Meinungen von Jugendlichen sichtbar und hörbar machen

jugendweihe_sachsen_im_parlament.jpg

Jugendliche im sächsischen Landtag

Der Sächsische Verband für Jugendarbeit und Jugendweihe besuchte am 18. und 19. Februar als Höhepunkt des Projekts "Dialog der Jugend" mit 200 Jugendlichen den Sächsischen Landtag. Außerdem gab es rege Beteiligung an einer Befragung, die interessante Antworten liefert.

Das Projekt "Dialog der Jugend" wird bereits im 18. Jahr von den Mitglieder- und Jugendgruppen des Vereins Sächsischer Verband für Jugendarbeit und Jugendweihe gestaltet. In diesem Jahr beteiligten sich mehr als 1.200 sächsische Jugendliche an einer Befragung des Vereins zu Themen wie Bildung, persönliche Lebenssituation und politische Interessen. Es wurden im Vergleich zu den Vorjahren sehr viele neue Fragen gestellt.

Die Ergebnisse werden in einer aktuellen Broschüre vorgestellt. Es zeigt sich hier zum Beispiel, dass rund 50 Prozent der Jugendlichen glauben, dass Politiker*innen ihren Interessen zu wenig Aufmerksamkeit schenken. Nur 17 Prozent der Befragten gaben an, dass die Politik ihrer Meinung nach bereits genug unternimmt, um jedem die gleichen Chancen und Rechte in unserer Gesellschaft zu ermöglichen.

Alle Fragen und die Auswertung der Antworten sind in besagter Broschüre zusammengefasst, die man hier lesen oder downloaden kann.

Beim Besuch im Landtag gab es nicht nur spannende Führungen durch das Gebäude. In Planspielen erprobten die jungen Menschen das Prinzip einer parlamentarischen Debatte. Höhepunkt des Besuchs waren wie in jedem Jahr die Diskussionen mit den Abgeordneten. Die Fragen der Jugendlichen waren sehr zahlreich und reichten von Lehrermangel über Energiepolitik, Wirtschaftsförderung, Schienenverkehr bis hin zu Pressefreiheit, Queerfeindlichkeit, Kriegsgefahr und Wehrpflicht. Aber auch persönliche Fragen zu Ausbildung, Entscheidung für die eigene Partei oder Hobbys wurden gestellt.

Bei einer Frage an die anwesenden Abgeordneten zum Thema Gewalt und Mobbing an Schulen zeigte sich, dass es durchaus Probleme gibt, deren aktuelle Tragweite nicht allen Politikern ausreichend bewusst ist.

Unterstützen Sie uns bei Steady!