Ein Appell von Juristinnen und Juristen spricht sich für das Recht von Frauen aus, über legale Abtreibungsangebote von ÄrztInnen informiert zu werden. Dabei dürfen die ÄrztInnen nicht kriminalisiert werden.
Natalie Grams hat ein weiteres Buch veröffentlicht, in dem sie sich mit Medizin – weit über die Homöopathie hinaus – auseinandersetzt. Sie bricht darin eine Lanze für die evidenzbasierten Medizin und räumt mit der irrigen Annahme auf, dass, wer heilt, Recht hat.
Der Polio-Tag am 28.10. eines jeden Jahres ist ein Tag der Erinnerung an die Zeiten, in denen die Kinderlähmung noch eine ganz konkrete Bedrohung, ein Gespenst für Eltern und Kinder war. Der Tag wurde gewählt zu Ehren von Jonas Salk, geboren am 28. Oktober 1914, dem Entwickler des ersten Polio-Impfstoffs. Das war ein Totimpfstoff, der per Injektion verabreicht wurde. Die spätere – als so angenehm empfundene – Schluckimpfung (Sabin-Methode), die bei der Einführung der Polioimpfung in Deutschland zum Einsatz kam, war dagegen ein Lebendimpfstoff, der damals noch deutlich höhere Komplikationsrisiken barg. Heute wird durchweg mit weiterentwickelten Totimpfstoffen gearbeitet.
Da gibt es eine Geschichte, über 200 Jahre alt. Ein Gedankengebäude zur Medizin, eines unter vielen der damaligen Zeit. Diese Geschichte gewann ein gewisses Renommee, da sie viele Fehler bisheriger Methoden vermied und deshalb fälschlicherweise für "richtig" gehalten wurde. Ihre Grundlagen waren aber eine Mischung aus vorwissenschaftlichen, teilweise mystischen Überlieferungen, garniert mit Hypothesen, die aber nicht mehr taten, als eine verführerische Schlüssigkeit und Einfachheit des Systems vorzugaukeln. Natürlich – wir sprechen von der Homöopathie.
Aus Basel kommt die erfreuliche Kunde von einem Urteil des Verwaltungsgerichts Basel-Stadt, welches eindeutig festhält, dass Ärzte berechtigt sind, ein Rezept für Freitodhilfe auch dann auszustellen, wenn die sterbewillige Person nicht unmittelbar vor dem natürlichen Ende ihres Lebens steht.
Ein 7-Jähriger Junge wurde in Berlin einer medizinisch nicht notwendigen Vorhautamputation unterzogen. Die dafür in 1631d BGB als zwingend notwendig genannten Bedingungen wurden dabei gleich mehrfach missachtet.
Wiebke Hoogklimmer hatte die Idee, alte Volkslieder, die sie ihrer an Alzheimer erkrankten Mutter im Stift vorsang, in tiefer Tonlage und ohne Instrumentation, auf CDs einzusingen. Das Ziel: mit der Sängerin auf der CD mitsingen und sich stimmlich sicher fühlen zu können, eine Verbindung zum Patienten herstellen, Freude empfinden. So entstand ihr Volksliedprojekt mit einer eigenen Website, CD und Buch.
Was das weiße Rauschen für den Klang ist, ist die Demenz für die Fantasie und das Gedächtnis. Ein Rauschen, in dem sich alle Frequenzanteile in etwa gleich laut anhören, ist wie ein Klangklumpen, der keine Melodie hat, kein hoch und runter, keine Modulation besitzt. Bei der Demenzerkrankung verschwindet mehr und mehr das Gestern und Heute, das Jetzt und Morgen – und die Motorik. Steinalte Menschen werden so hilflos wie Babys. Und dann wird es sehr still. Wiebke Hoogklimmer tut was dagegen.
Wir sind es nicht mehr gewohnt, dass ein Kind stirbt. Doch leider werden wir uns wieder daran gewöhnen müssen, wenn sog. "Impfkritiker" ihre Kinder nicht impfen lassen. Für die aktuelle Ausgabe des SKEPTIKERS hat Natalie Grams dazu einen Artikel verfasst.
Mit dem Thema Trennung von Staat und Kirche sind vordergründig die finanziellen Aspekte, der offene und versteckte Protektionismus und das Sponsoring zugunsten der Großkirchen, gemeint. Es gibt daneben jedoch auch gesinnungsmäßige Aspekt, wie z.B. das "Hofieren" kirchlicher Würdenträger oder die "regierungsamtliche" Teilnahme an religiösen Veranstaltungen, die unter diesem Stichwort anzuprangern sind.
Auf diversen Plattformen wird seit Tagen heiß diskutiert, wie es mit der Heilpraktikerei weitergehen soll. So auch beim hpd. Allerdings mischen sich in die Debatte auch "Heiler" ein, die – wie ein Kommentator beim hpd – eine "bioenergetische Blutdiagnose" anbieten. Oder unter einem Artikel in der Süddeutschen kommentieren und vergessen, zu erwähnen, dass sie für "nur 499 Euro" (anstatt 750) fünf "Sitzungen Reinkarnationstherapie/Rückführungen in frühere Leben" anbieten.
Wer ist Prof. Bettina Schöne-Seifert von der Uni Münster? Eine Ärztin, Aufklärerin und Medizinethikerin, die auch schon zu anderen Themen im humanistischen Sinne klare Stellungnahmen bezogen hat. Der hochkarätig besetzte "Münsteraner Kreis", der nun das Heilpraktikerwesen eindämmen will, wurde von ihr initiiert. Der Appell an den Gesetzgeber lautet: Es darf nicht länger einfacher sein, staatlich anerkannter Heilpraktiker zu werden als Krankenpfleger. Der Irrsinn dürfe nicht länger hingenommen werden.
Der "Münsteraner Kreis" hat vorgeschlagen, für Heilpraktiker eine verbindliche Berufsordnung einzuführen. Oder den Beruf gänzlich zu verbieten. Bisher hängt eine Zulassung lediglich von einer amtlichen Überprüfung ab, die klären soll, ob von der Arbeit "eine Gefahr für die Volksgesundheit" ausgeht.
Der Stressforscher Mazda Adli fordert eine systematische Umgestaltung der Innenstädte, um die Gesundheit der Stadtbewohner zu verbessern. Veränderungen seien "das Gebot der Stunde" in einer "sich rasant urbanisierenden Welt", sagte der Psychiater von der Berliner Charité der Wochenzeitung "Das Parlament". Nach Ansicht Adlis müssen vor allem die Verkehrskonzepte besser an die Bedürfnisse der Menschen angepasst werden.
Einem seltsamen Sakral-Hobby frönt ein Krankenpfleger des Lorenz-Böhler Spitals: Mehrmals pro Woche stellt sich Martin H. direkt vor den Eingang des Gynmed-Ambulatoriums am Mariahilfer Gürtel und versucht Patientinnen durch sogenanntes "Kampf-Beten" von einem Schwangerschaftsabbruch abzuhalten.