USA

"Auch mit Mundschutz könnt ihr Gott nicht entkommen!"

Die Corona-Pandemie hat die USA fest im Griff und der Staat Florida gehört zu den Hotspots. 169.098 bekannte Akutfälle und 3.616 Todesopfer zählt die Statistik am 3. Juli. Um die Infektionswelle einzudämmen, haben die Behörden im Bezirk Palm Beach County Ende Juni die Maskenpflicht in der Öffentlichkeit beschlossen. Das Votum war einstimmig, doch in der vorangegangenen öffentlichen Anhörung sahen sich die Entscheider*innen mit wütenden Protesten aus der Bevölkerung und kruden Verschwörungsmythen konfrontiert.

Das Weiße Haus in Washington

Tränengas und Blendgranaten: Trumps bizarrer Weg zum Bibelfoto

Die Szenen, die sich am Abend des Pfingstmontag in Washington D.C. abspielten, wirken wahrlich grotesk: Donald Trump verkündet vor laufenden Kameras, er sei der Präsident "des Rechts und der Ordnung" und er stehe hinter friedlichen Demonstrationen - während gleichzeitig ein friedlicher Protest vor dem Weißen Haus unter Einsatz von Tränengas, Gummigeschossen und der Nationalgarde niedergeschlagen wird.

Was uns nach den "Corona-Spaziergängen" erwarten könnte

Der US-amerikanischen Regierung, allen voran Präsident Donald Trump und seinem Vize Mike Pence, nebenbei Chef der Coronavirus-Taskforce, dürften im Moment gewaltig die Synapsen glühen: Ausgerechnet in den ländlichen Counties (dem US-amerikanischen Pendant zum Landkreis), fernab der einstigen Covid-19 Hotspots an den beiden Küsten, entwickeln sich neue pandemische Epizentren.