Auch Atheisten können sich dem jährlichen Weihnachtstrubel nur schwer entziehen. Für alle ungläubigen Spätaufsteher, die noch dringend Geschenke besorgen müssen, hat der hpd ein paar Tipps zusammengestellt.
Obwohl Amerikaner als äußerst religiös gelten, verliert das Christentum auch in den USA zunehmend an Bedeutung. Dies lässt sich aus der jüngsten Umfrage des US-amerikanischen Meinungsforschungsinstituts Pew Research Center zum Thema "Weihnachten" schließen.
Einem italienischen Musikdirigenten wurde nach der Premiere einer Kinderaufführung gekündigt. Er hatte den Kindern gesagt, dass es keinen Weihnachtsmann gäbe.
In der Adventszeit schießen sie wie Pilze aus dem Boden: Weihnachtskrippen. Kaum ein Kaufhaus, in dem nicht irgendwo die heilige Familie in Hochglanz-Optik herumsteht. Doch es gibt auch alternative Krippen, die die christliche Variante aufs Korn nehmen.
Ein evangelikaler Priester hat im US-Bundesstaat Texas eine neue Form der Aufklärung erprobt. In einem Einkaufszentrum rief er Kindern, die sich mit einem verkleideten Weihnachtsmanndarsteller fotografieren ließen, zu, dass es in Wahrheit gar keinen Weihnachtsmann gäbe. Sie sollten sich lieber an Jesus halten – denn der sei schließlich real.
Die oberösterreichische Landesgruppe der Freiheitlichen Arbeitnehmer ließ auf Facebook darüber abstimmen, ob nur Christen Anrecht auf Weihnachtsgeld haben würden. Die Botschaft richtete sich vorrangig gegen Muslime, betraf aber Konfessionsfreie ebenso.
BERLIN. (hpd) Volle Kirchen zu Weihnachten, gut besuchte Christmetten – ein Zeichen der Rückkehr der Religionen, ein Erstarken des Religiösen? Keinesfalls, folgt man den Überlegungen des Religionssoziologen Detlef Pollack vom Exzellenzcluster Münster, der sagt, dass religionssoziologisch betrachtet es "Multifunktionalität (sei), die den Weihnachtsgottesdienst so attraktiv macht”. Zur Multifunktionalität gehörten die Faktoren "Kirche”, "festliche Stimmung”, "Musik”, "Predigt”, "Nachdenken über das vergangene und das kommende Jahr” sowie auch einfach nur die "Gewohnheit”.
BERLIN. (hpd) "Das muss ja ziemlich langweilig sein für einen Humanisten", so frotzelte ein christlich gläubiger Freund, als wir darüber sprachen, was jeder von uns beiden für Weihnachten plant. Ja, einige atheistische Kollegen beharren ganz explizit darauf: "Für mich ist das ein Tag wie jeder andere auch". Und wiederum andere Religionsfreie fordern gar, sich als nicht gläubiger Mensch deutlich von den christlichen Festen zu distanzieren und allerlei Brauchtum bewusst und erkenntlich zu meiden.
ASCHAFFENBURG. (hpd) Der Humanistische Pressedienst hat auch dieses Jahr in Zusammenarbeit mit seinem Partner denkladen.de wieder einige Geschenktipps zum Jahresende zusammengestellt. Dabei sind diesmal lesenswerte Bücher für Groß und Klein, ein Kalender für Ketzer und Liebeserklärungen an den Atheismus dabei.
WIEN. (hpd) Weihnachten ist eine Zeit des kollektiven Wahnsinns, weiß jeder, der seine fünf Sinne beieinander hat. Nicht nur der kollektive Kaufrausch samt verordneter synthetischer Gemütlichkeit zehrt an den Nerven. Auch die soziale Trennung der Gesellschaft tritt so klar zutage wie nie, findet Christoph Baumgarten in seiner Weihnachtsglosse.
Häufig wird von bürgerlichen Medien und Politikern kolportiert, dass Weihnachtsmärkte in Kreuzberg aus falsch verstandener Toleranz oder Angst vor Muslimen nunmehr "Wintermärkte" heißen.
POLEN. (hpd) Zum 22. Mal bewegte das Große Orchester der Weihnachthilfe die Polen zum Spenden. Doch die Spendenaktion erhält auch viel Kritik – nicht nur von klerikalen Kräften.
HAMBURG. (hpd) Es ist vollbracht! Die Weihenacht mit ihrem allgegenwärtigen Gebimmel und Gesäusel liegt hinter uns. Der Bratenduft und Glühweindunst über den Weihnachtsmärkten hat sich gelegt. Doch mancher erinnert sich noch und weiß nicht recht, wie ihm geschah.
WIEN. (hpd) Die Weihnachtszeit erreicht ihren Höhepunkt. Sei's der Einkauf fürs Festtagsmenü im übervollen Supermarkt in letzter Minute, sei's ein Weihnachtslied aus Kinderkehlen, so treuherzig, freudig und falsch angestimmt wie möglich, sei's der Pflichtbesuch bei den (Schwieger)Eltern – für die nächsten Tage benötigt man Nerven aus Stahl. Mit seiner Weihnachtsglosse versucht unserer Österreich-Korrespondent Christoph Baumgarten die schlimmsten Momente leichter überstehbar zu machen.