Vom 20. bis 23. August wird der Weltkongress von "Religions for Peace" erstmals in Deutschland stattfinden – eine vermeintliche Bastion der Friedensstiftung. Dass aber ein Gewaltpotential – auch zum Beispiel den Buddhisten – allen Glaubensgemeinschaften innewohnt, hat der Religionswissenschaftler Hartmut Zinser erforscht.
Drei gläubige Jungunternehmer haben einen Sexshop gegründet – mit christlichen Werten: kein Fetisch, dafür neue erotische Ideen für das Eheleben. Denn: Gott habe den Sex schließlich nicht nur fürs Kinderkriegen gemacht. Freikirchen sind irritiert, die Evangelische Kirche zeigt sich hingegen aufgeschlossen.
Mit dem "Religionsmonitor" will die Bertelsmann-Stiftung regelmäßig die Bedeutung von Religion für den gesellschaftlichen Zusammenhalt darstellen. Die aktuelle Ausgabe befasst sich damit, ob und wie sehr religiöse und konfessionslose Menschen demokratisch empfinden.
Die Welt ist laut Bibel ein Jammertal, seit Gott Adam und Eva aus dem Paradies vertrieben hat. Seither regiert angeblich das Böse. Und dies hat laut traditioneller christlicher Lesart zwei Hörner. Zwar versuchen die Religionen, dem Chaos ihre Moral und Ethik entgegenzusetzen, doch der Erfolg ist überschaubar.
"Die Kirchen und Religionsgesellschaften sind vom Staate getrennt." So lautet Artikel 59 Satz 1 der Bremischen Landesverfassung. Die Realität ist eine andere.
Die Endlichkeit des Lebens macht das Dasein auf Erden oft zur Hölle. Denn alles, was mit dem Ableben zusammenhängt, macht Angst. Potenziert wird diese Angst durch den Umstand, dass der Tod ein ständiger Begleiter ist – auch wenn wir dies nicht immer wahrnehmen.
Auf hohem intellektuellen Niveau und mit großem Sachverstand erklärt der Publizist und ehemalige österreichische Parlamentarier Niko Alm Begriffe und Sachverhalte zur Religion im öffentlichen Raum, zu Laizismus, zum Verhältnis von Kirche und Staat, zur Religionsfreiheit, religiösen Privilegien etc., über die in öffentlichen und privaten Diskussionen oftmals konfus und wenig fruchtbringend gestritten wird. Er entwirrt zahlreiche damit verbundene Missverständnisse und zeigt Lösungsvorschläge auf.
Wir unterhalten Behinderten- und Gleichstellungsbeauftragte. Nach diesem Vorbild brauchen wir säkulare Weltanschauungsbeauftragte. Deren Aufgabe ist es, den religionsbarrierefreien Zugang zu Einrichtungen, Debatten und Feierstunden zu gewährleisten, die in gesamtgesellschaftlichem Auftrag betrieben werden.
Wir leben zwar in einer säkularisierten Welt und viele Staaten kennen die Trennung von Staat und Kirche, doch religiöse Überzeugungen, Ideen und Machtinteressen sind in der Politik omnipräsent.
Eine aktuelle Studie vom Institut für Jugendkulturforschung zeigt, dass Jugendliche in Österreich kein Interesse mehr an Religionen haben. Religionen werden eher als Privatsache und gesellschaftliche Herausforderung gesehen.
In seiner im Süden Ghanas gelegenen Kirche in Accra hatte sich der selbsternannte Prophet Kofi Oduro etwas besonderes für seine Predigt ausgedacht. Mit sexy Damenunterwäsche und einem seidigen Morgenmantel erklärte er den anwesenden verheirateten Frauen, wie sie das Interesse ihrer potentiell untreuen Ehemännern an sich erhalten könnten.
Nationalrat Beat Flach verlangt die Streichung des Blasphemieverbotes, doch die Landesregierung wehrt sich dagegen. Dabei hat es längst keine Daseinsberechtigung mehr.
Wer im Glauben stark ist, braucht keine Medikamente. Mit solchen Sprüchen reden Kirchenführer in Uganda den Gläubigen selbst bei schweren Erkrankungen Arztbesuche und Medikamente aus. Diese gefährliche Praxis hätte einem 9-jährigen Mädchen fast das Leben gekostet.
Was gut oder böse ist, bestimmen die Götter: So halten es Weltreligionen wie Christentum, Judentum und Islam. Lange Zeit ging die Forschung davon aus, dass solche Konzepte von höheren Mächten als Moralhüter die Basis für das Entstehen früher Hochkulturen bildete. Doch nun belegt eine umfangreiche Studie, dass sich die Idee von moralisierenden Gottheiten erst bildete, nachdem sich die frühen Hochkulturen bereits etabliert hatten. Demnach haben die Religionen nicht die Gesellschaftsordnung geformt, sondern bereits Bestehendes stabilisiert.
In Nordrhein-Westfalen (NRW) ist im Jahr 2018 die Zahl der Menschen, die aus der Kirche austraten, im Vergleich zu den Vorjahren gestiegen. 88.510 Personen haben die katholische oder evangelische Kirche verlassen.