intaktiv e. V.

Neue Botschafterinnen für genitale Selbstbestimmung: Mina Ahadi und Ann-Marlene Henning

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Nachdem im Mai 2018 bereits Dr. Jérome Segal und Seyran Ateş "Botschafter für die genitale Selbstbestimmung" wurden, wird der Verein intaktiv nun auch von der Menschenrechtsaktivistin Mina Ahadi sowie der Sexualtherapeutin Ann-Marlene Henning unterstützt.

Mina Ahadi, Foto: @ intaktiv e.V.
Mina Ahadi, Foto: © intaktiv e.V.

Mina Ahadi stammt aus dem Iran und setzt sich als Vorsitzende des Zentralrats der Ex-Muslime und Gründerin des Internationalen Komitees gegen Steinigung für die Verteidigung von Menschenrechten vor dem Einfluss von Machtansprüchen des politischen Islam ein. Für ihr mutiges Engagement wurde sie 2007 von der britischen National Secular Society mit dem Irwin Prize for Secularist of the Year ausgezeichnet.

Über ihr Engagement für den Verein sagt Mina Ahadi:

"Wenn wir diesem potenziell tödlichen Übergriff auf den Körper von Kindern ein Ende setzen, können wir weltweit viele Kinder vor dem Tod und auch vor tiefen Verletzungen ihres körperlichen und auch geistigen Wohls bewahren. Was für eine Gesellschaft sind wir, in der im Namen von Religion oder Kultur unsere Kinder verletzt werden und ihr Leben für immer beeinträchtigt wird? Jeder hat das Recht auf körperliche Unversehrtheit und es ist unsere Aufgabe, dieses Recht mit unseren Aktivitäten und unserem Kampf durchzusetzen!"

Ann-Marlene Henning, Foto: @ intaktiv e.V.
Ann-Marlene Henning, Foto: © intaktiv e.V.

Ann-Marlene Henning führt als Sexologin eine Praxis für Sexual- und Paartherapie in Hamburg. Als Moderatorin der TV-Dokureihe "Make Love" setzt sie sich lebendig und einfühlsam mit Themen rund um Sex auseinander und ermutigt Menschen zu einem selbstbewussten Umgang mit ihrer Sexualität. Ann-Marlene Henning ist Autorin mehrerer Bücher zum Thema Liebe und Sex, ihr neuestes, "Männer – Körper. Sex. Gesundheit." erscheint am 23. Oktober bei Rowohlt.

"Streichen Sie sich mit zwei Fingern über Ihren Handrücken. Die Empfindlichkeit, die Sie so spüren, ist ungefähr so wie am Schaft des Penis. Streichen Sie nun über die Innenfläche eines Ihrer Hände. Die Empfindlichkeit hier entspricht die der Vorhaut. Diese im positiven Sinne besonders sensible Haut einfach zu entfernen, ist Körperverletzung und meist komplett unnötig. Ich bin strikt dagegen."