diesen Fragen, nicht nur mit Artnamen, beschäftigt sich Michael Ohl in seinem Buch "Die Kunst der Benennung". Er ist Insektenforscher, Taxonom, also Spezialist für Artenbestimmung am Naturkundemuseum in Berlin, und Evolutionsbiologe an der Humboldt-Universität zu Berlin.
BERLIN. (hpd/mpg) In DVDs steckt möglicherweise mehr als bisher angenommen. Das Material aus Germanium, Antimon und Tellur, in dem die Datenträger Information speichern, könnte sich nämlich auch als extrem schneller Lichtschalter für die optische Kommunikation oder Datenverarbeitung eignen. Das hat ein internationales Team um Forscher des Berliner Fritz-Haber-Instituts der Max-Planck-Gesellschaft und vom ICFO-Institut de Ciències Fotòniques in Barcelona herausgefunden.
BERLIN. (hpd) Das Kepler-Teleskop der US-Raumfahrtbehörde NASA hat ihn entdeckt: Kepler-452b. Der "größere und ältere Cousin der Erde" ist zwar 1.400 Lichtjahre entfernt, soll aber unserem Planet sehr nahe sein – er liegt in der bewohnbaren Zone nahe eines sonnenähnlichen Sterns, könnte also die Bedingungen für das Entstehen von Leben bieten. hpd-Gesellschaftskolumnist Carsten Pilger fragt sich, wie intelligentes Leben auf einem erdähnlichen Planeten aussähe.
NÜRNBERG. (hpd/gkpn) Das aktuelle Heft von "Aufklärung und Kritik", der umfangreichen Vierteljahreszeitschrift der Gesellschaft für Kritische Philosophie Nürnberg, ist erschienen. Als Übersicht der vielfältigen Artikel und Themen hat die Redaktion dem hpd wieder das Vorwort zu Verfügung gestellt.
NEU-BAMBERG. (hpd) Fische sind die meist verbreiteten und vielgestaltigsten Wirbeltiere auf der Erde. Unter Bezugnahme auf neueste Zählungen leben etwa 27.000 Arten von Fischen im Süßwasser und den Ozeanen unseres Planeten, davon sind etwa 14.000 Meeresfische. Im Vergleich sind das mehr Arten als alle anderen Wirbeltier-Arten wie Amphibien, Reptilien, Vögel und Säugetiere zusammen. Etwa 200 neue Fischarten werden jährlich wissenschaftlich neu beschrieben, und Entdeckungen bislang unbekannter Fische sind viel häufiger als die neuer Arten in den anderen Wirbeltier-Gruppen.
NEU-BAMBERG. (hpd) Für viele ist er schlichtweg der "Vater der Fische". Seine vielen, maritimen Bestimmungsbücher erschienen weltweit in zehn Sprachen. Hier erzählt Helmut Debelius die Geschichte von der Entdeckung des Pygmäen-Seepferdchens, das nun seinen Namen trägt. In einem seiner weiteren Unterwasser-Erlebnisse findet er für die "schönste" Korallenfischfamilie, die der Kaiserfische, auf abenteuerlich Weise eine neue Art.
RADOLFZELL. (hpd/mpg) Paviane leben in hierarchischen Gruppen zusammen. Doch wichtige Entscheidungen werden nicht von den ranghöchsten Gruppenmitgliedern diktiert, sondern demokratisch beschlossen. Das haben Wissenschaftler unter Beteiligung von Iain Couzin vom Max-Planck-Institut für Ornithologie in Radolfzell herausgefunden.
NEU-BAMBERG. (hpd) Kraken, Kalmare, Sepien, und Nautiliden gehören allesamt zu jener Tiergruppe, die man Kopffüßer (Cephalopoden) nennt. Dieser Name bezieht sich auf die ungewöhnliche Gestalt der Tiere, denn ihre Arme bzw. "Füße" entspringen direkt dem Kopf. Der Name "Cephalopode" kommt von den griechischen Wörtern kephalos für Kopf und podos für Fuß. So versteht man auch den deutschen Namen Kopffüsser, aber noch häufiger ist "Tintenfisch" im Sprachgebrauch. Dieser ist eigentlich nicht korrekt, denn es handelt sich um wirbellose Tiere vom Stamm der Mollusken – und nicht um Fische. Korrekter also, aber seltener verwendet, ist der Begriff "Tintenschnecke".
FRANKFURT. (hpd/mpg) Einem internationalen Team von Neurowissenschaftlern vom Max-Planck-Institut für empirische Ästhetik, der New York University und der Universität Genf ist es erstmalig gelungen, die Einzigartigkeit von Schreien nachzuweisen. In einer Studie fanden sie heraus, dass Schreie ganz besondere akustische Eigenschaften besitzen: Das macht sie zu einer spezifischen Lautäußerung, die nur in Stress- und Gefahrensituationen zum Einsatz kommt.
NEU-BAMBERG. (hpd) Die systematische Zusammengehörigkeit der über 30 000 bislang bekannten Krebstierarten beherrschen wohl nur Spezialisten. Etwa zwei Drittel der Arten stellen die höheren Krebse dar, die wieder in 14 Ordnungen unterteilt sind. Eine dieser Ordnungen, die Zehnfußkrebse, wird hier ausführlich illustriert.
NEU-BAMBERG. (hpd) Sie sehen aus wie die Kreationen talentierter Maler, oft wie imaginäre Übungen mit dem Malerpinsel. Sie tragen meist prächtige Farben und sind mit Fortsätzen und Anhängen dekoriert, die nur ein Künstler ersonnen haben mag. Scheinbar ungeschützt sind sie die Unterwasseranalogien der Schmetterlinge. Und doch sind sie nur Tiere, die in einer "Freß-oder-gefressen-werden-Welt" überleben wollen, manchmal Jäger und manchmal Beute. Mehr noch, nehmen sie doch am Spiel der Evolution teil, weil sie den Schutz aufgegeben haben, der für andere Schnecken unverzichtbar ist. Und es sieht wohl so aus, als hätten sie dabei gewonnen.
LINDAU. (hpd/mpg) Vor der nächsten UN-Klimakonferenz im Dezember 2015 haben auf der Insel Mainau mehr als 30 Nobelpreisträger eine Deklaration zum Klimawandel unterschrieben. Sie fordern, entschlossen zu handeln, um Emissionen weltweit zu begrenzen.
BERLIN (hpd/mpg) Der älteste Vertreter der Altweltaffen, der Victoriapithecus, machte im Jahre 1997 erstmals Schlagzeilen, als sein versteinerter Schädel auf einer Insel innerhalb des Viktoriasees in Kenia gefunden wurde, wo das Äffchen vor 15 Millionen Jahren lebte. Ein internationales Forscherteam unter der Leitung von Fred Spoor vom Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie in Leipzig und dem University College London (UCL) in Großbritannien machten jetzt erstmals sein Gehirn sichtbar.
LEIPZIG. (hpd/mpg) Die Neandertaler sind vor etwa 40.000 Jahren ausgestorben, doch in den Genomen heute lebender Menschen aus Europa und Asien befinden sich noch etwa ein bis drei Prozent Neandertaler-DNA. Wissenschaftler haben jetzt DNA aus einem 37.000 bis 42.000 Jahre alten menschlichen Unterkiefer aus der Oase-Höhle in Rumänien untersucht und im Genom dieser Person sechs bis neun Prozent Neandertaler-DNA gefunden - mehr als bei jedem anderen bisher sequenzierten Menschen.
ASCHAFFENBURG. (hpd) Die Aufklärung hat nicht dazu geführt, dass Irrationalismus aus der Welt verschwunden ist. Doch in welchem Zusammenhang stehen dessen aktuelle Formen mit den Bemühungen Licht ins Dunkel zu bringen? War die Aufklärung noch nicht erfolgreich oder hat sie den neuen Dunkelmännern selbst die Tür geöffnet?