In einem feierlichen Gründungskonvent wurde die Humanistische Akademie Österreich im Dezember der Öffentlichkeit vorgestellt. Säkulare, humanistische Bildung sollte in ganz Österreich sichtbar, zugänglich und vernetzt werden. Das Projekt in Zusammenarbeit mit der FH des BFI Wien wurde nun ausgezeichnet.
Das Projekt Humanistische Akademie Österreich wurde von Alexander Schmölz, Geschäftsführer des Österreichischen Instituts für Berufsbildungsforschung (ÖIBF) und Stiftungsprofessor für digitalen Humanismus an der Fachhochschule des BFI Wien, und Andreas Gradert, Präsidium des Humanistischen Verbands Österreich (HVÖ) und Präsident der Giordano-Bruno-Stiftung Österreich, geleitet. Der HVÖ war Projektauftraggeber im Rahmen des Studiengangs Projektmanagement & IT (PIT).
Sechs Student:innen nahmen sich der Humanistischen Akademie Österreich als Abschlussprojekt an. Ein zentrales Element dieses Vorhabens war der Aufbau einer österreichweiten Datenbank, die sämtliche relevanten Lehr- und Veranstaltungsangebote aus dem humanistischen, ethischen, religionskritischen und aufklärerischen Spektrum bündelt.
Mittlerweile sind für die Datenbank über 300 Projekte, Veranstaltungen und Lehrgänge eingegangen zu den drei Hauptthemen Humanismus, Menschenrechte und Ethik: Sie kommen aus dem Bereich Medizinethik, Arbeitsethik, aber auch aus der Technologie und Digitalisierung, der Nutzung von KI, der Verantwortung in Sozialen Medien oder bei automatisierten Systemen, und auch aus den Bereichen Umwelt– und Nachhaltigkeit, Bildung und Forschung, Wirtschaft und Finanzen, gesellschaftliches Zusammenleben, Politik, Medien und Nachbarschaft sowie Gesundheits– und Pflegepraxis jenseits der Medizin.
Zusätzlich hat sich über eine Anzeige beim Freiwilligencenter Niederösterreich jemand gemeldet, der pro bono in den ersten zwei Jahren die Verwaltung der Datenbank übernehmen möchte, somit ist auch die Wartung gesichert, die Aktualisierung hat bereits begonnen.
Auf einer Vernissage zeichnete die Fachhochschule unter anderem das beste Projektteam im Vollzeitstudium und das beste Projektvideo aus. In beiden Kategorien gewannen die Student:innen Magdalena Haller, Sophie Kauschitz, Lorenz Kofler, Fabio-Luca Ziegler, Valea Lagger und Leonie Kiefmann, die an der Humanistischen Akademie gearbeitet hatten.
"Dieser Erfolg ist eine herausragende Anerkennung für die fachliche Qualität, die konzeptionelle Klarheit, die professionelle Umsetzung und nicht zuletzt für das Engagement und die Teamleistung der Studentinnen über den gesamten Projektverlauf hinweg", freut sich der Humanistische Verband Österreich auf seiner Website. "Das Projekt zeigt eindrucksvoll, welches Potenzial in gut begleiteten Kooperationen zwischen zivilgesellschaftlichen Organisationen und Hochschulen liegt – und wie humanistische Inhalte auch im akademischen Kontext wirksam, relevant und sichtbar werden können."
Das prämierte Projektvideo:






