Großbritannien

Uri Geller will Brexit telepathisch verhindern

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Der israelische Illusionist Uri Geller wurde durch das Verbiegen von Löffeln weltbekannt. Nun hat er sich ein bedeutsameres Ziel zum Verbiegen ausgesucht: Die Hirnwindungen der britischen Premierministerin Theresa May. Telepathisch will er sie vom Brexit abhalten.

Wer die Diskussionen rund um den Brexit in Großbritannien verfolgt, dem drängt sich bereits seit geraumer Zeit der Eindruck auf, dass sich das Land in ein Irrenhaus verwandelt hat. Brexit-Befürworter und Brexit-Gegner kämpfen zähnefletschend um den besten Weg für ihr Land – nur dass die Vorstellungen, wie dieser Weg aussehen sollte, sich gravierend voneinander unterscheiden. Während im Land die Stimmen immer lauter werden, die eine zweite Volksabstimmung zum Brexit verlangen, nachdem klargeworden ist, welche gravierenden politischen und wirtschaftlichen Folgen dieser für Großbritannien haben würde, kämpft Theresa May unbeirrt und unbelehrbar weiter ihren Kampf für den Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union.

In der Brexit-Farce des Irrenhauses Großbritannien hat nun ein weiterer Akteur die Bühne betreten, der nicht gerade dafür bekannt ist, mit beiden Beinen auf dem Boden der Realität zu stehen: Der selbsterklärte Mentalist Uri Geller hat Theresa May am Freitag einen offenen Brief geschrieben und ihr darin mitgeteilt, dass er ihr nicht erlauben werde, Großbritannien aus der EU zu führen. Er spüre sehr stark, dass die meisten Menschen in Großbritannien keinen Brexit wollten, schreibt Geller. Obwohl er Theresa May sehr schätze, werde er sie deshalb telepathisch vom Vollziehen des Brexits abhalten. "Glauben Sie mir, ich bin in der Lage, das zu tun. Doch bevor ich diese drastischen Schritte einleite, appelliere ich noch einmal an Sie, den Prozess unverzüglich aufzuhalten, solange Sie noch die Chance dazu haben", schreibt Geller.

Uri Geller wurde weltweit mit dem Verbiegen von Löffeln durch reine Gedankenkraft bekannt. So jedenfalls seine Erklärung für die Besteckkrümmung – andere halten die verbogenen Löffel für einen simplen Zaubertrick. Geller, der gegenwärtig in Israel lebt, wohnte lange Zeit in Großbritannien im Wahlbezirk von Theresa May. In seinem Brief schreibt er, dass er May seit 21 Jahren kennt und dass er ihre Wahl zur Premierministerin vorhergesehen habe, als sie ihn in seinem englischen Heim besucht habe: "Drei Jahre bevor Sie Premierministerin wurden, sagte ich Ihren Sieg voraus, als ich Ihnen Winston Churchills Löffel an meinem Cadillac gezeigt habe und Sie gebeten habe, ihn zu berühren."

Tatsächlich sei er, wie Geller später gegenüber Medien mitteilte, damals schon in Mays Hirn eingedrungen und habe es mit dem Gedanken bombardiert, dass sie Premierministerin werden müsse. Nebenbei betont Geller, dass er seine Gedankenkraft nutze, um sicherzustellen, dass Labour-Chef Jeremy Corbyn niemals die Schlüssel für die Downing Street Nr. 10 – den Wohnsitz des amtierenden Premierministers – in die Hand bekäme.

Wie Uri Geller inzwischen weiter erklärte, wird er seine psychische Energie von nun an jeden Tag "zur mystischen Zeit 11:11 Uhr" morgens und abends in Theresa Mays Gehirn senden. Und es dürfte nicht wenige Briten geben, die hoffen, dass es auf diese Weise gelingen möge, dort einiges zurechtzubiegen.