Evangelischer Kirchentag in Stuttgart
Woher kommt das Geld für den Kirchentag?
Die Stuttgarter Zeitung bewirbt den Kirchentag, der in wenigen Wochen in der baden-württembergischen Hauptstadt beginnt.
Der Artikel liest sich wie ein Werbeblatt der Kirchen und will den Lesern weismachen, dass die Stadt am Kirchentag verdient. So heißt es: "So ständen den 2,5 Millionen Euro Fördersumme drei Millionen Euro gegenüber, die städtische Tochterunternehmen etwa für Mieten oder Einnahmen bei der Müllabfuhr verbuchen könnten."
"Die Landeshauptstadt gibt einen Zuschuss von 2,5 Millionen Euro. Dazu kommen gut 700 000 Euro an Sachleistungen und Gebührenbefreiungen. Das Land bringt fünf Millionen Euro auf."
Kommentare (5)
Netiquette für Kommentare
Milchmädchenrechnung,
Milchmädchenrechnung, außerdem niemals belegbar. Jeder kommunale Kämmerer, der seinen Laden kennt, wird einräumen, dass Rückflüsse in die Kommune in solchen Größenordnungen reine Illusion sind. Außerdem stellt die Einnahme z.B. für die Müllabfuhr ja keinen Gewinn dar, sondern einen Ausgleich für erbrachte Leistungen. Die Stuttgarter Zeitung haut es aber auch gleich in der Überschrift raus: Gutes Geschäft!???
Mancher stellt sich reich und hat nichts, und mancher stellt sich arm und hat großes Gut.
Altes Testament, Sprüche 13,7
Für diesen schlampigen
Für diesen schlampigen Artikel muss „das 11. Gebot“ H. Bury fast dankbar sein.Vielleicht hat er ja auch die schlampige Argumentation der EKT-Organisatoren korrekt dargestellt.
3,2 Mio Kosten für S stellt er 3,0 Mio „Einnahmen“ gegenüber. Selbst wenn man hier mal Einnahmen und Gewinn gleich setzen sollte, sind das für mich immer noch 0,2 Mio Verlust.
Ein wirklich gutes Geschäft für S.
Ganz besonders hübsch auch der Begriff der „regionalwirtschaftlichen Auswirkungen“ - immerhin auch im Artikel in Anführungszeichen. Da wird gar nicht erst der Versuch gemacht sie für S abzuschätzen geschweige denn hochzurechnen. Wenn man dem mal die „regionalwirtschaftlichen Zuschüsse“ - da rechne ich mal die Zuschüsse von S (3,2 Mio), BW (5 Mio) Spenden 1,8 Mio zusammen – gegenüberstellt, dann müssten da also 10 Mio Gewinn (!) für die regionale Wirtschaft rausspringen.
Ob die Spender der „Aktion Mensch“, von der man sich höhere Spenden wünscht, damit den EKT finanzieren wollten, wage ich zu bezweifeln.
Der Anteil der Kirche beträgt im übrigen nur etwa 20% , also die Hälfte der öffentlichen Zuschüsse.
Spenden der "Aktion Mensch"
Spenden der "Aktion Mensch" fließen dem Kirchentag zu?
Überrascht hat mich, dass auch Spenden der "Aktion Mensch" in den Kirchentag fließen. Ich dachte ja, da werden Behinderte gefördert. Das wird sicher manchen Spender interessieren!
Empörend finde ich, dass
Empörend finde ich, dass sogar die Aktion-Mensch zu den Sponsoren gehört. Ich dachte immer, mit meinem Beitrag wirklich Bedürftige zu unterstützen. Tatsächlich habe ich dazu beigetragen, einen Parasiten zu mästen.
Gegen die Subventionierung
Gegen die Subventionierung des evang. Kirchentages habe ich mit einem Leserbrief in den "Stuttgarter Nachrichten" protestiert. Der Leserbrief müsste am Freitag, 5. Juni 2015 erscheinen.