Ältere Frau mit Laptop telefoniert

Ein Dokument, das Leben und Sterben leichter und sicherer macht

Die Frage, wie wir am Ende unseres Lebens behandelt werden möchten, beschäftigt viele – doch nur wenige setzen sich aktiv damit auseinander. Der Humanistische Verband Berlin-Brandenburg hat mit seinem neuen Fragebogen zur Erstellung einer Patientenverfügung ein Werkzeug geschaffen, das nicht nur rechtssicher ist, sondern auch menschlich, klar und alltagstauglich.

Screenshot der Sendung mit Frauke Petry und Volker Beck

Aufgeklärtes Christentum vs. Islam? - Das Weltbild einer Frauke Petry

BERLIN. (hpd) In Ihrem Streitgespräch mit Volker Beck (Grüne) am 22. Februar machte die AfD-Domina Frauke Petry eine eher beiläufige Bemerkung, der wir einmal auf den Grund gehen sollten. Sie sprach von "Problemen zwischen Islam und christlich-aufgeklärter Gesellschaft". Mit diesem Begriffsbild bringt sie einen - rechten - Konsens auf den Punkt, der den Widerstand gegen jede Zuwanderung aus islamisch geprägten Ländern rechtfertigen soll. Die Aussage besteht aus zwei Teilen: einmal aus der Stigmatisierung des Islam und zum anderen auf der Verknüpfung der kulturellen Identität Europas mit dem christlichen Glauben. Es lohnt sich, beide Teile der Aussage unter die Lupe zu nehmen.

Ein informativer Sammelband zur AfD

BONN. (hpd) Der von dem Sozialwissenschaftler Alexander Häusler herausgegebene Sammelband "Die Alternative für Deutschland. Programmatik, Entwicklung und politische Verortung" enthält eine Fülle von kritische Beiträgen zu deren Auffassungen von außenpolitischen bis zu familienpolitischen Fragen. Dem hohen Informationsgehalt stehen aber auch Lücken zu wichtigen Fragen gegenüber, wie etwa der, inwieweit hier von einer rechtsextremistischen Partei allgemein oder etwa bezogen auf den Höcke-Flügel gesprochen werden kann.

Gibt es eine Perspektive im Konflikt zwischen Israelis und Palästinensern?

BERLIN. (hpd) Zur Zeit des Vietnamkrieges, liess man uns in den Radionachrichten stets aufs Neue wissen, dass es Bomber "vom Typ B52" seien, die dort im Einsatz waren. Das sollte wohl eine gewisse Normalität suggerieren. Ähnliches dürfte im Spiel sein beim fortgesetzten Gebrauch des Begriffs "Nahost-Friedensprozess". Eigentlich ist er längst nur noch ein Unwort, da sinnentleert.

"Neoliberalismus zur Einführung" ist keine wirkliche Einführung

BONN. (hpd) Der Politikwissenschaftler Thomas Biebricher will in seinem Band "Neoliberalismus zur Einführung" die genannten Bezeichnung nicht als politisches Schlagwort, sondern als wissenschaftliche Kategorie behandeln. Die angekündigte Einführung ist indessen keine wirkliche Einführung, da ihr mit der geballten Textpräsentation ein wenig die Systematik fehlt – und auch soziökonomische Folgen und demokratietheoretische Probleme stärkeres Gewicht hätten finden können.

Das neue Geschenkbuch 2016 "Wendepunkte Weltanschauung Werte"

Ein unbekannter "Bestseller" in neuer Auflage

BERLIN. (hpd) Der Jugendweihe Deutschland e.V. hat in einer neuen Bearbeitung das Buch veröffentlicht, dass den Teilnehmern der Jugendweihe als Geschenkbuch überreicht wird. Startauflage: 150.000 Exemplare. Das Vorgängerbuch hatte in fünf Auflagen eine Gesamtauflage von 250.000 Exemplaren erreicht.

Freihandel oder TTIP?

