Ein Gespräch mit Carsten Frerk im Bayerischen Rundfunk

"Was kosten die Kirchen den Freistaat Bayern?"

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Der Bund für Geistesfreiheit (bfg) Bayern veröffentlicht zweimal im Quartal die Sendung "Menschsein". Die Sendungen werden von BR 2 innerhalb des Formats "Positionen" ausgestrahlt. An diesem Sonntag um 6:45 Uhr erscheint die neueste Folge.

Zum Jahresbeginn ergreift der Bund für Geistesfreiheit (bfg) Bayern die Gelegenheit, in der Radiosendung "Menschsein" im Bayerischen Rundfunk darzulegen, welchen Kostenfaktor die großen "christlichen" Kirchen sowie weitere Religions- und Weltanschauungsgemeinschaften im Freistaat darstellen.

Beim Thema Finanzen geht es schnell um Zahlen, was das Thema komplex und schwer zu durchdringen erscheinen lässt. Es tauchen Begriffe wie "Staatszuschüsse", "Staatsleistungen", "Konkordate", "Ablösungen", "Körperschaft des öffentlichen Rechts" usw. auf. Schnell wird der Eindruck erweckt, dass hier sowieso niemand mehr durchblicken kann und man besser die Finger davon lässt.

Carsten Frerk, Foto: © Ricarda Hinz
Carsten Frerk, Foto: © Ricarda Hinz

Doch sind die Verflechtungen zwischen Staat und Kirche wirklich so kompliziert, dass nur ein Banker sie verstehen kann? Der versierte Experte zu Kirchenfinanzen Carsten Frerk liefert in dieser Ausgabe von "Menschsein" den Beweis, dass sich durchaus in gut zehn Minuten verständlich aufzeigen lässt, an welchen Stellen wie viel Geld fließt, was die jeweilige Rechtsgrundlage darstellt und wie eine finanzielle Trennung von Staat und Kirche etappenweise möglich wäre.

Carsten Frerk leitet seit 2005 die Forschungsgruppe Weltanschauungen in Deutschland (fowid) und hat in zahlreichen Publikationen seine umfangreichen Recherchen zum Thema Kirchenfinanzen veröffentlicht. Wer tiefer in die Thematik eintauchen möchte, findet auf Carsten Frerks Website zahlreiche Möglichkeiten zur Weiterbildung.

Gislinde Nauy, stellvertretende Vorsitzende des bfg Bayern, ergründet in diesem Interview, welche Zahlungen gesetzlich verbrieft sind und welche sofort eingestellt werden könnten. Transparent wird in diesem Gespräch auch dargestellt, welche Zuschüsse der bfg Bayern selbst vom Staat erhält und wie er zu einer Einstellung dieser Zahlungen stehen würde.

Gislinde Nauy, Foto: privat
Gislinde Nauy, Foto: © privat

Wenn Frerk das Verhältnis Kirche-Staat schließlich mit der Ehe von Fußballspieler Thomas Müller vergleicht, wird auch für Laien sehr anschaulich, wie das System funktioniert.

Dass Staat und Kirche finanziell schon längst getrennt gehörten – ist es doch ein lange bestehender Verfassungsauftrag – dürfte allgemein bekannt sein. Dieses Gespräch offenbart jedoch zusätzlich noch das eine oder andere bayernspezifische Detail.

Zum Abschluss legt der Experte dar, wie hoch die jährliche kirchensteuerliche Belastung bei einem bayerischen Durchschnittseinkommen ausfällt und macht konkrete Vorschläge, wie Steuerzahler*innen ausgerechnet mit einem Kirchenaustritt Caritas und Diakonie noch effektiver unterstützen könnten.

Die ganze Sendung kann man am Sonntag, 18.01.2026, 6:45–7:00 Uhr auf BR 2 unter dem Titel: "Was kosten die Kirchen den Freistaat Bayern?" anhören.

Die Sendungen bei BR 2 und gelegentlich auch ausführlichere Interviews sind in der Mediathek des bfg Bayern sowie auf Spotify und Apple Podcasts unter dem Titel "Menschsein – der Podcast des bfg Bayern" nachzuhören.

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