IBKA-Tätigkeitsbericht 2017 erschienen
Der "Internationale Bund der Konfessionslosen und Atheisten" (IBKA) stellte gestern seinen Tätigkeitsbericht 2017 vor. Schwerpunkte im vergangen Jahr waren das "Lutherjahr" sowie das Thema "Flucht und Migration".
Der hpd zitiert aus dem Tätigkeitsbereicht:
"In vielen Ländern herrscht ein soziales und politisches Klima, in dem es für Nichtreligiöse mit großen Schwierigkeiten und Risiken verbunden ist, sich zu ihren Überzeugungen zu bekennen. Diesen Risiken zum Trotz gibt es dennoch Nichtreligiöse und Atheisten, die sich öffentlich äußern und organisieren. Um diese Entwicklung in der Türkei zu unterstützen, verlieh der IBKA den Preis 'Sapio' an den türkischen Atheistenverein 'Ateizm Derneği'. Dies geschah im Rahmen einer Preisverleihungsveranstaltung, auf der über die Situation von Atheisten in der Türkei informiert wurde."

Anfang April vergangenen Jahres wurde die IBKA-Arbeitsgemeinschaft "Flucht und Asyl" gegründet, um säkular orientierte Flüchtlinge politisch zu unterstützen und ihre Selbstorganisation zu fördern. Der IBKA weist darauf hin, dass "sich viele Menschen mit abweichenden weltanschaulichen Überzeugungen zur Flucht gezwungen" sehen.
Weiter heißt es: "Der IBKA begleitete kritisch das Lutherjahr und wies bei verschiedenen Gelegenheiten darauf hin, dass Luthers Schriften von Intoleranz und Antisemitismus geprägt sind."
In dem Tätigkeitsbericht werden viele Aktionen aufgeführt, die der IBKA im vergangen Jahr durchführte. So beriet der Verein "Kirchenaustrittswillige zu den Fragen: Wie geht das – wo geht das – wie komme ich kostenlos aus der Kirche."
Der Landesverband NRW des IBKA beteiligte sich unter anderem an der Kunstaktion "11. Gebot" gegen eine Bezuschussung des Kirchentags in Münster aus öffentlichen Mitteln.
"Den IBKA erreichen regelmäßig Anfragen des Bundesverfassungsgerichts nach einer Stellungnahme zu Verfahren, in denen es um Religion und Weltanschauung geht. Die letzte solche Anfrage erreichte den IBKA im August. Dabei geht es um die Zulässigkeit des Tragens eines Kopftuchs durch eine Rechtsreferendarin auf der Richterbank. Die Stellungnahme ging dem Bundesverfassungsgericht im November zu."
In einer Pressemitteilung vom 12. Juni mit dem Titel "Weder Kreuz noch Kopftuch bei Gericht" hat sich der IBKA nachdrücklich für eine weltanschaulich neutrale Justiz ausgesprochen.
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"Eine weltanschaulich
"Eine weltanschaulich neutrale Justiz. Sollte das - zumindest im säkulren Staat Deutschland - nicht eine Selbstverständlichkeit sein, über die man nicht mehr diskutieren muß?
Lieber IBKA, Ihr habt Euch
Lieber IBKA, Ihr habt Euch immer auch um ETHIK gekümmert. Ich muss Euch berichten: in BaWü will Grün-Schwarz Ethik ab Kl. 5 in etwa 10 Jahren (?) einrichten. Aber wie? Inzwischen kenne ich in Tübingen mehr konfessionsgebundene Ethiklehrer und -lehrerfortbilder als Säkulare. Die Ethik wird kirchlich unterwandert, gekapert und unsere Kinder missioniert. Humanistische Lebenskunde wäre eine Alternative. Ideologiefrei: leben und handeln nach zivilgesellschaftlichen Werten ohne Gott und Kirche....Ja, aber wo ist wer, der dafür trommelt? Der Vorsitzende des FV Ethik, Ole Kazich
ist Kirchenmitglied. Befragt zu Diskriminierung Konfessionsfreier meinte er: "welche Diskriminierung?" zu Theologen als Ethikfachdidaktiker: "warum nicht?" (Fachdidaktik ist ebenso wie Humanistik an der Uni für uns nicht vorgesehen). Zur Studie Tübinger Theologen "die Jugend ist religiös - zu 70%" seine Meinung: "aber die stellen fest, dass (unter Ethikschüler*innen) das Fach als fortschrittlicher als Reli gilt...Das sei doch schon was..." Da stehen einem Säkularen aus den 70er, als Religionskritik in war, die Haare zu Berge. Eben will sich der Staat um die armen 4% Moslems kümmern, weil die so schlecht organisiert sind. Und wer bitte schön kümmert sich um 40% Säkulare, die noch schlechter organisiert sind? Schweift mal nicht nur in die Ferne! Was kann gegen Kirchen/Religions-vormacht in der kirchlich verkorksten BRD in nächster Zeit getan werden? Bitte nicht warten auf die 75% Mehrheit, die gegen Reli im Grundgesetz aufstehen. Hic Rhodos, hic salta! Gruß Karin Resnikschek, Tübingen
Hallo, Lady Karin Resnikschek
Hallo, Lady Karin Resnikschek! "Ja, aber wo ist wer, der dafür trommelt?"
Na, Sie und ich! das ist doch schon mal ein Anfang! Wenn wir gemeinsam nun noch "Die Linke" dazu bringen, ihre innere Zerfleischung aufzugeben und sich statt dessen um unsere (Ihre und meine) Ziele zu kümmern, dann wären wir schon ein paar mehr!
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