BERLIN. (hpd) Die Kritik an TTIP hat sich mittlerweile herumgesprochen. Beim Freihandel geht es um den Abbau von Handelshemmnissen - bei TTIP vermutlich in recht spezieller Weise. Rechtsprechung am Rechtsstaat vorbei, "Verbraucher"-Schutz als Schutz vor dem "Verbraucher", Datenschutz und Beschäftigtenrechte entsprechend - das sind Themenpakete, die da wohl viel weiter oben stehen als Einfuhrbürokratie und Zölle. Etwas verkürzt geht es um die Handelshemmnisse Staat, Freiheit und Demokratie. Aus Sicht der Wirtschaft ist das verständlich. Aber warum gerade jetzt?

Namibia

Gegen mehr Religion in der Entwicklungspolitik

KÖLN. (ibka) Der Internationale Bund der Konfessionslosen und Atheisten (IBKA) wendet sich mit Nachdruck gegen die Ankündigung des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit (BMZ), die Zusammenarbeit mit Religionen zu intensivieren.

Das Sozialkaufhaus SoproRo in Berlin-Reinickendorf

Einbruch in ein Sozialkaufhaus

BERLIN. (hpd) Am vergangenen Wochenende wurde in das Berliner Sozialkaufhaus SoproRO eingebrochen. Das Haus unterstützt bedürftige Familien im Berliner Norden. Der hpd sprach mit Peter Paul Pansing, dem Geschäftsführer des Hauses.

Nicht nur Religion bringt den Menschen ethische Maßstäbe näher

BERLIN (hpd) Die Humanistische Alternative Bodensee (HABO) kritisiert den Leiter der Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung in Dresden, den Sozialwissenschaftler Frank Richter. Dieser hatte in einem Interview mit der Zeitung Welt im Zusammenhang mit den fremdenfeindlichen Vorkommnissen in seinem Bundesland als einen Grund für die Entwicklung attestiert, dass in Sachsen "Religion als Ressource ethischer Maßstäbe und Haltungen […] weiterhin nicht zur Verfügung [steht]". Richter sieht zudem, dass die Rechtsradikalen im Land auch "keine Vorbilder" hätten, an denen sie sich positiv ausrichten könnten.

Cover

Rezension

Fremde Feinde

Verhaftet, angeklagt, hingerichtet. Der Prozess gegen Nicola Sacco und Bartolomeo Vanzetti gilt als einer der unfairsten der amerikanischen Justizgeschichte. Die Beweislage, die den beiden italienischen Einwanderern die Schuld an einem Raubmord gab, war brüchig. Sie mussten am 23. August 1927 sterben – trotz weltweiter Proteste. Waren sie unschuldig?

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Friedhof

Immer weniger kirchliche Bestattungen

Immer weniger Menschen in Deutschland sind Mitglied einer der beiden großen christlichen Kirchen. Im vergangenen Jahr waren nach Berechnungen der Forschungsgruppe Weltanschauungen in Deutschland (fowid) bereits 48 Prozent der Bevölkerung konfessionsfrei. Dementsprechend gibt es auch immer weniger Bestattungen, die konfessionell begleitet werden.

Internationaler Strafgerichtshof

Streit um IStGH spitzt sich zu

Die USA haben Sanktionen gegen die Präsidentin des Internationalen Strafgerichtshofs Tomoko Akane sowie den Juristen Abdoulaye Seye verhängt und verschärfen damit den Konflikt um die Zuständigkeit des IStGH. Grund ist der anhaltende Streit über die IStGH-Haftbefehle im Gaza-Konflikt sowie die Frage, ob der Gerichtshof ohne Ratifizierung Israels überhaupt ermitteln darf. Damit erreicht das historisch gespannte Verhältnis zwischen den USA und dem IStGH unter Präsident Donald Trump einen neuen Tiefpunkt.

Radioteleskop

Von Dyson-Sphären, außerirdischen Artefakten und den Folgen des Erstkontakts

Übermorgen ist der Wissenschaftsjournalist und Philosoph Rüdiger Vaas zu Gast im Onlineformat „Sternenklar“, organisiert von Kortizes und der Astronomischen Gesellschaft Nürnberg. Basierend auf seinem neuesten Buch „Der intelligente Kosmos – Außerirdische Zivilisationen und die Zukunft der Menschheit“ wird er vom aktuellen Stand der astronomischen Suche nach außerirdischer Intelligenz erzählen und Vorstellungen von deren womöglich alles Menschenmögliche übertreffenden technologischen Fähigkeiten erläutern.

