BERLIN. (hpd) 15 Jahre lang beschäftigte sich Andrea Grill mit einer unauffälligen Schmetterlingsgattung, den Ochsenaugen. Sie kommt an einigen Standorten wie Sardinien, österreichischen Tälern oder der türkischen Küste in endemischen Arten vor, die sich für den Laien kaum voneinander unterscheiden. Wissen Schmetterlinge, wenn sie Artgenossen vor sich haben, ist eine der Fragen, die Andrea Grill in ihrem Portrait "Schmetterlinge" stellt.
HANNOVER. (mpg) Den Wissenschaftlern an den beiden amerikanischen LIGO-Detektoren sind erneut Gravitationswellen ins Netz gegangen. Das Signal war bereits am 26. Dezember 2015 aufgezeichnet worden. Es stammt von einem Paar verschmelzender schwarzer Löcher, die mit rund 14 und 8 Sonnenmassen kleiner sind als die am 14. September vergangenen Jahres entdeckten. Auch dieses Mal haben Forscher am Max-Planck-Institut für Gravitationsphysik in Potsdam und Hannover sowie der Leibniz Universität Hannover entscheidend zu dem Fund beigetragen.
BERLIN. (gwup) Die "Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften" (GWUP) kritisierte die Blockade der Glyphosat-Zulassung durch die Bundesregierung. Darauf gab es viele kritische Kommentare, die der Vorsitzender der GWUP, Amardeo Sarma, zum Anlass nahm, auf die Diskussion noch einmal genauer einzugehen. Auch an dieser Veröffentlichtung gab es – in den Kommentaren hier im hpd sowie in den sozialen Netzwerken – Kritik. Amardeo Sarma hat auch darauf geantwortet.
JENA. (mpg) Vom Menschen unberührte Landschaften gibt es nirgendwo mehr auf der Erde, und zwar – von wenigen Ausnahmen abgesehen – schon seit Tausenden von Jahren nicht mehr. Das unterstreicht eine aktuelle in der Fachzeitschrift PNAS veröffentlichte Studie unter der Leitung von Nicole Boivin, Direktorin am Max-Planck-Institut für Menschheitsgeschichte und Wissenschaftlerin an der Universität Oxford.
BERLIN. (hpd) Antilopen gelten gemeinhin nicht als besonders schlaue Tiere. Dennoch lässt sich an ihnen einiges über Gruppenentscheidungen, Motivation und Manipulation studieren, kurz, Verhaltensweisen, die in der Politik und Marktwirtschaft wichtig sind. Sie waren Léo Grassets Forschungsobjekte in der Savanne Simbabwes. In "Giraffentheater" präsentiert er rasant komisch Populärwissenschaft, die zündet.
BERLIN. (hpd) Vor 100 Jahren entdeckte Wolfgang Köhler die Einsicht der Schimpansen, wenn sie Kisten auftürmen, um an eine Banane zu gelangen, Konrad Lorenz später die artspezifischen Instinkte, Frederick Skinner das assoziative Lernen. Frans de Waal begründete die evolutionäre Kognitionsforschung darüber, wie Sinneseindrücke in Wissen umgewandelt werden, und dessen Anwendung als Antwort auf eine sich verändernde Umwelt. Wie Tiere Lösungen suchen, sammeln und speichern, beschreibt er in seinem jüngsten Buch.
SEEWIESEN. (mpg) Menschliche Sprache ist ein kooperatives Zusammenspiel und beinhaltet schnelle Rollenwechsel. Diese Art der kooperativen Kommunikation könnte als Teil genereller kooperativer Fähigkeiten entstanden sein, die für den Menschen einzigartig sind. In einer artübergreifenden Studie an Bonobos und Schimpansen im Freiland haben Forscher der Humboldt Forschungsgruppe am Max-Planck-Institut für Ornithologie in Seewiesen jetzt jedoch gezeigt, dass die gestische Kommunikation von Menschenaffen ähnliche kooperative Grundelemente und Rollenwechsel aufweist wie unsere menschliche Sprache.
