(hpd) Bong Joon-hos Endzeitthriller "Snowpiercer" feierte bereits bei der letztjährigen Berlinale seine Deutschlandpremiere und wurde von Publikum wie Kritikern gefeiert. Doch noch heute lohnt der Blick auf dieses Kinoereignis.
BERLIN. (hpd) Wie lange wird das Wirtschaftssystem, wie wir es kennen, noch Bestand haben? Wann platzen die nächsten Banken-Blasen, wann krachen die Schuldenberge in sich zusammen und kollabieren die Wirtschaften? Wann wird das Geld keinen Cent mehr wert sein?
ZWICKAU. (hpd) Vorige Woche, pünktlich zum Valentinstag, kam der Film "Fifty Shades of Grey" in die Kinos und in aller Munde. In den USA hat der Film bereits über achtzig Millionen Dollar eingespielt. Er bricht auch in Deutschland Besucherrekorde. Besonders in katholischen Gegenden feiert er Triumphe. Die Medienlandschaft verkündet seit Wochen einen sensationellen Sadomaso-Film. Was für eine Irreführung, meint der Kulturwissenschaftler Horst Groschopp in seiner Filmkritik.
BERLIN. (hpd) Rituale besänftigen. Im Tierreich und unter den Menschen. Religiöse Riten entstanden aus Verhaltensmustern, wie sie in Auseinandersetzung um Territorien, in der Klärung von Situationen von Stärke und Schwäche längst vor Aufkommen des Menschen existierten. Das ist die These von Ina Wunn.
(hpd) Der Politikwissenschaftler Christoph Hoeft analysiert in seinem Buch "Narration in der Krise. Zum Wandel des sozialdemokratische Wohlfahrtsstaatsdiskurses in Schweden" dortige Politikerreden hinsichtlich der politischen Änderungen als Reaktion auf neue wirtschaftliche Rahmenbedingungen.
(hpd) Der Bildungswissenschaftler Sebastian Friedrich legt mit "Der Aufstieg der AfD. Neokonservative Mobilmachung in Deutschland" eine Darstellung und Deutung der Entwicklung der neuen Partei vor. Einerseits erhält man eine Fülle von interessanten Informationen mit kritischer Orientierung, andererseits irritiert die ökonomiezentrierte Gesamteinschätzung als Folge von besonderen Klasseninteressen.
WEIMAR. (hpd) Selten stand der Rezensent vor solch einem Dilemma: Wie soll er bloß Hans-Werner Kubitzas neuestes Buch "Der Dogmenwahn" besprechen, es würdigen? Für all das, was hierüber – und natürlich lobend – gesagt werden muss, fehlt einfach der Platz. Eigentlich würde schon reichen zu sagen: Inhaltlich tiefschürfend, akribisch recherchiert und analysiert, wissenschaftlich präzise in der Aussage und dazu noch überaus gekonnt mit spitzer Feder geschrieben.
(hpd) In dem Gesprächsband "Revolution oder Evolution. Das Ende des Kapitalismus?" diskutieren die beiden bekannten Kapitalismuskritiker David Graeber und Tomás Sedlácek über die Entwicklung des ökonomischen Systems. Zwar werden ab und an beachtenswerte Reflexionen vorgetragen, insgesamt erschöpft sich der Band aber in diffusen Monologen.
(hpd) Thomas Hocke, der ehemalige Redakteur des ZDF für Literatur und Bildende Kunst, Begründer etlicher Literaturformate in ZDF, 3sat und arte sowie Mitbegründer des Rheingau-Literatur-Festivals stellt im hpd Bücher vor, die nicht unbedingt Bestseller sind; es aber noch werden könnten.
WEIMAR. (hpd) Vor 120 Jahren, am 14. Juni 1895, wurde Susanne Leonhard geboren. Wer war diese Frau, die sich bereits als junge Studentin – zur Zeit des 1. Weltkrieges – der radikalen Friedensbewegung und der sozialistischen Linken anschloss? Ihr Leben und Werk stellt Herausgeber Heiner Jestrabek in seiner neuen Publikation mit dem etwas umständlichen Titel “Susanne Leonhard: Unterirdische Literatur im revolutionären Deutschland, Gestohlenes Leben, Freies Denken – Dokumentation zu Leben und Werk” vor.
BONN. (hpd) Der Historiker Heinrich August Winkler legt mit “Geschichte des Westens. Die Zeit der Gegenwart” den vierten und letzten Band seines gleichnamigen Projektes vor. Auch die Darstellung der Ereignisse der letzten 25 Jahre beeindruckt durch die enorme Kompetenz des Autors, man hätte sich aber mehr Ausführungen zum Spannungsverhältnis von westlicher Politik und westlichen Wertvorstellungen gewünscht.
BERLIN. (hpd) Für ihr Buch interviewte die Ärztin und Psychologin Marlene Pfaffenzeller traumatisierte Menschen aus der Türkei, Ruanda und einigen südamerikanischen Staaten. Die Interviews geben ein Bild von diesen Ländern, zeigen gequälte Menschen und politische Umstände auf drei Kontinenten.
WEIMAR. (hpd) Die Überschrift zu dieser Rezension nimmt mit Bedacht Bezug auf ein seit etwa 1800 in Wien nachgewiesenes volkstümliches, galgenhumoriges Spottlied. Denn hiermit kann durchaus das Fazit des jüngsten kirchenkritischen Buches des promovierten Theologen Hermann Detering (“O du lieber Augustin”) in der Kürze, in der die Würze liegt, auf den Punkt gebracht werden.
Seit Oktober des zurückliegenden Jahres läuft eine bundesweite Kampagne mit dem Titel "Mein Ende gehört mir!", getragen von der Deutschen Gesellschaft für Humanes Sterben, von der Giordano-Bruno-Stiftung und dem Internationalen Bund der Konfessionslosen und Atheisten.
BERLIN. (hpd) Natur ist immer, auch da, wo sie vom Menschen völlig verändert wurde. Das ist die Botschaft von Esther Kinskys Roman “Am Fluss”, der von Spaziergängen an den Ufern des Lea, eines Zuflusses der Themse am Stadtrand von London, handelt.