Die walisische Regierung hat eine Anhörung begonnen, in der das gegenwärtige Verfahren der aktiven Zustimmung zur Organspende ersetzt werden soll durch die „sanfte Zustimmungsverweigerung“ zur Spende. Die British Humanist Association (BHA) begrüßt diese Nachricht, nachdem sie schon lange eine Befürworterin des Systems der sanften Zustimmungsverweigerung ist.
Im gegenwärtigen Verfahren der aktiven Zustimmung müssen Individuen sich aktiv dafür entscheiden, sich im Organspendenregister eintragen zu lassen, während im Verfahren der sanften Zustimmungsverweigerung die Organspende vorgegeben ist, Verwandte aber gefragt werden, ob ihnen eine nicht registrierte Ablehnung der Organspende seitens des Individuums bekannt ist.
Die BHA sagte gegenüber dem Walisischen Ausschuss aus, das sich 2008 mit Verfahren zur Organspende befasste. Die Vorsitzende der BHA für Öffentliche Angelegenheiten, Naomi Phillips, kommentierte: „Das ‚sanfte System’ der vorausgesetzten Zustimmung, welches in Wales vorgeschlagen wird, kommt den Wünschen von Individuen und ihren Familienmitgliedern entgegen, die keine Organspende leisten wollen, während gleichzeitig das Verfahren der aktiven Zustimmung das Potenzial hat, der gesamten Gesellschaft ungemein zu dienen, wenn es die Verfügbarkeit von Organen erhöht. Im Gegenzug würden viele Leben gerettet und die Praxis des (illegalen) Organhandels würde stark reduziert. Idealerweise würden wir ein solches System gerne in ganz Großbritannien implementiert sehen, da nachgewiesen ist, dass es effektiv ist für die Lebensrettung, während die individuelle Autonomie gewahrt bleibt.“