BERLIN. (hpd) Wer Macht ausüben möchte, der benötigt eine überdurchschnittliche Intelligenz, die häufig auch dazu genutzt werden muss, die Massen nicht in alles einzuweihen. Damit jedoch intelligente Menschen, die dieses Spiel durchschauen, nicht aus dem Konsens des Für-Dumm-Verkaufens ausscheren, müssen sie zu Eingeweihten der Machtelite werden können, die als Erkennende das System unterstützen. Religionsbegründer bauen daher Intelligenztests in die Glaubensinhalte ein, die sich als Satiren erkennen lassen.
BERLIN. (hpd/gwup) Vor einigen Tagen veröffentlichte die "Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften" (GWUP) eine Pressemitteilung, in der mehr Vernunft in der Diskussion um das Pflanzenschutzmittel Glyphosat gefordert wurde. Darauf gab es viele kritische Kommentare, die der Vorsitzender der GWUP, Amardeo Sarma, zum Anlass nahm, auf die Diskussion noch einmal genauer einzugehen.
BERLIN. (hpd) Ein australisches Forscherteam dokumentierte in Ruanda erstmals homosexuelle Akte weiblicher Berggorillas. Während Homosexualität bei männlichen Individuen vieler Primatenarten bereits gut belegt ist, wurde die weibliche Homosexualität unter Primaten bisher weniger intensiv untersucht.
JENA. (mpg) Dass die äußerliche Erscheinung verschiedener Bestäuber auffallend zur Blütenform der von ihnen besuchten Pflanzen passt, fiel dem Naturforscher Charles Darwin schon vor mehr als 150 Jahren auf. Er beschrieb die im Laufe von Koevolution entstandene äußere Übereinstimmung von Blüten- und Bestäubern als perfektes Ergebnis gegenseitiger Anpassung. Wissenschaftlern des Max-Planck-Instituts für chemische Ökologie aus Jena ist ein eindrucksvoller Beleg von Darwins Beobachtung gelungen.
ROSSDORF. (gwup) Die Bundesregierung will eine zukünftige Zulassung des Pflanzenschutzmittels Glyphosat in der EU nicht unterstützen. Mit dieser Entscheidung gegen jede wissenschaftliche Vernunft setzen die Politiker die Gesundheit der EU-Bürger auf Spiel, kritisieren die GWUP e.V. (Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften) und der Deutsche Konsumentenbund e.V. (DKB). Darüber hinaus würde ein Aus für Glyphosat die Erträge der Landwirtschaft gefährden und zur Zerstörung der Umwelt beitragen, so die Verbände weiter.
BERLIN. (hpd) Der Autor kam schon vor längerer Zeit zu der Überzeugung, dass aufgrund der Evolutionsfreudigkeit von Bakterien in nicht ferner Zukunft neue Organismen entdeckt werden, die in Lage sind, Plastik als Nährstoff zu nutzen. Inzwischen sind diese Bakterien entdeckt. Doch welche Folgen könnte es haben, wenn die plastfressenden Bakterien zur die Erschließung neuer Nährstoffquellen beitragen?
HEIDELBERG. (mpg) Im All kommen ständig Sonnen zur Welt. Häufig entstehen auch gleich ganze Sternhaufen auf einmal – und zwar in vergleichsweise kurzer Zeit. Um Letzteres zu erklären, schlagen Amelia Stutz und Andrew Gould vom Max-Planck-Institut für Astronomie in Heidelberg einen neuen Mechanismus vor. Dazu untersuchten die Forscher ein Gas- und Staubfilament, zu dem auch der bekannte Orionnebel gehört.
BONN. (hpd) Die beiden Hochschullehrer für Philosophie Heriwg Grimm und Markus Wild legen mit "Tierethik" eine Einführung mit einem Schwerpunkt auf den modernen Vertretern vor. Dafür fehlen klassische Ansätze, während dafür die neuere Debatte thematisiert wird, was den Band zu einer informativen Einführung macht.