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Der Pränataltest auf Trisomie 21 im Meinungsstreit

Immer wieder brechen Kontroversen auf, inwieweit es zulässig sein soll, dass Frauen die Schwangerschaft abbrechen, nachdem mithilfe vorgeburtlicher Diagnostik Behinderungen des Fetus festgestellt worden sind. Besonders strittig ist das bei Trisomie 21. Die Einwände gegen solche Abbrüche lassen sich jedoch entkräften. Genauer betrachtet stellen sie keine Diskriminierung von Menschen dar, die mit Behinderungen geboren worden sind. Es gilt, das Selbstbestimmungsrecht der Schwangeren zu respektieren und sie bei ihrer persönlichen Entscheidungsfindung zu unterstützen.

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Das Land Niedersachsen führt aktuell einen „Christlichen Religionsunterricht“ ein, der Anlass für kritische Rückfragen bietet. Begrüßenswert ist es, dass das Bundesland neben dem bekenntnishaften Religionsunterricht nun auch in den Grundschulen das Fach Ethik anbieten wird. Zu einem solchen Schritt hat sich der benachbarte Stadtstaat Hamburg bis heute nicht entschließen können. Eine Petition der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft setzt jedoch den Impuls, dass der Hamburger Senat dies nachholt.

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In welchem Verhältnis stehen eigentlich Demokratie und Humor? Gewährleistet Demokratie die Freiheit der komischen Kunst? Oder ist der Humor eine der kontrollierenden Gewalten, die dafür sorgt, dass diese Freiheit nicht verschwindet? Gerade wurde eine Ausstellung eröffnet, deren Werke dazu einladen, über diese Frage nachzudenken. Mit dabei sind auch „Spott sei Dank“-Karikaturen, die beim hpd erschienen sind.

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Der ORF soll reformiert werden. Beim Zukunftsforum in zehn Tagen sind 200 Teilnehmer:innen eingeladen, zusätzlich 400 zur Onlinekonsultation, allerdings keine Humanist:innen, Atheist:innen und Konfessionsfreie, während Religion durchaus ein Thema sein soll. Der Humanistische Verband Österreich hat daher eine Anfrage nach dem Informationsfreiheitsgesetz gestellt.

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„CLAIM“-Zahlen zur Muslimfeindlichkeit dürfen als „unsauber“ bezeichnet werden

Der Investigativjournalist Sascha Adamek bewertete in der ZDF-Sendung „Markus Lanz“ die von „CLAIM“ verbreiteten Zahlen zu antimuslimischen Vorfällen als „eine glatte Fälschung“ und sprach von „Alarmismus“. „CLAIM“ wollte ihm diese Aussagen gerichtlich untersagen lassen. Doch das Landgericht Hamburg erklärte Adameks Äußerungen für zulässig. „CLAIM“ ist dabei kein unbeschriebenes Blatt: Sowohl die Methodik und Verbindungen der Organisation als auch der von ihr verwendete Begriff des „antimuslimischen Rassismus“ stehen seit Jahren in der Kritik.

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Lösungen für eine bessere Zukunft

Die Zukunft ist nicht mehr das, was sie einmal war. Viele Menschen haben jede Hoffnung auf Fortschritt verloren. Allerdings beweist das Konzept „Cradle to Cradle“ schon seit vielen Jahren, dass es sehr wohl möglich ist, den allgemeinen Wohlstand zu steigern, ohne die Natur zu zerstören. Mitte September findet nun der 10. Internationale C2C-Kongress statt, zu dem abermals rund 1.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer erwartet werden.

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Verhaftet, angeklagt, hingerichtet. Der Prozess gegen Nicola Sacco und Bartolomeo Vanzetti gilt als einer der unfairsten der amerikanischen Justizgeschichte. Die Beweislage, die den beiden italienischen Einwanderern die Schuld an einem Raubmord gab, war brüchig. Sie mussten am 23. August 1927 sterben – trotz weltweiter Proteste. Waren sie unschuldig?