Religionen

Religionszugehörige Zeichen des Zwanges

Im Quartalsrückblick der Konfessionsfreien Österreich werden im Zusammenhang mit der immerwährenden Kopftuchdebatte "erzwungene Zeichen der Religionszugehörigkeit" erwähnt. Der Autor ist der Meinung, die Formulierung gehöre umgedreht, um der Kausalität gerecht zu werden. Im folgenden kurzen Text hat er ein paar Gedanken zum Verhältnis Republik und religiöse Markierung formuliert.

Ratzingers Theologie als Anhängsel des Spaghettimonsters

Wofür Christentum und Islam Jahrhunderte benötigten, ist dem Pastafaritum in nicht einmal zwei Jahrzehnten gelungen: einen theologischen Klassiker vorzulegen, der abzusehenderweise für lange Zeit richtungsweisend bleiben dürfte. Die MIZ-Redaktion sprach mit dem Autor Joseph Capellini über sein Erfolgsbuch, über den Bezug zu Joseph Ratzingers Einführung in das Christentum und über das Fliegende Spaghettimonster (FSM).

Budgetbetrug als Religionsfreiheit?

Mehrere ehemalige Leiter der staatlich anerkannten ungarischen Pfingstkirche stehen vor Gericht, weil sie staatliche Zahlungen für "Leistungen", die nie stattgefunden haben, bezogen haben sollen. Ihre Verteidigung ist originell: Kein weltliches Gericht dürfe beurteilen, was eine Religionsgemeinschaft mit ihrem Geld mache. Und irgendwie sei auch die DSGVO relevant.

Robert Prevost wird Kardinal

Der Heilige Geist hat geholfen

Wird ein Bundeskanzler erst im zweiten Wahlgang gewählt, so ist das für diesen ein politisches Desaster. Wird ein Papst schon im vierten Wahlgang des Konklave gewählt, sagt das: Er versteht es offenbar, Brücken zu bauen, oppositionelle Lager innerhalb der Kirche zu vereinen. Und wenn er dann noch in einem für einen Papst süßen Teenageralter von 69 Jahren ist und alle wissen, dass er die Geschicke seiner Kirche womöglich über Jahrzehnte prägen wird, so zeigt das, dass ihm offenbar großes Vertrauen entgegengebracht wird. Habemus Papam. Dieses Mal einen Leo. Einen Löwen also.

Heilige Likes – Wie deutsche Christfluencer den Glauben vermarkten

Sie beten, predigen und posieren vor Sonnenuntergängen: Auf Instagram, YouTube und TikTok inszenieren sich sogenannte Christfluencer als Sprachrohr Gottes in digitaler Mission. Mit Bibelversen im Reels-Format, modischen Outfits und sanftem Dauerlächeln verbreiten sie eine Mischung aus Selbstoptimierung, konservativen Moralvorstellungen und "Jesus liebt dich"-Content. Was harmlos wirkt, ist Teil einer wachsenden Erweckungsbewegung im Netz – mit deutlichen Tendenzen zu Kommerz, politischer Aufladung und dogmatischer Verengung.

Das Fliegende Spaghettimonster

Pastafari beim Kirchentag

Heute beginnt der Kirchentag 2025 in Hannover. Neben Tausenden Mitwirkenden wird auch die Kirche des Fliegenden Spaghettimonsters Deutschland erwartet. Die Pastafari präsentieren sich bis zum 4. Mai auf dem "Markt der Möglichkeiten" in Halle 6, Stand D42. Das Kircheninstitut bietet eine Einschätzung der theologischen, politischen und kulturellen Dimension des bevorstehenden Kirchentages – mit besonderem Blick auf interreligiöse Dynamiken.

Symbolbild

Keine Befreiung vom Schwimmunterricht aus religiösen Gründen

Allein das Betreten des Schwimmbades sei eine "Todsünde". So argumentierten die Eltern dreier Kinder aus dem baden-württembergischen Landkreis Tuttlingen. Aus religiösen Gründen müssten ihre Kinder vom Schwimmunterricht befreit werden. Das hatte die zuständige Behörde abgelehnt. Dagegen zogen die Eltern vor das Verwaltungsgericht Freiburg. Erfolglos.

Parodie von Michelangelos Fresko "Die Erschaffung Adams"

Wer wird der Nachfolger von Papst Franziskus?

Vor dem Konklave beginnt das Papst-Lotto. Es sind oft dieselben Namen, über die man in den Medien spekuliert. Aber es könnte auch eine Überraschung geben. Als einer der aussichtsreichsten Kandidaten gilt ein Kardinal mit pastafarischem Hintergrund: Kardinal Gnocchibomba aus Italien. Das Kircheninstitut nimmt die Debatte zum Anlass für eine kirchenpolitische Einordnung.